„Ein Schupps in eine bessere, neue Zeit“ soll die Premiere von „Tommy“ nächsten Freitag sein, mit der die neue Spielzeit eröffnet wird, sagt Volkstheaterintendant Peter Leonard. Schon die Macher der fulminanten Abschlussveranstaltung der Olympischen Spiele vor ein paar Wochen verließen sich auf die erhebende Kraft der Rockoper und krönten die Show mit Tommy-Songs und einem Kurzauftritt der mittlerweile ziemlich hörgeschädigten Urgesteine von The Who. Nicht zuletzt mit Tommy hatte sich die britische Rockband in den Rockolymp geschossen, nachdem sie 1969 das Konzeptalbum veröffentlicht hatte.

Durch einen Mix aus deutscher und englischer Sprache verzichtet er auf Übertitelung und will doch sichergehen, dass die Besucher die sehr assoziative Musik und nicht gerade stringente Handlung des Bühnenstückes verstehen.
Es erzählt die Geschichte des jungen Tommy, der durch ein Kindheitstrauma stumm, blind und taub geworden ist. Zahlreichen Torturen wird er ausgesetzt, doch sein Leidensweg scheint beendet, nachdem er sein Talent für Flipperautomaten entdeckt und damit zu einem Idol avanciert.

Während viele Rollen von Schauspielern des Volkstheaterensembles übernommen werden, hat sich das Theater bei der Musik Verstärkung vom Landesverband für populäre Musik und Kreativwirtschaft (PopKW) geholt.
„Tommy ist die Fortsetzung der Zusammenarbeit zwischen PopKW und dem Volkstheater nach „Lange Straße Abbey Road“ mit 20 ausverkauften und fast ausverkauften Vorstellungen im Theater im Stadthafen“, erklärt Schauspielchef Jörg Hückler. Mit im Boot ist auch wieder das Institut für Neue Medien. Der Filmemacher Andreas Ehrig hat für „The Who’s Tommy“ Videos und Videoinstallationen produziert, die das Bühnenbild maßgeblich mitbestimmen sollen.

Fünf Gelegenheiten bietet das Volkstheater Rostock an den kommenden beiden Wochenenden dafür. Die Premiere ist am 7. September. Weitere Vorstellungen gibt es am 8., 9., 14. und 15. September jeweils um 19:30 Uhr im Großen Haus.