Der Pressetermin am Dienstag in der Universität Rostock war schon etwas ganz Besonderes. Im kleinen Rahmen, nur drei Vertreter der Presse waren erschienen, stellten Pressesprecher Ulrich Vetter und Rektor Wolfgang Schareck die Zusammenarbeit zwischen der University of Alabama in Huntsville (UAH) und der Uni Rostock vor. Dabei wurden sogar persönliche Fotos des Besuchs des Rektors in Huntsville gezeigt.

Dabei konnte schon ein sehr präziser Plan aufgestellt werden, in welchen sechs Bereichen Rostock und Huntsville zukünftig zusammenarbeiten werden.
Geplant sind gemeinsame Vorhaben in den Bereichen:- Astrophysik und Optik
- Systemengineering: Durch die Nähe und die enge Zusammenarbeit mit der NASA hat Huntsville hier einige sehr interessante Projekte geplant, die mit den Rostocker Fakultäten für Maschinenbau, Informatik, Schiffstechnik und Elektrotechnik bearbeitet werden können.
- Satellitengestützte Sicherheit: Hier ist vor allem geplant, die Überwachung des Ostseeraums zu verbessern. Die Zusammenarbeit erstreckt sich nicht nur zwischen den Universitäten, auch das Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik Kühlungsborn und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt sind beteiligt.
- Präventivmedizin: Dabei geht es um das sogenannte Nurseing, was den Stress in der Kranken- und Intensivpflege reduzieren soll. Ein gemeinsames Projekt ist schon angelaufen.
- Zusammenarbeit in der Studienrichtung HighTech Entrepreneurship
- Aufarbeitung von Aufzeichnungen der Wissenschaftler und Raketentechniker in Peenemünde während des Nationalsozialismus

Auch eine kulturelle Note hat die Zusammenarbeit von UAH und Rostock. So ist geplant, im Jahr 2012 ein gemeinsames Friedenskonzert in Peenemünde zu organisieren.
Die meisten gemeinsamen Vorhaben sind bisher nur Ideen, doch zeigt sich der Rektor optimistisch, dass diese auch weiter verfolgt werden. „Wir haben die Türen aufgemacht, jetzt müssen andere sie durchschreiten“, sagte er. Im Anschluss zeigte er noch einige Fotos seiner Reise. So wurde eine Vorlesung, die er auf Wunsch des Rektors dort gehalten hatte, wegen einer Tornadowarnung unterbrochen.
Das Foto 3 wurde uns freundlicherweise von der Universität Rostock zur Verfügung gestellt.