Ein junger Mann will mit einem Bus nach Glashagen fahren. Glashagen? Gleich mehrere Dörfer in Mecklenburg-Vorpommern tragen diesen Ortsnamen. Und natürlich landet der junge Mann im falschen. Aber damit nicht schlimm genug. Die Fahrt nach Glashagen entwickelt sich zu einem Horrortrip. Ungemütliche Gesellen tauchen in dem Dorf auf: Skinheads, ewig gestrige Ossis, dem Alkohol-Zugeneigte – so wie man sich die Dorfbewohner im Nordosten halt so vorstellt.


Dessen Macher Kristian Erdmann, Anne Mantei, Stephan Kretschmann, Holger Salisch, Kathleen Teichmann und Lutz Teichmann dürfen nun ein vom Publikum gefülltes kleines rosafarbiges Sparschweinchen als Preis mit nach Hause nehmen.

Es lag vielleicht an der ungewohnten Machart des Films. „Wir haben uns mit einem alten Medium, dem Stummfilm beschäftigt. Das ist ein sehr ästhetisches Medium und spricht vielleicht auch besonders die Jüngeren an“, vermutet Stephan Kretschmann. Anne Mantei ergänzt: „Die Sprache fällt weg. Es ist ein Schwarz-Weiß-Film. Da muss man mit viel subtileren Mitteln arbeiten.“
Die beiden absolvieren gerade eine Ausbildung zum Mediengestalter für Bild und Ton. Die Idee zu diesem Film ist in einem Kurs entstanden, der von Mark Auerbach geleitet wurde, der gemeinsam mit der HMT-Absolventin Luise Heyer auch die Hauptrolle übernahm.
Da die Vorbereitungen zu „Nefastus“ im Vergleich zu den anderen Wettbewerbsteilnehmern nach Meinung der Jury die aufwendigsten waren, wurde auch diese Leistung des Filmteams mit einem Sonderpreis gewürdigt.
Wer nach diesem Wochenende weitere Filme made in Mecklenburg-Vorpommern sehen möchte, der sollte sich den kommenden Mittwoch vormerken. Beim Studentischen Kurzfilmfestival „Golden Toaster“ im LiWu wird dann eine Auswahl aktueller Arbeiten von Studierenden der Hochschulen des Landes gezeigt.