
Heute geht er schon mal mit den beiden Binturong-Brüdern Abang und Banu auf Tuchfühlung. „Angst habe ich nicht“, sagt er gelassen, bevor er das Gehege in der Nähe des Veranstaltungsplatzes betritt: „Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen.“ Als er dann zwischen den beiden Marderbären steht, wird deutlich, dass das Dirigieren seine Profession ist. Nur hat er heute statt seines Taktstockes und eines Orchesters eine Banane und zwei Binturongs, die ihm folgen.
Unterstützt wird er dabei von Kuratorin und Leiterin der Tierpflege Antje Zimmermann. Sie erklärt auch den Zusammenhang zwischen der Wahl der Tiere und dem Thema des Konzerts:
„Geografisch betrachtet, gibt es nicht viele Gemeinsamkeiten. Die Binturong stammen nicht aus Europa, sondern aus Asien. ,Donau Klänge' kann man vielleicht mit Kaffeehausatmosphäre in Verbindung bringen. Es gibt eine verwandte Schleichkatzenart die Kaffeebohnen frisst. Wenn diese wieder ausgeschieden werden, wird daraus sehr wertvoller Spitzenkaffee hergestellt.“

So können sich die Besucher der Klassik-Nacht auf drei Polkas mit den Titeln „Die Biene“, „Die Libelle“ und „Tarantel-Galopp“ freuen. Außerdem wird der Walzer „Die Schönbrunner“ von Lanner erklingen.
„Der Wiener Zoo in Schönbrunn ist der älteste Zoo der Welt“, erläutert Uwe Theimer seine Entscheidung. Neben den bekannten Walzermelodien der Familie Strauss werden auch die Komponisten der Wiener Klassik nicht fehlen. So wird die Norddeutsche Philharmonie Rostock auch Werke von Mozart, Beethoven und Haydn vortragen.
Die Erlöse aus der Klassik-Nacht kommen dem Darwineum mit der neuen Menschenaffenanlage des Zoos zugute. Ziel ist es unter dem Motto „Schaffen für die Affen“ bis 2012 ein neues Zuhause für die drei Orang-Utans Saba, Sunda und Assumbo zu bauen. Karten gibt es noch an den Vorverkaufskassen. Auch bei nassem Wetter ist für die Konzertbesucher gesorgt. Im Anschluss der „Donau-Klänge“ beginnt eine Mondschein-Expedition durch den nächtlichen Zoo.