
10.800 Zuschauer sehen in der Osnatel-Aena eine im Vergleich zum Darmstadt-Spiel auf zwei Positionen veränderte Rostocker Startelf. Leonhard Haas ersetzt nach abgesessener Sperre Julien Humbert, Johan Plat muss auf der Bank Platz nehmen. Im Sturm setzt Hansa-Trainer Marc Fascher auf Sargis Adamyan und Tom Weilandt.
Von Zurückhaltung ist bei den Rostocker Gästen von Beginn an wenig zu spüren. Hansa präsentiert sich angriffslustig, stört die Hausherren früh in deren Hälfte und lässt dem VfL wenig Raum zum Spielaufbau. Nach einer Zimmermann-Ecke von rechts steigt Ken Leemans im Osnabrücker Strafraum am höchsten, köpft den Ball jedoch deutlich am Tor vorbei (6. Minute).

Auf der Gegenseite ist es Simon Zoller, der in der 32. Minute die größte Chance für Osnabrück hat. 25 Meter vor dem Tor der Rostocker fischt er sich nach einen Befreiungsschlag von Timo Beermann die Kugel aus der Luft, verzieht – bedrängt durch den spät nacheilenden Maurice Trapp – aus fünf Metern jedoch deutlich.
Zwingende Torchancen bleiben bis zum Pausenpfiff Mangelware und so verabschieden sich die Teams mit dem Stand von 0:1 zum Pausentee. Unverändert kommen beide Mannschaften aus den Kabinen zurück.

Statt den Ausgleich zu erzielen, macht Osnabrück den Gästen dann aber ein ganz besonderes Ostergeschenk. Etwas bedrängt von Tom Weilandt spielt Beermann einen Rückpass zu seinem Keeper Marcus Rickert, dem die Kugel nach einem groben Patzer durch die Beine ins Tor kullert (61. Minute).
Der VfL steckt jedoch keineswegs auf und baut ordentlich Druck auf. Erst verpasst Simon Zoller eine schöne Eingabe von Daniel Nagy nur knapp (62. Minute), dann vergibt Alexander Krük nach einem Eckball die Chance zum Anschlusstreffer, als sein Schuss von der linken Torraumgrenze aus weit übers Tor der Rostocker geht (63. Minute).
In der 69. Minute lässt der eingewechselte Jula die Lila-Weißen dann jedoch jubeln. Nach einer Flanke von Gaetano Manno hechtet er sich in den Ball und köpft aus acht Metern unhaltbar für Brinkies zum Anschlusstreffer ein.
Nur zwei Minuten später folgt sogar der Ausgleich. Als Trapp einen Schuss von Marcus Piossek blockt, ist sein Ellenbogen mit im Spiel. Schiedsrichter Dietz entscheidet auf Handelfmeter, den Timo Staffeldt sicher zum 2:2 verwandelt.
Die Partie ist wieder vollkommen offen und beide Teams haben Chancen in Führung zu gehen. Ein Beermann-Kopfball landet am linken Pfosten (73. Minute), auf der Gegenseite streicht ein Distanzschuss von Blum knapp über den Querbalken (84. Minute).

Auch wenn bei den Hansa-Treffern etwas Glück im Spiel war und einige Defizite nicht wegzureden sind, hat die Fascher-Elf an diesem Samstag ihre bis dato beste Rückrundenleistung abgeliefert. Umso bitterer ist die Niederlage in letzter Sekunde. Weiter geht der Kampf um den Klassenerhalt am kommenden Samstag, wenn mit Arminia Bielefeld der Tabellenzweite in der DKB-Arena zu Gast ist.
Tore:
0:1 Noёl Alexandre Mendy (16. Minute, Foulelfmeter)
0:2 Timo Beermann (61. Minute, Eigentor)
1:2 Emil Jula (69. Minute)
2:2 Timo Staffeldt (71. Minute, Handelfmeter)
3:2 Emil Jula (90+3. Minute)
Aufstellung, FC Hansa Rostock:
Johannes Brinkies (Torwart)
Noёl Alexandre Mendy, Matthias Holst , Maurice Trapp, Sebastian Pelzer (Michael Blum, ab 54. Minute)
Ken Leemans, Leonhard Haas
Emil Rilke (Julien Humbert, ab 90+1. Minute), Nico Zimmermann (Ben Zolinski, ab 65. Minute)
Sargis Adamyan, Tom Weilandt
Fotos: osnapix/Titgemeyer