

Tags darauf hatten die Fahrer dann die Wahl zwischen fünf verschiedenen Strecken. 54, 75, 115 sowie 160 Kilometer standen zur Auswahl und natürlich die Königsdisziplin, der 205 Kilometer lange Radmarathon. Darüber hinaus gab es auch noch eine Familientour mit einer Streckenlänge von 25 Kilometern. Gut 150 Radfahrer nahmen an der Rundfahrt teil, 48 davon am Marathon.
Den Schwierigkeitsgrad des Marathons ordnet Organisator Ulf Stuczynski im Mittelfeld an. Allerdings gibt er auch zu bedenken, dass „viele Fahrer, die nicht aus der Region stammen, die Schwierigkeit der Strecke unterschätzen“.
Denn die ist zwar relativ flach, aber die eine oder andere Steigung, die es in sich hat, haben die Organisatoren in der Strecke dann doch berücksichtigt, so etwa bei Kühlungsborn. Entsprechend überrascht über das holprige Profil der Strecke zeigten sich dann auch einige Fahrer. Außerdem muss man hierzulande natürlich immer mit ordentlichem Gegenwind rechnen, der das Vorankommen erheblich erschweren kann. Nichtsdestotrotz schafften einige der Marathon-Fahrer einen Schnitt von 36 km/h.

Den Veranstaltern geht es vielmehr um den Spaß am Radsport, um die Ausdauer und die Fitness. Viel wichtiger als die Zeiten sind die gefahrenen Kilometer, denn die bringen den Fahrern der RTF-Formel A Punkte. Dabei handelt es sich um eine Ausdauerwertung für Mitglieder in Vereinen des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR). Die Fahrer starten dazu nach eigenem Belieben bundesweit bei Radtourenfahrten und sammeln so das ganze Jahr über Punkte.
Einige Sonderwertungen wurden darüber hinaus von den Organisatoren vergeben. So durfte sich der Helmut Pittermann mit seinen 78 Jahren über eine Auszeichnung als ältester Teilnehmer im Feld freuen, während dem sechsjährigen Lukas Ibendorf die Ehre zu Teil wurde, der jüngste Fahrer im Feld gewesen zu sein. Pittermann bewältigte die Strecke über 54 Kilometer, Lukas Ibendorf nahm an der Familientour über 25 Kilometer teil.

Die Ulmenbande um Peter Spengler, die schon seit der ersten Warnow-Radtourenfahrt dabei ist, stellte mit fünf Teilnehmern dagegen das größte Team beim Radmarathon. Der vor kurzem 70 Jahre alt gewordene Spengler, war außerdem der älteste Marathonfahrer.
