Rostocks Altstadt – seit gestern gibt es sie als Miniaturmodell aus Bronze zu bestaunen. Anlässlich des 793. Stadtgeburtstages enthüllten Oberbürgermeister, Künstler und Vertreter der stiftenden Volks- und Raiffeisenbank die neue Plastik in der Langen Straße, am Fuße der Marienkirche.
Das Altstadtmodell zeigt die heutige Rostocker Altstadt in den Grenzen ihrer historischen Stadtmauer – vom Kröpeliner Tor bis zur Petrikirche, vom Kuhtor bis zum Stadthafen. Der Grundriss des Kunstwerks entspricht in etwa dem Maßstab 1:1000, es sei aber keinesfalls als „maßstabsgetreues Architekturmodell“ zu verstehen, erläuterte Bildhauer Dirk Wunderlich.

14 ausgewählte Gebäude der Stadt, wie Kirchen, Rathaus oder Stadttore, wurden hervorgehoben und in einem größeren Maßstab dargestellt. Sie sind jedoch aufeinander abgestimmt, sodass man ihre Dimensionen untereinander vergleichen kann.
Zu entdecken gibt es im Altstadtmodell übrigens keineswegs nur Gebäude. Details, wie Fahrzeuge oder liebevoll eingebundene Figurengruppen, sorgen für Spannung innerhalb des Kunstwerkes, regen die Fantasie des Betrachters an und lassen Geschichten beginnen.

Als Ort des Kennenlernens, an dem Sehende und Nichtsehende miteinander ins Gespräch kommen, wünscht sich Bildhauer Wunderlich den Platz an der Marienkirche. „Ein Ort, wo der eine etwas fühlt, was der andere sieht und umgekehrt.“

Jastrams analytische Fähigkeit, aber auch die heitere Weise, den Dingen auf den Grund zu gehen, haben die Künstler bei ihrer Arbeit sehr vermisst. „Wir waren und sind uns aber sicher, dass er so oder so immer dabei war und ist“, bekräftigte Wunderlich.