
Mit dem Ausstellungshaus war der Maler, der 1896 in Kiel geboren wurde, auf vielfältige Weise verbunden. So war er Präsident der Rostocker Ostsee-Biennalen und mehrfach schon wurde das Werk von ONH, wie er nach seiner Signatur auch kurz genannt wird, in der Kunsthalle ausgestellt.
„Evviva la pittura! – Es lebe die Malerei!“, so der Titel der Ausstellung, zeigt etwa 30 Werke aus 50 Arbeitsjahren. Die meisten Gemälde sind in Lüttenort entstanden, seinem Anwesen auf der Insel Usedom, wo er ab 1933 bis zu seinem Tod 1984 wohnte.

„Garten“ heißt auch ein Bild des Vaters, welches für ihn eine besondere Bedeutung hat. „Solche Licht- und Farbverhältnisse sind am schwierigsten zu malen. Da ist alles drin, was er zusammengetragen hat in seiner Malerei“, sagt der Sohn, der neben seinem Beruf als Augenarzt ebenfalls gern zum Pinsel greift.

Zum größten Teil stammen die Gemälde Otto Niemeyer-Holsteins aus der Rostocker Kunsthalle selbst. Aber auch Leihgaben aus Ahrenshoop, dem Gedenkatelier Lüttenort und Zürich bereichern die Ausstellung.
Noch bis zum 14. August kann „Evviva la pittura! – Es lebe die Malerei!“ besucht werden. „Wir haben sie über den Sommer gelegt, weil wir möchten, dass auch die Urlauber den für uns bekannten Künstler wahrnehmen“, sagt Kunsthallenbetreiber Jörg-Uwe Neumann. Auch Jugendliche möchte er mit den Bildern Otto Niemeyer-Holsteins erreichen.
Am Montag wird Kurator Dr. Ulrich Ptak im Rahmen des 3. Liederabends, den die Kunsthalle gemeinsam mit Musikern des Rostocker Volkstheaters gestaltet, durch die Ausstellung führen.