
7.700 Zuschauer sehen eine im Vergleich zum Wiesbaden-Spiel auf vier Positionen veränderte Rostocker Startelf. Noёl Alexandre Mendy und Ken Leemans kehren nach abgesessener Sperre in die Aufstellung zurück, Philipp Klement ersetzt Emil Rilke und zwischen den Pfosten der Gastgeber steht überraschenderweise weder Kevin Müller noch Routinier Jörg Hahnel, sondern Johannes Brinkies – hoffentlich keine weitere Baustelle, die Hansa-Trainer Marc Fascher damit aufreißt.

Nach einer Schnatterer-Ecke bekommt die Rostocker-Hintermannschaft den Ball in der 2. Minute nicht aus der Gefahrenzone, Michael Deutsche versucht es aus zwölf Metern, schießt die Kugel jedoch über die Latte.
Brenzliger wird es auf der Gegenseite. Heidenheim-Torwart Erol Sabanov läuft in der 7. Minute gefährlich weit aus dem eigenen Kasten und kann den Ball per Kopf nur unzureichend klären. Philipp Klement kann daraus jedoch kein Kapital schlagen, sein Schuss aus 20 Metern verfehlt das verwaiste Gästetor. Einen scharf getretenen Ball von Nico Zimmermann pariert Sabanov hingegen problemlos (9. Minute).
Glück haben kurz darauf die Rostocker, als Deutsche nach missglücktem Rückspiel zu Torhüter Brinkies für Gefahr im Strafraum der Hausherren sorgt. Nach einem schnellen Konter schickt Marc Schnatterer in der 14. Minute Michael Thurk auf die Reise, der aus zehn Metern an Brinkies scheitert und auch der Nachschuss von Schnatterer geht übers Tor hinweg.
Nach einer Leemans-Flanke streicht ein Kopfball von Johan Plat knapp am linken Pfosten vorbei (17. Minute), bevor sich kurz darauf Nico Zimmermann im Strafraum der Gäste durchsetzen kann. Sabanov kann den Versuch aus zehn Metern jedoch parieren und bekommt die Kugel im Nachfassen unter Kontrolle.

Zwei Minuten später hat Schnatterer die Chance zum Führungsausbau, scheitert von der linken Torraumecke aus jedoch knapp an Rostocks Schlussmann, sodass es mit dem Stand von 0:1 zum Pausentee geht.
Es sind noch keine zwei Minuten im zweiten Durchgang gespielt, als es im Strafraum der Rostocker erneut gefährlich wird. Erst trifft Deutsche den Ball nach einer Steilvorlage von Thurk nicht richtig (47. Minute), dann kann Brinkies einen Schuss von Schnatterer zur Ecke klären (48. Minute).
Mit Sargis Adamyan bringt Fascher einen dritten Stürmer, doch wenn Rostock torgefährlich wird, dann nur noch nach Standards, etwa in der 77. Minute, als Mendy den Ball nach einer Zimmermann-Ecke knapp über den Querbalken köpft.
Besser machen es drei Minuten später erneut die Gäste. Marco Sailer bedient Thurk, der abgebrüht erst Matthias Holst im Strafraum aussteigen lässt und den Ball dann ins lange Eck zum 0:2-Endstand schiebt.

Und so war die Partie gegen Heidenheim für Marc Fascher eines der „Bonusspiele“ gegen Favoriten, die auch mal verloren werden dürfen. „Demzufolge geht die Welt heute nicht unter, weil wir gegen eine absolute Spitzenmannschaft verloren haben.“ Anders sieht es am Mittwochabend aus, wenn Wacker Burghausen (35 Punkte, 8. Platz) zum Nachholspiel unter Flutlicht in der DKB-Arena zu Gast ist. „Da müssen wir punkten“, stellt der Hansa-Trainer klar.
Tore:
0:1 Leonhard Haas (38. Minute, Eigentor)
0:2 Michael Thurk (80. Minute)
Aufstellung, FC Hansa Rostock:
Johannes Brinkies (Torwart)
Noёl Alexandre Mendy, Tommy Grupe, Matthias Holst, Sebastian Pelzer
Ken Leemans, Leonhard Haas (Sargis Adamyan, ab 69. Minute)
Nico Zimmermann, Philipp Klement
Johan Plat, Collin Quaner
Fotos: Joachim Kloock