
Eine ähnliche Ehre wird nun einem weiteren Mecklenburger Schriftsteller zuteil, denn mit der Gründung einer neuen literarischen Gesellschaft soll auch Uwe Johnson gebührend geehrt werden und in Rostock seinen festen Platz bekommen.
Zur Gründungsversammlung hatten sich deshalb einige literarische Größen der Hansestadt im Verwaltungsgebäude der Uni zusammengefunden, unter ihnen Uni-Rektor Prof. Wolfgang Schareck, Reiner Mnich vom Literaturhaus Rostock und Prof. Lutz Hagestedt vom Lehrstuhl Literaturwissenschaft. Moderiert wurde die Versammlung von Prof. Holger Helbig, ausgewiesener Johnson-Experte und Mitbegründer der Johnson-Jahrbücher.
Das Grußwort übernahm Prof. Wolfgang Schareck, der erst wenige Tage zuvor zum Rektor des Jahres gewählt worden war. Seiner Meinung nach sei Uwe Johnson der bedeutendste Schriftsteller Mecklenburgs, sodass die Gründung einer eigenen Gesellschaft nur gerechtfertigt wäre. Der Dichter sei außerdem tief in unserem Bundesland verwurzelt und hätte zwischen 1952 und 1954 sogar in Rostock studiert.

Unter einstimmigem Beschluss wurde nicht nur Prof. Holger Helbig, sondern auch Dr. Ulrich Fries zum Vorstand des Vereins ernannt. Dr. Fries, der in Kiel eine Holzgroßhandlung besitzt, hatte durch eine großzügige Stiftung die Uwe-Johnson-Stiftungsprofessur an der Uni Rostock erst ermöglicht.
Das Logo des Vereins soll das Bild einer Holzskulptur in Form einer Katze sein, die einst den Schreibtisch Johnsons zierte. Der Schriftsteller verglich die Erinnerung mit dem Wesen einer Katze, „unabhängig,
Die ersten Schritte der Gesellschaft sind bereits geplant. Zur Langen Nacht der Wissenschaften am 29. April sollen Filme gezeigt werden, in denen Johnson mitgewirkt hat und in denen er zu sehen ist. Ab dem 12. April wird das Peter-Weiss-Haus außerdem jeden Montag um 17.15 Uhr zu einer Lesung über den Schriftsteller einladen.