
Zur gleichen Zeit fand in der Pumpe das Konzert von Panne und Bierhorst statt, welches zwischen all den Schreckensmeldungen und Bahnproblemen hoffentlich noch nicht ganz in Vergessenheit geraten ist. Bei dieser Gelegenheit hatte ich außerdem eindringlich auf Bierhorsts baldige Rückkehr hingewiesen, die es auf gar keinen Fall zu verpassen galt.

Mit entsprechend hohen Erwartungen stiefelte also auch ich abends in Richtung Stadthafen los. Eine viertel Stunde nach Einlass war von der befürchteten Menschenmenge vorm MAU nichts (mehr) zu sehen, die fairen Eintrittspreise sprachen aber auch für eine eher gemütliche Atmosphäre.
Bei dem Gedanken an „gemütlich“ hatte ich allerdings nicht an SO gemütlich gedacht, weshalb ich dann einigermaßen entsetzt war angesichts der vor der Bühne aufgestellten Stuhlreihen. Sitzplätze bei Konzerten erinnern mich immer an die Kirche zu Weihnachten und zählen für mich deswegen als absoluter Stimmungskiller. Zumindest hemmen sie maßgeblich die Bewegungsfreiheit, wenn ihr wisst, was ich meine.
Nach kurzer Verweildauer auf meinem selbst gewählten Platz an der Seite (ohne Stuhl) machte sich eine klamme Kälte im Zuschauerraum breit, mit der ich an der Garderobe leider noch gar nicht gerechnet hatte. Vielleicht wäre dort ein Schild „Nicht gleich alle wärmenden Kleidungsstücke abgeben!“ sinnvoll gewesen.


Das Liedmaterial der MONSTERS stammt vordergründig aus den Songbeständen der einzelnen Künstler, teilweise aus deren anderen Bands und vereinzelt wurden auch eigene Songs für diese Formation geschrieben. Dabei vertritt jeder der Künstler seinen eigenen Stil und wird bei seinen Liedern von den anderen Bandmitgliedern gesanglich wie instrumental begleitet und unterstützt. Die Bandbreite der dargebotenen Lieder ist dabei unermesslich – ironisch, frech, besinnlich, rockig, aber Hauptsache spaßig.

Die Pause vergeht ungewohnt schnell, danach geht es weiter mit dem „Sahnehäubchen auf dem Cocktail des Abends“, einigen sinnlichen Balladen. Zum großen Finale hin ziehen die MONSTERS als Zugabe mit Sitz-Pogo, Mitsingliedern und Mini-Akkordeon noch einmal alle Register. Viel zu schnell verfliegt die Zeit und das Konzert nähert sich dem Ende. Für alle Zuschauer und Bandmitglieder war es mit Sicherheit ein großartiger Auftakt der Februar-Tour, die keiner so schnell vergessen wird.