Weihnachtsbaum ohne Weihnachtsmarkt
Auch wenn der Rostocker Weihnachtsmarkt in diesem Jahr Corona-bedingt ausfällt, wurde heute der traditionelle Tannenbaum auf dem Kröpeliner-Tor-Vorplatz aufgestellt
18. November 2020, von Olaf
Gemütlich über den Weihnachtsmarkt schlendern – das wird in diesem Jahr in Rostock nicht möglich sein. Die Corona-Pandemie hat den Organisatoren von der Großmarkt GmbH einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Zwischen dem 23. November und dem 22. Dezember sollte der Rostocker Weihnachtsmarkt in diesem Jahr eigentlich seine Pforten öffnen – vor allem Schausteller und Markthändler hatten auf ihre wichtigste Einnahmequelle des Jahres gehofft. Fünf eingezäunte Bereiche zwischen Neuem Markt und Fischerbastion sah das Hygiene- und Sicherheitskonzept der Veranstalter vor. Mit Maskenpflicht und einer begrenzten Anzahl von Besuchern sollte trotz Corona-Pandemie ein sicherer Weihnachtsmarkt in der Hansestadt ermöglicht werden. Dann kam der Wellenbrecher-Shutdown und machte alle Hoffnungen zunichte. Aufgrund der aktuellen Kontaktbeschränkungen wurde der Markt am 29. Oktober komplett abgesagt.
Ob es im Dezember vielleicht doch noch einzelne Buden oder Stände gibt, soll Ende des Monats anhand der aktuellen Corona-Lage entschieden werden, sagt Ulrich Kunze, Pressesprecher der Stadt. Zuvor möchte man abwarten, was auf der Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel nächste Woche entschieden wird. Aktuell sieht es jedoch nicht gut aus, so Kunze.

Weihnachtsbaum und Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt
Zumindest auf den traditionellen Weihnachtsbaum müssen die Rostocker aber auch in diesem Jahr nicht verzichten. Mit schwerer Krantechnik wurde der Festbaum heute Morgen auf dem Kröpeliner-Tor-Vorplatz gesetzt. Einen Tag später als ursprünglich geplant– aus organisatorischen Gründen konnte die Polizei den Schwertransporter gestern nicht begleiten. Bis Montag stand der Baum noch im Vorgarten eines Privatgrundstück in Göldenitz, wo er von der Loitzer Firma Pommern Natura abgenommen wurde. Eine Nordmanntanne, 21 Metern hoch und etwa 5,5 Tonnen schwer ist es in diesem Jahr, sagt Markmeister Ansgar Kastner. Damit ist der Weihnachtsbaum deutlich stattlicher als im vergangenen Jahr.
Im Laufe des Tages soll der Tannenbaum mit 3D-Glasfieberkugeln geschmückt werden, die am 23. November erstmals offiziell erstrahlen. Anschließend bleibt der Baum bis zum 30. Dezember auf dem Kröpeliner Tor-Vorplatz stehen. Auch die Innenstadt wird wie in den Vorjahren weihnachtlich beleuchtet.