Zum plötzlichen Wintereinbruch Anfang des Jahres durften sich viele Rostocker nicht nur über das Schneechaos, sondern auch über verspätete oder ganz ausbleibende Busse und Bahnen ärgern. Nun dürfen wir langsam auf Tauwetter hoffen und eine ähnlich schwierige Verkehrslage scheint diesmal den Autofahrern bevor zu stehen.


Anlässlich der geplanten Bauarbeiten wurde heute Morgen im Rathausanbau eine Pressekonferenz abgehalten, die sowohl über das Bauvorhaben als auch die Ausweichalternativen informieren sollte. Umwelt- und Bausenator Dr. Holger Matthäus, Heiko Tiburtius vom Tief- und Hafenbauamt, RSAG-Vorstand Wilfried Eisenberg und Manfred Rathert vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr waren ebenfalls zu dieser Konferenz erschienen.
Besonderes Augenmerk der zahlreichen Baumaßnahmen dürfte vor allem der Vorpommernbrücke zuteil werden, die in Rostocks Osten die L22 über die Warnow führt. Obwohl diese mit einer Zustandsnote von 2,5 noch vergleichsweise gut abschneidet, erfordern der schlechte Zustand von Widerlagern, Fahrbahndecke sowie das erhöhte Verkehrsaufkommen und der fehlende Standstreifen die Baumaßnahmen an der Brücke.

Während der Baumaßnahmen wird es zwar nicht zur Vollsperrung auf dieser Strecke kommen, durch die Reduzierung der Fahrstreifen und die verringerte Geschwindigkeitsbegrenzung wird die Durchlassfähigkeit der Straße aber doch außerordentlich stark vermindert werden. Darum wird allen Nutzern der Strecke dringend empfohlen, sich rechtzeitig auf die neue Situation einzustellen und Gedanken um Alternativen zu machen.
Neben einer Verkehrsentlastung über den äußeren Tangentenring oder den Warnowtunnel stellen auch alternative Verkehrsmittel Ausweichmöglichkeiten dar. Wilfried Eisenberg betont in diesem Zusammenhang natürlich die ökonomisch sinnvolle wie preislich günstige Nutzung von Bus und Bahn, die bei diesem Wetter (zumindest bei nicht zu viel Schnee!) immer noch angenehmer erscheint als das Umsteigen auf den Drahtesel.