Die Wildtier-WG im Darwineum des Rostocker Zoos wächst munter weiter. Gut eingelebt haben sich die beiden Jemenchamäleons (Chamäleon calyptratus), die im März 2011 geschlüpft sind. Die Tiere stehen unter Artenschutz und haben ihr Terrarium in der Tropenhalle gegenüber von den Zwergseidenäffchen bezogen.
Noch im Dezember wird ein Paar Weißhandgibbons erwartet. Nach der obligatorischen Übergangszeit in Quarantäne werden auch die tagaktiven Baumbewohner ihr Quartier im Darwineum beziehen.
Gut getarnt und eine schnelle Zunge

Mit ihren Augen, die sie um 360 Grad drehen können, sind sie fähig, bis zu einem Kilometer weit scharf zu sehen, ohne dafür den Kopf zu bewegen. In der Regel erreichen die Tiere eine Länge von 45 bis 60 cm und ein Alter von bis zu sechs Jahren.
Jemenchamäleons sind Kleintierfresser, vor allem Insekten werden in bekannter Chamäleonmanier mit der schnellen Zunge „erlegt“. Die Chamäleonzunge entspricht der Länge des gesamten Tieres einschließlich seines ausgerollten Schwanzes. Die Tarnungskünstler verschmähen aber auch kleinere Wirbeltiere bis zur Größe halbwüchsiger Mäuse nicht. Auf dem Speiseplan steht zudem pflanzliche Nahrung in Form von Blättern.
Quelle: Zoo Rostock