

Aber bei der Klassik-Nacht des Rostocker Zoos hatte es bis auf die erste noch nie geregnet, zeigten sich die Mitarbeiter des Zoos optimistisch. Und auch in diesem Jahr blieb es trocken, schließlich hatte Nicholas Milton aus dem sonnigen Australien „auch das Wetter organisiert“. Bei Edward Elgars sanfter Enigma-Variation 9, die sich dann ins pathetische steigerte, zeigte sich auch die Abendsonne noch einmal gnädig und erleuchtete mit ihren goldenen Strahlen die hohen Baumwipfel rund um den Festplatz. Wie passend!
Zuvor war der Konzertabend schon mit dem vierten Marsch aus Elgars „Pomp and Circumstance“ eröffnet worden. Mit Fanfaren und Paukenklängen verbreitete Gustav Holsts „Jupiter“ aus seinem Orchesterwerk „die Planeten“ Aufbruchsstimmung. Bevor der klassische Teil mit einem Marsch von Eric Coates abgeschlossen wurde, konnte es sich der Dirigent nicht verkneifen, über einige Damen aus dem britischen Königshaus herzuziehen. Passend dazu erklang daraufhin die Ouvertüre aus der Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“ des deutschen Komponisten Otto Nicolai.
Nach der Pause wurden die „Britischen Klänge“ dann populärer. „The James Bond Theme“ von Monty Norman leitete eine Auswahl von Melodien aus den beliebten 007-Agentenfilmen ein. Arrangiert wurden sie von Nic Raine, der sich ebenfalls unter das Publikum gemischt hatte.

So wurden die „Britischen Klänge“ erst so richtig mit der letzten Zugabe perfekt: der beliebten englischen Hymne, dem ersten Marsch aus Edward Elgars „Pomp and Circumstance“. Die Besucher der 13. Klassik-Nacht spendeten ausgiebigen Beifall.

Wer nach dem Konzertabend immer noch nicht nach Hause gehen wollte, der hatte die Gelegenheit, an einer Mondschein-Expedition teilzunehmen oder den nächtlichen Zoo auf eigene Faust bis Mitternacht zu erkunden.
Wie in den letzten acht Jahren kamen auch die Einnahmen dieser Klassik-Nacht der Spendenaktion „Schaffen für die Affen“ zugute. 40.000 Euro brachte der Abend insgesamt dafür ein. Sie fließen in das Darwineum, einem Großprojekt des Rostocker Zoos, in dem unter anderem die Menschenaffen untergebracht werden sollen.