Brand am Fischereihafen in Marienehe

Ein Feuer auf einem Schrottplatz im Gewerbegebiet Rostock-Schmarl hält die Feuerwehr seit Mittwochmittag in Atem, inzwischen ist der Großbrand unter Kontrolle

4. Juli 2018, von
Brand auf Schrottplatz im Gewerbegebiet Rostock-Schmarl - auch das Feuerlöschboot FLB 40-3 hilft bei der Brandbekämpfung
Brand auf Schrottplatz im Gewerbegebiet Rostock-Schmarl - auch das Feuerlöschboot FLB 40-3 hilft bei der Brandbekämpfung

Aus bislang ungeklärter Ursache ist Mittwochmittag ein Feuer auf einem Schrottplatz im Gewerbegebiet Schmarl, nördlich vom Rostocker Fischereihafen, ausgebrochen. Auf dem Gelände des Recyclingunternehmens Alba Metall Nord GmbH stand ein mehr als zehn Meter hoher Schrotthaufen in Flammen.

Die Rostocker Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an, rund 60 Einsatzkräfte waren vor Ort. Da sich der Brandherd kurz hinter der Kaikante befand, wurden die Kameraden bei der Bekämpfung der Flammen durch das Feuerlöschboot FLB 40-3 der Hansestadt unterstützt.

Während der Löscharbeiten waren immer wieder kleinere Detonationen hörbar. Dunkle Rauchwolken zogen in südöstlicher Richtung über Rostock, der Geruch von verbranntem Plastik und Gummi machte sich in der Stadt breit. Anwohner wurden vorsorglich aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten, auch wenn trotz des beißenden Gestanks lt. Feuerwehr keine Gefährdung der Bevölkerung besteht.

Am Abend ließ die Qualmentwicklung nach. Der Brand sei unter Kontrolle, heißt es von der Feuerwehr, die jedoch weiterhin damit beschäftigt ist, Brandnester zu löschen und den gigantischen Schrotthaufen mit dem Betreiber nach und nach zu zerteilen.

Nach Bränden in einer Abfallsortieranlage in Rostock-Hinrichsdorf und einer Recyclinganlage in Parkentin bei Rostock ist dies innerhalb kurzer Zeit bereits der dritte Großbrand in einem Recyclingbetrieb der Region. Zusätzlich hielt gestern ein Feldbrand in Riekdahl die Feuerwehr in Atem – dieser soll durch einen Vogel ausgelöst worden sein, der nach einem Kurzschluss auf der Oberleitung der Bahn brennend zu Boden fiel.

Aktualisierung, 05. Juli 2018 10:00 Uhr:

Inzwischen hat die Rostocker Feuerwehr Entwarnung signalisiert. Der Schrott-Brand im Gewerbegebiet Schmarl ist unter Kontrolle, Rauch entsteht kaum noch, heißt es von der Stadt, gegen Mittag wird mit dem Ende des damit nahezu 24-stündigen Einsatzes gerechnet.

Die Maßnahmen zur Brandbekämpfung bei dem etwa 36.000 Kubikmeter umfassenden, 15 Meter hohen Haufen Mischstahl begannen gestern gegen 12:30 Uhr und hielten die ganze Nacht über an. Bis in die frühen Morgenstunden waren mehrere Bereiche Rostocks und der Nachbargemeinden vom Brandrauch betroffen, der sich durch wechselnde Windrichtungen breit verteilte. Ständige Messfahrten in den einzelnen Stadtteilen erfolgten, Überschreitungen von Grenzwerten wurden dabei aber nicht festgestellt.

An dem Einsatz waren neben der Rostocker Berufsfeuerwehr auch drei Freiwillige Feuerwehren beteiligt, wasserseitig gab es Unterstützung vom Feuerlöschboot „FLB-40“ und dem Mehrzweckschiff „Arkona“.

Wegen der anhaltenden Trockenheit bittet die Feuerwehr um sorgsamsten Umgang mit offenem Feuer. Leicht entzündliche und gut brennbare Stoffe sollten nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden.

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