1. Advent am Leuchtturm von Warnemünde
Adventssingen in Warnemünde
29. November 2009, von Dirk
„Advent, Advent, ein Lichtlein brennt, erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, dann steht das Christkind vor der Tür.“ Wer kennt diesen weihnachtlichen Spruch nicht? Viele haben ihn bestimmt schon einmal aufgesagt und dann ein Geschenk dafür erhalten. Aber am 29.11.2009 brennt ja nun erst ein Licht bzw. eine Kerze. Also heißt es, sich in Geduld zu üben und in vorweihnachtlicher Stimmung zu schwelgen. Wie zum Beispiel in Warnemünde am Leuchtturm.

Hier fand heute das traditionelle Adventssingen statt. Schon zum 14. Mal am 1. Advent erklangen Weihnachtslieder am Fuße des Warnemünder Wahrzeichens. Zwar bedeckt, aber trocken, lockte das herrliche Ostseebad Warnemünde viele Besucher an.

Etwas skeptisch bin ich ja neuerdings immer bei meinen Besuchen aufgrund der hinterhältigen fiesen Möwen. Naja, vielleicht gelingt es mir ja ein paar von Ihnen zu ärgern. Aber nicht vom Thema ablenken. Vom Bahnhof kommend, schlenderte ich erst einmal über den Weihnachtsmarkt am Kirchplatz.

Dieser ist als eher niedlich zu bezeichnen, vor allem im Vergleich zum Rostocker Weihnachtsmarkt. Das passt aber gut zum Warnemünder Charme. Moderiert wurde die heutige Veranstaltung am Leuchtturm von Heide Mundo, welche es sich nicht nehmen ließ auch persönlich zu singen.

Des Weiteren gaben „De Klaashahns“, der Shantychor „Luv und Lee“, der Warnemünder Frauenchor „Sing man tau“ sowie der Kinderchor der Heinrich-Heine-Grundschule ihr Bestes und animierten Einige zum Mitsingen.

Hinzu kamen noch die Kunsthandwerker, die im Hotel am Leuchtturm Stellung bezogen. Dort konnten handgefertigte Arbeiten besichtigt und erworben werden. Ein Highlight für die Kleinen war aber sicherlich die Anwesenheit des Weihnachtsmannes, welcher Wünsche entgegen nahm und Geschenke verteilte.

Man konnte sogar seinen Wunschzettel an einen Luftballon heften. Dieser fliegt dann quasi per Luftpost direkt zu Santa Claus‘ Hauptquartier, dem Nordpol. Oder habe ich da etwas verwechselt?

Nach einer Stärkung mit Fisch auf Brötchen und einem klitzekleinen Glühwein (nicht dass mein Chef denkt, ich „saufe“ während der Arbeitszeit) trat ich vergnügt die Heimreise an.
Dabei habe ich zwei Möwen ganz böse angeschaut, die erschrocken das Weite suchten. Wer nicht dabei war, sollte auf jeden Fall nächstes Jahr die Chance nutzen, den 1. Advent in beeindruckendem maritimen Flair zu genießen.