
Dieses „besondere Stück Rostock“, wie Oberbürgermeister Roland Methling es nannte, soll zu beiden Seiten der Neuen Warnowstraße entstehen. Geplant sind Geschäfts- sowie Wohnhäuser und ein Parkhaus. Das so genannte Petriviertel soll zwar modern werden, sich aber dennoch in das Stadtbild Rostocks einfügen. Schließlich werden diese Häuser in wenigen Jahren das erste sein, was Besucher, die aus östlicher Richtung kommen, von der Hansestadt zu Gesicht bekommen. Auf dem offiziellen Bauplan sind bereits einige Flächen mit „reserviert“ gekennzeichnet.

Nach einem 2009 erwirkten Baustopp einigten sich Stadt und Anwohner auf eine Geschwindigkeitbeschränkung von 30 km/h. Im September 2010 begannen dann die Bauarbeiten an der Neuen Warnowstraße. Einen Monat nach dem geplanten Termin konnte am heutigen Tag die Straße für den Verkehr frei gegeben werden. Wie Heinz Wessels (Strabag) bemerkte, sei diese Verzögerung nicht groß, wenn man bedenke, welches „Schietwetter“ an vielen Tagen geherrscht habe. Den Witterungen trotzend verlegten die Arbeiter 3.500 Quadratmeter Asphalt auf der ungefähr 550 Meter langen Straße.
Doch nicht nur Autos werden diesen Verbindungsweg bald nutzen können. Auch für die Fahrradfahrer wurde gesorgt. Jedoch nicht genug, wie Volker Schlotmann bemängelte. Die Verkehrsinseln in der Mitte seien zu klein und die Schranken vor dem Straßenbahnübergang zu schmal für Fahrräder mit Anhänger oder Rollstuhlfahrer.
Im nächsten Jahr soll der Grundstein für das Petriviertel gelegt werden. Bis dahin können Rostocker und Ortsfremde mit ihrem Auto oder dem Fahrrad schon einen wesentlichen Teil des Wohngebiets, nämlich die Neue Warnowstraße, ausprobieren. Und vielleicht entscheidet sich der ein oder andere bei seiner Fahrt für ein Haus „zwischen Altstadt und Warnow“.