Japan, Australien, Dänemark, Kalifornien und zwischendurch Warnemünde – Marielle Heessels baut auf der ganzen Welt Sandskulpturen. In den nächsten zehn Tagen wird eines ihrer Kunstwerke am Pier 7 entstehen.
„Es wird der fliegende Holländer, der geisterhaft aus dem Nebel auftaucht“, erzählt die Niederländerin. Die ersten Spatenstiche sind getan. Am Morgen war der Beginn der Arbeit zur 10. Warnemünder Sandwelt mit einem Glas Sekt begossen worden. Das steht noch auf dem eckigen Sandhügel, während die Bildhauerin die ersten groben Formen im oberen Bereich herausschält. Zwischendurch fällt ihr Blick immer wieder auf ein Tablet, um die Entwicklung mit der Vorlage zu vergleichen.

Bereits auf der Anfahrt hat sich der Bildhauer, der auch mit Eis, Holz und Metall arbeitet, darüber den Kopf zerbrochen, was er mit dem Sand alles machen kann. Jetzt vor Ort will er sein Konzept noch einmal ändern, den Sand erforschend Neues ausprobieren. Das will er mit dem künstlerischen Leiter Othmar Schiffer-Belz noch abstimmen. Der ist an diesem sonnigen Karfreitag ein gefragter Ansprechpartner - nicht nur für die Künstler, sondern auch für die zahlreichen Besucher, die das Treiben an den Sandhügeln am Fuße des Kreuzfahrtschiffes MSC Poesia interessiert beobachten.
„Die Bilder von der Sandwelt gehen um die Welt“, erzählt er mit einem zufriedenen Blick auf die vergangenen neun Sandskulpturenausstellungen von Karls. Sie gehört einfach zu Warnemünde. Für die Kreuzfahrttouristen ist sie die erste Attraktion, wenn sie von Bord kommen.

Bis zum 3. November können sich die Besucher die kostenfreie Sandskulpturenausstellung ansehen.
Fotos von der Sandwelt 2019 in Warnemünde:

