Adventssingen unterm Warnemünder Leuchtturm 2010
Eine Tradition feiert ihr zehnjähriges Jubiläum
28. November 2010, von Andre
Traditionen muss man bewahren. Gerade in der Weihnachtszeit gibt es viele von ihnen. Ob das nun die Eröffnung des Rostocker Weihnachtsmarktes ist oder aber die Tatsache, dass man an jedem Advent ein Licht anzündet – schön ist es meistens. Und nicht nur das erste Licht am Kranz konnte man heute anzünden, sondern auch zum zehnten Mal beim „Adventssingen unterm Warnemünder Leuchtturm“ zuschauen und natürlich auch mitmachen.

Das Wetter war ideal: zwar winterlich kalt, jedoch klarer Himmel und wenig Wind. Sogar einige schneeweiße Farbkleckse schmückten die Kulisse – es war zwar nicht wirklich eingeschneit, doch allemal weihnachtlich.

Schon vor dem eigentlichen Beginn sorgte Olaf Sandkuhl für weihnachtliche Musik. Das Besondere daran: Mit seinem mobilen Carillon erreichte er ein richtiges kirchliches Flair. Das transportable Glockenspiel besteht aus 37 unterschiedlichen Glocken und einer Spielerkabine. Die Zuhörer staunten über die Konstruktion, schließlich sieht man nicht häufig ein mobiles Glockenspiel, zumal es das Einzige in ganz Deutschland ist.

Um die Kälte ein wenig zu bekämpfen, konnte man den vielerorts angebotenen Glühwein kaufen. Außerdem stärkten sich die Gäste mit selbstgebackenem Stollen – ganz traditionell. Wie schon in den letzten Jahren wurden wieder Luftballons verteilt, mit denen die Kinder ihre Wunschzettel direkt zum Weihnachtsmann fliegen lassen konnten. Einfacher war es natürlich, die Zettel dem Weihnachtsmann persönlich zu geben, denn natürlich ließ er sich so einen wichtigen Termin nicht entgehen.

Dann ging es endlich los. Der ganze Platz unter dem Leuchtturm war gut besucht und die Stimmung gut. Einige Gäste hatten ihre Texthefte aus dem letzten Jahr dabei, aber auch für die neuen Gesichter wurden Hefte verteilt. Auf der Bühne, wenn man die erhöhte Treppe so nennen will, waren der Kinderchor der Heinrich-Heine-Grundschule in Warnemünde, der Shantychor „De Klaashahns“ und die Singergruppe „Sing man tau“. Begleitet wurde von Klaus Lass am Keyboard und Heide Mundo an der Gitarre. Es gab Klassiker wie „Oh Tannenbaum“, aber auch unbekanntere Lieder, wie „Weihnachten steht vor der Tür“ aus Prag. Einige Gäste sangen zwar auch mit, die meisten Anwesenden konzentrierten sich aber aufs Zuhören.

Nicht nur Warnemünder waren anwesend, auch viele Touristen. Einer von ihnen war Andreas Knarpe aus Berlin. Er ist über das Wochenende hier und war froh, endlich auch mal das Adventssingen zu sehen, was er im letzten Jahr leider um ein Wochenende verpasst hat. „Mir hat es sehr gut gefallen, auch wenn ich es ein wenig schwach fand, dass der Weihnachtsmann seine eigenen Lieder nicht auswendig konnte.“ Im Anschluss an das Konzert wollte der Berliner noch ein typisches Warnemünder Fischbrötchen essen.
So ist also wieder eine weitere Tradition an uns vorbeigegangen und Weihnachten kommt immer näher. Bis dahin wird aber sicher noch einiges passieren. Man darf gespannt bleiben.