
In Anbetracht der vielen Gäste merkt man schnell: hier findet heute etwas Besonderes statt. Obwohl bis zur eigentlichen Eröffnung noch etwas Zeit ist, ist die Galerie schon gut gefüllt. Kreative Menschen sind meist leicht an ihrem Äußeren zu erkennen, und davon gibt es hier eine Menge.
Auf der Suche nach einem Verantwortlichen für meine Fotoerlaubnis gerate ich zufällig gleich an die Galeristin Helga Manowski. Sie begrüßt mich mit mütterlicher Herzlichkeit, stellt mir die ausstellenden Künstlerinnen sogar persönlich vor und verspricht jede ihr mögliche Hilfe. Da kann man sich doch einfach nur wohl fühlen.

Bald darauf beginnt die offizielle Eröffnung der Ausstellung. Nach 14 Jahren verabschiedet sich Helga Manowski von der Galerie der Volkshochschule, es ist die 130. Ausstellung und auch ihre letzte hier. Und genau wie bei der allerersten Ausstellung 1995 sind die beiden ausstellenden Künstlerinnen Britta Naumann und Anne Sewcz persönlich vor Ort, um dieses Ereignis noch einmal gebührend zu feiern.

Anne Sewcz hält sich eher unscheinbar im Hintergrund und sieht eigentlich so gar nicht wie eine Künstlerin aus. Erst recht nicht wie eine Bildhauerin, die mit groben Werkzeugen Holz und Stein bearbeitet. Ihre Skulpturen sind von der Form eher einfach gehalten, beschäftigen sich aber mit zwischenmenschlichen Beziehungen und den daraus entstehenden Spannungen.

Nach einigen durchaus bewegenden Worten über die beiden Künstlerinnen und Helga Manowski ist das Buffet eröffnet. Wasser, Wein und verschiedene extravagante Appetithäppchen stehen den Besuchern zur Verfügung. Die Atmosphäre ist fröhlich und entspannt und man kommt leicht mit anderen Kunstinteressierten ins Gespräch, die begeistert von den Werken schwärmen. Da lässt man sich doch gerne anstecken.