
Sie informiert über die Geschichte und Gegenwart der sogenannten Russlanddeutschen, will Vorurteile gegenüber Immigranten abbauen und auf wichtige Aspekte der Integration hinweisen - all das auch im Rahmen von Schulprojekten, Erzählungen und Filmvorführungen, die zusätzlich für Schulklassen angeboten werden.


Man freue sich auch im Rostocker Ausländerbeirat und der Bürgervertretung über ihr Dasein und Engagement. Die Wanderausstellung sei eine wichtige Hilfestellung bei der Rückbesinnung auf die Wurzeln und das kulturelle Erbe der Russlanddeutschen und somit für diese selbst und für ihre Kinder von großer Bedeutung. Vorurteilen zum Trotz hat es beim Zusammenleben Einheimischer und Migranten auch in Rostock oberste Priorität, Gemeinsamkeiten zu suchen, zu erkennen und Unterschiede zu akzeptieren.
Als Zeichen der (Gast-)Freundschaft wurde den Rednern anschließend ganz traditionell Brot und Salz gereicht. Die Gäste kamen natürlich auch nicht zu kurz: Junge Mädchen in traditionellen Trachten reichten das Brot an alle weiter und boten zusätzlich jedem etwas zu trinken und eine Vielzahl liebevoll garnierter Häppchen an.
Die Eröffnung der Ausstellung „Volk auf dem Weg“ war eine ebenso interessante wie herzliche Veranstaltung. Da ist es richtig schade, dass die Ausstellung nur bis zum 5. März 2010 zu sehen ist. Sie wird an allen Tagen durch Führungen ergänzt. Am Mittwoch und Donnerstag werden im Börgerhus zusätzliche Veranstaltungen zur Thematik der Spätaussiedler geboten. Alles in allem ein Blick in die bewegte und bewegende Geschichte der Deutschen aus Russland, der sich durchaus lohnt.