„Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage“ – an diese großen Dichterworte hat sich jetzt auch das Theater am Ring gewagt. Am Wochenende feiert seine Version von Shakespeares Hamlet an der Bühne 602 Premiere.
Die Tragödie vom dänischen Prinzen, der den Mord seines Vaters aufklären will, ist nicht das erste Stück des berühmten englischen Dramatikers und Dichters, welches von der freien Theatergruppe inszeniert wird. In den letzten 20 Jahren, so lange gibt es das Theater am Ring schon, brachte sie bereits Shakespeares „Romeo und Julia“ und „Was ihr wollt“ auf die Bühne.
Für das nächste Jahr ist die Komödie „Ein Sommernachtstraum“ geplant. Und auch der Hamlet ist nicht wirklich neu. Bereits vor einigen Jahren beschäftigte sich das Theater am Ring im „Hamletsyndrom“ mit dem klassischen Stoff und versetzte ihn in unsere Zeit.

„Als Lehrer merkt man, wie wenig Interesse da ist, sich mit Theaterstücken oder überhaupt mit Literatur auseinanderzusetzen,“ bedauert der 27-Jährige.
Dass der Name der alten Theaterstücke schon etwas Staub angesetzt haben könnte, schreckt den Laiendarsteller, der auch einen Jugendtheaterclub am Volkstheater leitet, nicht ab: „Wenn man sich Klassiker vornimmt und sie vielleicht auch selbst ein wenig modernisiert, kann man viel rausholen und zeigen, wie modern das Alte sein kann.“

Hamletinszenierungen gab es, seit die Tragödie 1602 erschienen ist, ja schon viele. Der ein oder andere hat das Stück vielleicht auch schon einmal auf der Bühne oder im Film gesehen. Trotzdem beansprucht auch die Rostocker 2010-Version Einzigartigkeit für sich.

Mehr als zwanzig Personen - Studenten, Auszubildende und junge Berufstätige - sind auf und neben der Bühne an der Inszenierung beteiligt. Mit zwei Besetzungen haben sie sich in den letzten beiden Monaten auf die Premiere von Hamlet am Wochenende vorbereitet.
Jeweils am 20. und 22. November führen sie die Tragödie zum ersten Mal auf. Beide Vorstellungen beginnen um 20 Uhr an der Bühne 602. Ein weiteres Mal ist Hamlet dort am 4. Dezember zu sehen.
In der Aula des Erasmusgymnasiums in Lütten Klein wird es am 3. und 10. Dezember jeweils um 19 Uhr Aufführungen geben.