Das Stromfest stellt traditionell den Saisonabschluss in Warnemünde dar. Der Tag der offiziellen Eröffnung wurde diesmal von klarem Himmel und strahlendem Sonnenschein begleitet. Beginnen musste er trotzdem mit einer Entschuldigung.
Einer der geplanten Höhepunkte des diesjährigen Stromfests musste ausfallen: die Drehung der über 100 Jahre alten Bahnhofsbrücke. Die Drehung war ursprünglich schon zum Stromerwachen im Frühjahr geplant, konnte seinerzeit aber nicht durchgeführt werden. Die Brücke wurde seitdem umfangreich saniert, von der Stahlkonstruktion bis zu den Holzbohlen. Leider war es nun auch zum Stromfest wieder nicht möglich, die Brückendrehung durchzuführen. Heiko Tiburtius, Leiter des Tief- und Hafenbauamts, erläuterte die Gründe: „Bei den Vorbereitungsarbeiten mussten wir leider feststellen, dass uns beim Andrehen der Brücke ein Lagerschaden entstanden ist“. Dies sei ein „irreparabler Schaden“, sodass die entsprechenden Teile zunächst ausgebaut und neu angefertigt werden müssten. Er versprach, dass dies bis zum Stromerwachen 2012 erledigt sein wird und die Öffnung der Brücke dann endlich stattfinden kann.

Den musikalischen Rahmen der Eröffnung des Stromfests bildeten Jazz-Klänge der 4-köpfigen Marching Band „The Marching Saints“ und anschließend der Shantychor „De Klaashahns“.

Auf der Fläche vor dem Leuchtturm war ein Bereich für die Drachenbegeisterten abgesteckt. Viele von ihnen waren extra für dieses Ereignis von weit her angereist.
Einer der aus Berlin Angereisten war Helmut Gabler. Er erklärt die vielen Drachenvarianten unter anderem damit, dass die Drachen nur teilweise gekauft seien, viele seien selbst gebaut. Diese können natürlich unterschiedlich aufwendig gestaltet sein. Die Spanne reicht von einfachen, auf Funktionalität ausgerichteten Drachen bis hin zu prunkvollen Kunstwerken.

Als ich wieder gehe, sitzen sie weiterhin gemütlich am Strand, quatschen und lassen nebenher die Drachen steigen. So haben sie eine schöne Zeit und verzücken so ganz am Rande auch die anderen Besucher Warnemündes mit diesem bunten Spiel am Himmel.