Surprise, Surprise! Heute hat es zur Abwechslung in Rostock ausnahmsweise mal – Ihr ahnt es schon – geschneit.
„Und täglich grüßt der Schnee“ möchte man meinen, in Anlehnung an die Filmkomödie aus den frühen Neunzigern. So langsam kann wohl jeder nachempfinden, wie sich Bill Murray als exzentrischer Wetterfrosch Phil Connors damals gefühlt haben mag, als er wieder und wieder denselben Tag erlebte.


Während bei unseren Nachbarn in Schleswig-Holstein der Unterricht morgen komplett entfällt, mag sich unsere Landesregierung nicht mehr zu solch globalen Entscheidungen durchringen. Im Landkreis Parchim fällt der Unterricht aus, andere Kreise haben sich bislang noch nicht entschieden. Vielleicht sollte man im Zuge der besseren Planbarkeit einfach die Winterferien um die paar Tage vorziehen? Nur so eine Idee …

Rodeln, den 11. Schneemann bauen oder zum 23. Mal eine zünftige Schneeballschlacht? Wie gut könnte man solch einen freien Tag doch nutzen und wenn es nur mit Ausschlafen ist!

Treffender als die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG), unser geliebtes städtisches Nahverkehrsunternehmen, kann man es wohl kaum zum Ausdruck bringen. „Anhaltender Schneefall überrascht Rostock“ lautet dort doch glatt die Bildunterschrift auf der Seite zu den „Verspätungen bei Bahn und Bus“. Surprise, Surprise - schrieb ich doch schon zu Beginn. Plötzlich war er da, der Schnee, überraschend und so vollkommen unerwartet - guten Morgen!

„Dass die Winterdienstkapazitäten der Hansestadt Rostock an ihre Grenzen gekommen sind“ konnte der Stab der Stadtverwaltung in seiner gestrigen Zusammenkunft erkennen.

gefahren geschlittert ist, dürfte sich in der Tat eher auf einer Bob-Bahn denn auf einer Straße gewähnt haben.
Dass viele Bewohner selbst verkehrswichtiger Straßen der Kategorie A in diesem Winter noch kein Räumfahrzeug zu Gesicht bekommen haben, dürfte dabei wohl nicht nur an der schlechten Sicht im Schneegestöber liegen. Das Winterdienstkonzept der Hansestadt zu überdenken, ist mehr als überfällig. Hoffen wir, dass dieser Gedanke bei steigenden Temperaturen nicht schneller vom Tisch gefegt wird als derzeit der Schnee von den Straßen.

Geht raus, genießt den Anblick und haltet ihn auf Zelluloid oder Speicherkarte fest!
Für Eure Kinder oder Enkelkinder, die möglicherweise nie mehr einen Grund haben werden, über solch ein Winterchaos zu meckern, aber eben auch keine Chance, solch ein Wintermärchen zu genießen.