
Am späten Freitagabend sollten die Liedermacher Sven Panne und Rüdiger Bierhorst in der Pumpe auftreten. An diesen Auftritt konnte man hohe Erwartungen stellen, so heißt es doch, sie entließen ihr Publikum stets glücklicher als es gekommen wäre. Na davon wollte ich mich schon selbst überzeugen, dank des unerwarteten Erfolgserlebnisses vom Nachmittag schien der Tag aber ohnehin schon gerettet zu sein.

Für einen Künstler ungewöhnlich pünktlich erschien Rüdiger Bierhorst schließlich auf der Bühne und eröffnete das Programm mit einigen erheiternden Wochenendeinstiegsliedern. Mit seiner verstärkten Akustikgitarre und den einfallsreichen Texten war Bierhorst schon eine Show für sich und den zu zahlenden Eintrittspreis sicher auch allein Wert gewesen.

Nach einigen älteren Liedern wird Sven Panne zur Unterstützung mit auf die Bühne geholt. Der Kultpianist aus Hamburg konnte die eine oder andere Textunsicherheit seiner zweifellos charmanten deutschen Texte sympathisch überspielen und überzeugte auch sonst mit seinen Qualitäten am Klavier, das er mit Händen und Füßen zu spielen schien.
Nach etwa einer Stunde wurde eine Pause ein-gelegt, bei der draußen geraucht, Getränke nach-gefüllt und natürlich die CDs der beiden Künstler erworben werden konnten. Wie sich später herausstellt, sind die Pumpe-Gäste schlechte CD-Käufer. Panne wies aber nochmal ausdrücklich darauf hin, dass uns damit die Chance auf ein Stück Musikgeschichte entginge und sie so schnell zusammen nicht wieder nach Rostock kommen würden.

Nach dem Gastauftritt wurde das Programm von Panne und Bierhorst fortgeführt. Neben einigen Stimmungsliedern, die sie sowohl einzeln als auch gemeinsam und mit Hilfe des Publikums anstimmten, ging es mit Anbruch des neuen Tages ganz gemächlich auf die Zielgerade zu. Zum Schluss wurde von beiden Liedermachern ein letztes Lied angestimmt, welches „untopbar“ sein sollte und den Höhepunkt dieses Feuerwerks der Liedermachingkunst darstellte.