Vermutlich habe ich genauso viel Ahnung von Fußball wie die Tiere im Zoo. Dennoch ließ ich mir heute Vormittag ein Match zwischen dem FC Hansa Rostock und den Seebären des Rostocker Zoos nicht entgehen. Das ist ja auch mal was anderes als die üblichen Spiele. Mensch gegen Tier, Herren gegen Damen, Profis gegen Amateure – wer da wohl gewinnen wird?
Mein Tipp: die Seebären. Immerhin hatten sie den Heimvorteil.


Obwohl sogar mit zwei Bällen gespielt wurde, waren die Seebären weitaus öfter in deren Besitz. Flink und wendig brachten sie die begehrten Objekte immer wieder ins Ziel. Dabei zeigten sie, dass vor allem ihr sicheres Kopfspiel eine Gefahr für den Gegner darstellte. Wenn Angra, Daisy und Egoli erst einmal mit dem Ball jonglierten, konnten die anderen Spieler nur noch bewundernd zuschauen.

Nach fünfzehn Minuten wurde die Begegnung des FC Hansa Rostock mit den Seebären des Rostocker Zoos beendet. Der Spielstand lautete: unentschieden.
Seebärencoach Lars Purbst zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis. „Angra hat zum Schluss noch mal alles rausgeholt. Aber die Profis waren noch ein bisschen besser. Da müssen wir noch üben“, lautete sein Fazit. Zweimal täglich etwa zehn bis fünfzehn Minuten trainieren die Tiere. Angra konnte zwar schon vorher mit dem Ball spielen, Daisy hat es erst im letzen Vierteljahr gelernt, erzählte Lars Purbst vom Rostocker Zoo.

Für sie hatte die Begegnung mit den Ohrenrobben einen Erfahrungswert, meinte Sebastian Pelzer. „Eine schöne Geschichte. So etwas erlebt man nicht jeden Tag“, fasst er seine Eindrücke zusammen. Auch sein Teamkollege Marcel Schied hatte sichtlich Spaß: „Am Anfang hat man immer ein bisschen Respekt, wenn man was nicht kennt. Aber zum Schluss, wenn man sich ein bisschen angenähert hat, war das schon ein guter Auftritt.“
Und was nehmen die Hansa-Spieler für das bevorstehende Spiel am Wochenende an Erfahrungen nun mit? „Ich hoffe, dass wir nicht so ängstlich spielen, wie wir hier heute reingegangen sind“, schmunzelt Marcel Schied.
