Das kulturelle Herz Rostocks schlägt in der Friedrichstraße 23. Denn hier wurde heute das Kunst- und Medienzentrum „Frieda 23“ offiziell eröffnet. Ein Haus, unter dessen Dach sich gleich zehn Mieter aus Kunst, Kultur und Medien zusammenfinden und das ihren Austausch, ihre Kreativität und gegenseitige Inspiration beflügeln soll.
Nach gut zehn Jahren Planung und etwa 18 Monaten Bauzeit erstrahlt der Plattenschulbau den heutigen Bedürfnissen entsprechend zurechtgestutzt und in frischen Farben. Auch in den Räumen ist schon Leben eingezogen. Seit gut zwei Wochen flimmern im LiWu bereits Filme über die neue Leinwand. Die Heinrich-Böll-Stiftung hat ihr Büro eingeräumt, aus dem Raum des Vereins Behinderten Alternative Freizeit (BaF e.V.) erklingt selbst gemachte Rockmusik und im neuen Sender von LOHRO sind die Redaktionsarbeitsplätze und das Herzstück - das Studio - fast startklar. Die jungen Reporter und Nachwuchsjournalisten vom Jugendmedienverband sitzen zukünftig gleich in der Nähe und gaben heute schon mal einen Einblick in ihre Arbeitsergebnisse. Die Pop-KW, die Opennet-Initiative, der Sense.lab e.V. und der Bundesverband Popularmusik haben hier ebenfalls ihre neue Adresse. Und auch das Institut für Neue Medien und die Rostocker Kunstschule, die zu den vier Initiatoren des Bauprojektes gehören und bereits zuvor in der Frieda 23 zu Hause waren, sind wieder eingezogen.

Geleitet wird der Besucher des Hauses durch intensive Wandfarben, die den einzelnen Mietern zugeordnet sind. Hier und da sind jedoch noch Flächen des grauen Betons offengeblieben, alte Schriftzüge und Tapeten erhalten.
„Vieles an diesem Modellprojekt war nicht selbstverständlich: der Zuspruch aus den Fraktionen, der Kampf darum, die Kosten im Zaume zu halten und den Spagat zwischen Kultur und Wirtschaft zusammenzubringen. Viele sind über ihren Schatten gesprungen und waren lösungsorientiert“, resümierte Dr. Helge Schilf, Vorstand der Frieda 23-Betreiberin KARO gAG, in seiner Eröffnungsrede und dankte am Eröffnungstag allen Unterstützern.
Frieda 23 
Flur in der Frieda 23 
Kultur- und Bildungsminister Mathias Brodkorb, Dana Taubert von LOHRO, Klaus Blaudzun und Simone Briese-Finke vom Vorstand der KARO gAG 
Die Mieter der Frieda 23 
Die Idee der Vernetzung der Kulturträger greift die Forschungsgruppe Kunst auf und verwandelt einen Raum in ein Verflechtungsbüro 
Raumgreifende Installation von Holger Stark (im Hintergrund) in der Frieda 23 
Lichtdurchflutete Räume für die Kunstschule in der Frieda 23 
Der BAF e.V. macht Musik und der OB hört zu 
Tagungsraum in der Frieda 23 
Briefkasten vor der Frieda 23