
Ein dunkles Geheimnis hütet die schöne Königstochter. Es ist so dunkel, dass sie es nicht einmal ihrem Vater, dem König, erzählen kann. Doch „schließlich kann es nicht sein, dass eine Tochter Geheimnisse vor ihrem Vater hat“, brummelt der König etwas erbost.
Jeden Morgen wundert er sich, warum die Schuhe seiner Tochter Löcher haben und sie so erschöpft ist. „Es muss doch irgendjemanden geben, der herausfindet, was des nächtens geschieht“, hofft der besorgte Vater. Und natürlich gibt es den auch. Ein junger Soldat, der weder Furcht vor Drachen, noch Zwiebelsuppe mit Fettaugen hat, will sein Glück versuchen. Drei Nächte gibt ihm der König, um das Geheimnis zu lüften. Dann heißt es Hochzeit und das Königreich oder Kopf ab.

Das Geheimnis der Prinzessin bleibt nicht das einzige in der Inszenierung von Christoph Gottschalch. Für Verblüffung sorgen auch immer wieder viele kleine Spezialeffekte. „Hää? Das geht doch gar nicht!“ oder „Wie geht denn das?“ hört man von den jungen Zuschauern, die die Vorstellung mit größtem Interesse und Aufmerksamkeit verfolgen. Mit Videotechnik, Pyrotechnik und anderen raffinierten Tricks werden im Theaterstück die Sehgewohnheiten überlistet und eine wundervolle Zauberwelt erschaffen.
Märchenhaft und farbenprächtig sind auch die Kostüme und Kulissen von Wolfgang Böhler, in denen sich die drei Hauptdarsteller bewegen. Neben den vielen Momenten des Staunens sorgen sie auch für Heiterkeit. Eckhard Ischebeck als Soldat hebt gleich zu Beginn des Märchens mit einem zackig-schwungvollen Lied die Stimmung. Und auch Jaqueline Maria Rompa als liebreizende Prinzessin und weise Frau sowie Georg Haufler als fürsorglich-grummeliger König und geheimnisvoller Dämon tragen zu dieser unterhaltsamen Vorstellung bei.

Weitere Vorstellungen gibt es am 5., 11., 12., 18., 19., 25. und 27. Dezember an der Bühne 602.