Rostock hat einen Radwegewart. Auf unseren Straßen ist es längst zur Normalität geworden, dass diese regelmäßig von Straßenwärtern kontrolliert werden. Das muss doch auch für Radwege möglich sein, hat man sich in der Stadtverwaltung gedacht und nun gibt es ihn, den ersten Rostocker Radwegewart.
Im Auftrag des Umweltamtes ist Peter Schmidt ab sofort als Radwegewart auf Rostocks Fahrradstrecken unterwegs. Schon seit gestern, erzählt Schmidt, auch wenn der Kilometerzähler noch auf Null steht. „Der Fahrradcomputer wurde erst heute angebaut, gute 50 Kilometer habe ich aber schon zurückgelegt.“ Heute stehen der Rostocker Nordwesten und Warnemünde auf seinem Plan.

Ausgerüstet mit Anhänger, Schaufel und Besen kann er kleinere Verschmutzungen sofort beseitigen. Größere Verschmutzungen, Wildwuchs oder Schäden am Belag hoffe man, mit seinen Meldungen schneller beseitigen zu können.
Bisher erfolge die Reinigung in festen Intervallen, sieht Umweltsenator Holger Matthäus hier Optimierungspotenzial. Verunreinigungen oder Schäden können dem Amt für Umweltschutz auch telefonisch gemeldet werden (Tel. 381-7305).


Neben seinen Kontrollaufgaben soll Peter Schmidt auch als mobiler Ansprechpartner für Fahrradtouristen dienen. Martin Elshoff vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) übergab ihm dazu gleich Stadtplan und Fahrradkarte.
Und wer jetzt meint, dass er den Namen und das Gesicht des ersten Rostocker Radwegewarts irgendwoher kennt, liegt vielleicht gar nicht so verkehrt: Peter Schmidt war früher Fan-Beauftragter beim FC Hansa Rostock und dürfte zumindest vielen Fußballfans aus dieser Zeit noch gut bekannt sein.