Fortuna Düsseldorf steht auf dem Relegationsplatz, für Hansa Rostock ist er das Ziel. Die Rheinländer träumen nach 15 Jahren, die sie bis in die Regional- und Oberliga hinab führten, vom Wiederaufstieg in die Erste Liga, die Mecklenburger kämpfen um den Klassenerhalt.
Eines eint die Teams von Norbert Meier und Wolfgang Wolf jedoch: Der direkte Aufstieg bzw. Verbleib in der Liga dürfte kaum noch zu schaffen sein, für beide Mannschaften ist praktisch nur noch der Weg über den Relegationsplatz drin.
„Ich denke, das ist ein Spiel, wo wir kein Favorit sind“, stellt Hansa Trainer Wolfgang Wolf klar, „wo wir vielleicht aber die Sensation packen können, gegen Düsseldorf zu gewinnen – ich glaube da fest dran.“

Mit der Geschlossenheit, die seine Mannschaft gegen die Sechzger gezeigt hat, könne sie auch Düsseldorf Probleme bereiten, so Wolf, obwohl er die Fortuna deutlich stärker einschätzt: „Die spielen viel robuster, viel kantiger, sind torgefährlicher.“
Zumindest was den Kader betrifft, gibt es bei Hansa Entwarnung. Zwar muss Hansa-Coach Wolf neben dem gesperrten Stephan Gusche auch auf den verletzten Matthias Holst verzichten, Kapitän Sebastian Pelzer ist aber ebenso wieder fit wie Stammtorhüter Kevin Müller.

Zwischen vierzehn- und sechzehntausend Zuschauer werden heute Abend in der DKB-Arena erwartet. „Ich hoffe, dass wir an die zwanzigtausend rankommen“, erklärt Wolf mit Blick auf die Hansa-Fan-Aktion „20.000 Mann an Deck“.
Mit dem zwölften Mann im Rücken ist dann vielleicht tatsächlich eine Überraschung gegen den Tabellendritten möglich. Anpfiff ist um 18 Uhr, die Stadionkassen haben ab 10 Uhr geöffnet.