
Grund genug für das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in diesem Jahr auch bei uns den FerienLeseClub einzuführen. Die landesweite Aktion soll während der Sommerferien bei Schülern die Lust am Lesen wecken – und eben auch bei denen, die sonst kaum freiwillig zum Buch greifen.

Bei Rückgabe jedes Buches wird der Inhalt kurz abgefragt und ein Eintrag ins Logbuch vorgenommen. Am Ende des Sommers wird dann die Anzahl der gelesenen Bücher ausgewertet und mit Medaillen reich belohnt. Für ein bis zwei Bücher gibt es schon Bronze, ab sieben kann sich der Teilnehmer sogar mit der Gold-Medaille schmücken. Außerdem kann sich der Erfolg in das nächste Schulzeugnis eingetragen werden lassen.

Nach einer so positiven Bilanz erhofft man sich natürlich auch von unseren Schülern ein reges Leseinteresse. Zum Anfüttern hat sich Rudloff für die Rostocker Kinder etwas Besonderes ausgedacht. In altgermanischer Gewandung und mit zotteligen Haaren trägt er erst einen der alten Merseburger Zaubersprüche vor und übersetzt diesen dann mithilfe der Kinder ins Hochdeutsch.
Dabei gibt es auch für die Wissbegierigen einige spannende Informationen. So wurde das Wort „Buchstabe“ von den Stäben aus Buchenholz abgeleitet, in die die Germanen früher ihre Runen eingeritzt haben.
Zum Schluss stellt Rudloff den Kindern noch eines der Bücher vor, welches zum Sortiment des FerienLeseClubs gehört: „Der kleine Hobbit“ von J. R. R. Tolkien, quasi der Vorgänger der „Herr der Ringe“-Reihe.

Die kurze und packende Lesung aus dem Buch schien die Kinder jedenfalls in ihren Bann gezogen zu haben. Ob das Projekt aber auch Lesemuffel anspricht, wird sich zeigen.