
Ein besonderes Highlight war die Eröffnung der Ausstellung von Iris Thürmer in der Galerie wolkenbank mit dem Titel „20 Arten zu vergessen“.

Im Gegensatz dazu zeichnen sich die Werke von Iris Thürmer durch eine große Intensität, Tiefe und Dichte aus. Die Künstlerin aus Wolthof arbeitet mit vielschichtigen Bildern, die auch häufig durch Texte geprägt sind. Die Bilder, die in dieser Ausstellung zusammengetragen sind, unterscheiden sich jedoch ein wenig von ihren sonstigen Arbeiten. So gibt es mehr monochrome, leuchtende Farbflächen, die Dichte wurde zugunsten von einer luftigen und schwingenden Wirkung zurückgefahren.

Ein amüsantes Detail am Rande ist, dass nur 19 Bilder ausgestellt sind, obwohl der Titel „20 Arten zu vergessen“ lautet. Darauf angesprochen, sagt Iris Thürmer lächelnd: „Wir haben das 20. Bild einfach vergessen.“ Auch darin kann man vielleicht einen bewussten Prozess sehen, der zu den Arbeiten der Künstlerin passt. Durch das Übermalen und die verschiedenen Schichten kommen immer wieder Sachen durch, die man vielleicht schon vergessen hat. „Vergessen ist ein heilsamer Prozess. Dadurch, dass man neue Informationen aufnimmt, werden alte überschrieben“, so Thürmer.
„Die Bilder sind ein Augenschmaus für mich“ - mit diesen Worten eröffnete Holger Stark die Ausstellung. Zum ersten Mal gibt es auch einen ausstellungsbegleitenden Katalog, der in der wolkenbank erworben werden kann. Von Mittwoch bis Samstag, 14 bis 19 Uhr, können sich Kunstinteressierte die Bilder anschauen.