Neueste Nachrichten aus Rostock und Warnemünde

Neues Bettenhaus fürs Südstadt-Klinikum
Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock und das Klinikum Südstadt Rostock treiben die Zukunft ihres kommunalen Krankenhauses weiter voran: Die baulichen Vorbereitungen eines modernen Bettenhauses mit besseren Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden sollen noch in diesem Jahr starten. Bislang war eine Beteiligung des Landes Mecklenburg-Vorpommern geplant, doch angesichts der Dringlichkeit und veränderter Rahmenbedingungen haben Stadt und Klinikum entschieden, den Weg eigenständig zu gehen. Dank eines optimierten Baukonzeptes in Modulbauweise wird das Gesamtprojekt nun mit rund 40 Millionen Euro veranschlagt und soll schneller fertiggestellt werden als ursprünglich geplant. Der Baustart ist für das Frühjahr 2026 vorgesehen, die Fertigstellung bereits für 2027. Der Anbau ist Teil der längerfristigen medizinischen und baulichen Entwicklungskonzeption des städtischen Klinikums aufgrund steigender Patientenzahlen und Krankenhausleistungen sowie nicht mehr zeitgemäßer räumlicher Unterbringungsmöglichkeiten. Mehr Platz, mehr Komfort, kürzere Wege Das neue Bettenhaus wird mit vier Etagen und einem Technikgeschoss errichtet und direkt an das bestehende Hauptgebäude des Klinikums angebunden. Geplant sind vier moderne Stationen mit jeweils 40 Betten in großzügigen, hellen Zwei-Bett-Zimmern – alle mit eigenem Bad und deutlich mehr Platz für Patienten und medizinische Hilfsmittel. „Unsere Patientinnen und Patienten haben eine moderne und würdige Unterbringung verdient – genau das schaffen wir mit diesem Neubau. Gleichzeitig verbessern wir spürbar die Arbeitsbedingungen für unsere Fachpflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte“, betonte Rostocks Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger. „Dass wir als Stadt zusammen mit unserem Klinikum diese große Investition aus eigener Kraft stemmen, ist ein starkes Zeichen für die Zukunft des städtischen Gesundheitsstandortes Rostock.“ Ambulantisierung und Nachnutzungskonzept im Blick Mit dem Neubau wird das Klinikum keine zusätzlichen stationären Kapazitäten schaffen, sondern alte, baulich veraltete Stationen ersetzen. „Wir modernisieren konsequent und bereiten uns auf die Zukunft vor – ohne auf mehr Betten zu setzen. Ambulante und tagesklinische Angebote werden weiter an Bedeutung gewinnen“, sagt Dr. Chris von Wrycz Rekowski, Erster Stellvertreter der Oberbürgermeisterin und Senator für Finanzen, Digitalisierung und Ordnung. „Dieser Neubau sichert die Qualität unserer kommunalen Gesundheitsversorgung langfristig.“ Durch den Umzug von Stationen in das neue Bettenhaus wird Raum für die Verlagerung tagesklinischer und ambulanter Bereiche im Altbau frei. Insbesondere die tagesklinischen Angebote – wie Onkologie, Rheumatologie und Schmerztherapie – sollen im Anschluss konzentriert, aufgewertet und gestärkt werden. Geplante Fertigstellung 2027 – Bau im laufenden Betrieb „Die Modulbauweise ermöglicht es uns, das Projekt schneller zu realisieren und gleichzeitig Kosten zu reduzieren – trotz der allgemeinen Preissteigerungen im Bau“, erklärte Steffen Vollrath, Verwaltungsdirektor am Klinikum Südstadt Rostock. „Unsere Erfahrung mit komplexen Bauprojekten im laufenden Klinikbetrieb gibt uns Sicherheit: Auch dieses Vorhaben werden wir so umsetzen, dass die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten jederzeit gewährleistet bleibt.“ Aufgrund der Umstellung auf die preiswertere Modulbauweise kann der Neubau bereits 2027 in Betrieb genommen werden. Mit dem neuen Bettenhaus setzt das Klinikum Südstadt Rostock den nächsten Meilenstein seiner langfristigen Entwicklungskonzeption um und untermauert seine Rolle als leistungsstarkes kommunales Krankenhaus für Rostock und die Region. Im Zuge der Umsetzung dieser Planungen hatte das Klinikum seit 2020 bereits mehrere Bauprojekte, wie die Neugestaltung der Entbindungsstationen, den Anbau für das neue Herzkatheterlabor und den Hybrid-OP, eine Parkhausaufstockung, den Bau der neuen Zentralküche sowie die Erweiterung und Neugestaltung des Integrierten Notfallzentrums innerhalb kürzester Zeit erfolgreich umsetzen können. Demnächst findet das Richtfest für das neue Ärztehaus am Campus des Klinikums statt, welches von Rostocker Investoren errichtet und betrieben werden soll. Hintergrund: Warum ist ein Neubau notwendig? Der seit längerem geplante Neubau des Bettenhauses ist notwendig, um den erhöhten Raumbedarfen und den Ansprüchen einer zeitgemäßen stationären Versorgung der Patientinnen und Patienten Rechnung zu tragen und um die Arbeitsbedingungen für die medizinischen Teams zu verbessern. Die meisten der derzeitigen Normalstationsbetten, rund 70 Prozent, befinden sich im Altbau von 1965 und verfügen über recht kleine Patientenzimmer. Diese Bedingungen entsprechen nicht mehr den heutzutage üblichen Standards für eine adäquate Unterbringung und Hygiene. Zudem ermöglichen die nicht ausreichenden Bettenkapazitäten der Stationen keine größere Flexibilität in der Nutzung und bedingen erhebliche Laufwege insbesondere für die Ärzte-, Pflege- und Therapeutenteams. Hintergrund: Was ist im Neubau geplant? Die Planungen sehen die Errichtung eines Bettenhauses in Nord-Süd-Ausrichtung mit direkter Anbindung an das Klinikhauptgebäude vor, welches mit einem Kellergeschoss und vier Geschossen versehen wird. Das Kellergeschoss wird die Technikzentrale, die Bettenaufbereitung und Lagerbereiche aufnehmen. Im Erdgeschoss sowie den drei Obergeschossen sollen vier identische Stationen mit jeweils 40 Betten errichtet werden, wobei die hier neu gestalteten Patientenzimmer über deutlich größere Flächen und eigene Bäder verfügen werden und die Gestaltung der Stationen kurze Wege für das Klinikpersonal ermöglicht. Quelle: Klinikum Südstadt Rostock, Visualisierung: ATP Architekten Ingenieure
3. April 2025 | Weiterlesen
Forschungsprojekt: Autonome Warnow-Fähre
Wir wagen einen Blick in die Zukunft: Eine autonom fahrende Fähre, die die Fahrgäste über die Warnow bringt? Wäre das denkbar? Genau mit dieser Frage beschäftigt sich ein neues Forschungsprojekt rund um die Automation auf dem Wasser. Die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) hat gemeinsam mit dem Institut für Automatisierungstechnik der Universität Rostock Fördermittel des Bundes für ein Forschungsprojekt zur Automatisierung im Wasserverkehr eingeworben. Im Mittelpunkt steht die Elektrofähre „Warnowstromer“, die zwischen Gehlsdorf und Kabutzenhof im Ein-Mann-Fahrbetrieb unterwegs ist. Nach einer erfolgreichen Vorbereitungsphase startet das Projekt „Warnowstromer AI“ am 1. April 2025 offiziell und läuft bis zum 31. Dezember 2027. Das Forschungsprojekt wird mit rund 1,3 Millionen Euro von der Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen gefördert. „Das Projekt hat nicht zum Ziel, dass unser Warnowstromer am Ende ohne Schiffsführer über die Warnow gleitet. Dafür steckt das Thema autonomes Fahren auf dem Wasser noch zu sehr in den Kinderschuhen. Aber die E-Fähre ist ein ideales Testobjekt, um Daten zu sammeln für mögliche Automatisierungsansätze“, erklären die RSAG-Vorstände Yvette Hartmann und Jan Bleis. „Bei unserem Projekt geht es um die Erprobung und Validierung automatischer Assistenzsysteme auf dem Wasser. Die Fähre auf der Warnow ist für uns ideal, weil sie das ganze Jahr über im regulären Betrieb fährt und ein erfahrener Schiffsführer immer an Bord ist, um die Systeme zu überwachen“, erläutert Dr. Björn Kolewe vom Institut für Automatisierungstechnik der Universität Rostock. „Die gesammelten Daten helfen uns für die Weiterentwicklung entsprechender Assistenzsysteme, mit denen wir die Sicherheit erhöhen, die Effizienz eines Schiffes verbessern und das Personal entlasten können.“ Auch der zuständige Senator Dr. Chris von Wrycz Rekowski ist gespannt auf die Projektergebnisse: „Mit dem Schiffsneubau der Elektrofähre haben wir immer auch das Ziel verfolgt, ein besonderes Zeichen der Innovation und Modernität im Stadthafen zu setzen. Dass unser ‚Warnowstromer‘ nun selbst wortwörtlich zum Vehikel wissenschaftlicher Forschung wird, freut uns umso mehr. Die Zukunft des Fährverkehrs ist nicht nur emissionsfrei und klimafreundlich, sondern auch smart. Daran wirken wir gerne mit.“ Zahlreiche Herausforderungen auf dem Wasser Verglichen mit automatischen Systemen an Land unterliegen Automatisierungsanlagen auf Schiffen deutlich erhöhten Anforderungen: Es gibt ständig wechselnde Wellenbewegungen und Strömungsverhältnisse, andere Schiffe, schwimmende Personen, Vögel, Treibholz und auch unterschiedliche Wetterverhältnisse. All diese Einflüsse gilt es zu erfassen und zu analysieren. Im Rahmen des Forschungsprojektes wird auf der E-Fähre eine entsprechende Mess- und Rechnertechnik eingebaut. Die zahlreichen Sensoren erfassen u.a. das An- und Ablegeverhalten der Schiffsführer (z. B. Geschwindigkeit, Winkel beim Anlegen), Witterungsbedingungen wie Windrichtung und Temperatur sowie die Hindernisse auf dem Wasser. Dank dieser Daten kann die Software optimiert und die Sicherheit künftiger Assistenzsysteme verbessert werden. „Wenn das Projekt im Laufe des Jahres in der Umsetzungsphase angekommen ist, werden wir im Fahrgastraum der E-Fähre auch einen Bildschirm installieren, der den Streckenvorschlag fürs Anlegen von der Software im Abgleich mit den Echtdaten zeigt“, informiert Anke Krocker, Projektleiterin und Fährkoordinatorin bei der RSAG. Quelle: Rostocker Straßenbahn AG, Foto: Joachim Kloock
1. April 2025 | Weiterlesen
Verhandlungsergebnis im ÖPNV-Tarifstreit in MV
Nach teils mehrtägigen Warnstreiks im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Mecklenburg-Vorpommern wurde heute ein Verhandlungsergebnis für den Tarifbereich TV-N erzielt, wie die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi Nord) mitgeteilt hat. Rückwirkend zum 1. Januar 2025 sollen die Löhne und Gehälter der Beschäftigten um 2,5 Prozent, mindestens jedoch um 120 Euro, steigen. Die Laufzeit des Tarifvertrags beträgt 30 Monate (bis 30. Juni 2027). Insgesamt werden die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter während dieses Zeitraums in drei Schritten um 7,5 Prozent, mindestens jedoch um 360 Euro, erhöht. Für Berufseinsteiger als Busfahrer bedeutet dies lt. Verdi eine Steigerung um insgesamt 11,68 Prozent. „Das Verhandlungsergebnis ist ein Kompromiss, der sich sehen lassen kann, und wäre ohne die Streiks im Land sicher so nicht auf den Tisch gekommen. Wir werden dieses Verhandlungsergebnis nun in die Rückabstimmung geben, denn das letzte Wort haben unsere Mitglieder“, erklärt Sascha Bähring, Verhandlungsführer von Verdi Nord.
28. März 2025 | Weiterlesen
Kröpeliner Tor nach Fassadenschäden vorerst gesperrt
Das Baudenkmal Kröpeliner Tor in der Rostocker Innenstadt ist ab sofort für den Besucherverkehr geschlossen. Nach Hinweisen auf mögliche Schäden und einer ersten Sondierung der Fassade am Donnerstag, 20. März 2025, hat der Eigenbetrieb KOE Rostock als städtischer Immobilienverwalter jegliche Nutzung bis auf Weiteres untersagt. „Wir haben die Fassade mit Hilfe der Rostocker Berufsfeuerwehr in Augenschein genommen. Dabei hat sich der Verdacht bestätigt, dass es unter anderem Schäden im Giebelbereich gibt“, erklärt KOE-Betriebsleiterin Sigrid Hecht. Zum Schadensbild gehören fehlende Steine, ausgewaschene Fugen und abgeplatzter Putz. Um die Passanten vor eventuell herabfallenden Teilen zu schützen, wird das Kröpeliner Tor schnellstmöglich mit weiteren Absperrungen versehen. Freie Wege für Fußgänger und Rettungsfahrzeuge sind aber jederzeit gegeben. Im ersten Schritt erhält der Eingang zum Innenbereich einen schützenden Tunnel und das Tor wird eingerüstet. Vom Baugerüst aus ist eine detaillierte Schadenaufnahme möglich. Die Fassade wird kartiert, jeder Stein genau begutachtet. Anschließend können die weiteren Maßnahmen besprochen werden. Da lediglich die Außenfassade beschädigt ist, soll das Gebäude so schnell wie möglich wieder für die Nutzung freigegeben werden. Hier hat die Geschichtswerkstatt Rostock ihren Sitz. Quelle & Foto: Eigenbetrieb Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung der Hanse- und Universitätsstadt Rostock
21. März 2025 | Weiterlesen
Goetheplatzbrücke - Verkehrsfreigabe im Mai
Die Arbeiten an der Südseite der Eisenbahnbrücke sowie an der darunter verlaufenden Straßenbahntrasse schreiten voran. An den Straßenbahnanlagen wurde in den letzten Wochen die Befahrbarkeit wieder hergestellt und der Abnahmeprozess vorbereitet. Damit kann die Rostocker Straßenbahn AG den Betrieb am Dienstag, 1. April 2025, wieder aufnehmen. Die Verkehrsfreigabe unterhalb der neu errichteten Eisenbahnunterführung ist für Mai 2025 und die Fertigstellung der gesamten Brücke für Sommer 2025 vorgesehen. Aktualisierung, 28.03.2025: Der ursprünglich zum 1. April 2025 geplante Fahrplanwechsel anlässlich der Wiederinbetriebnahme der Straßenbahnverbindung unter der Goethebrücke muss auf Ende April verschoben werden. Grund ist ein plötzlich aufgetretener Schaden an einer Weiche, der das Rechtsabbiegen der Straßenbahnen am Schröderplatz Richtung Am Vögenteich nicht erlaubt. Diese Weiche kann erst wie seit langem geplant Ende April ausgetauscht werden. Bis dahin bleiben die jetzigen Linienführungen der Straßenbahn und die Verlängerung der Buslinie 25 bis zum Hauptbahnhof Süd bestehen. Auch die geringfügigen Fahrplananpassungen im Busbereich werden erst Ende April 2025 wirksam. Betroffen sind die Buslinien 31, 38, 39, X41, 45 sowie den Nachtbuslinien F1, F2, F3 und F4. Bereits ab 1. April 2025 bedienen die Buslinien 19 und 49 die neuen Haltestellen im Seehafen und die Fähre Gehlsdorf – Kabutzenhof ist auch an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 18 Uhr unterwegs. Quelle: DB InfraGO AG, Rostocker Straßenbahn AG
19. März 2025 | Weiterlesen
Feuerwehr Rostock stellt Jahresbericht 2024 vor
Die Feuerwehr Rostock hat ihren Jahresbericht 2024 vorgestellt. Mit 36.715 Einsätzen verzeichnete sie erneut eine steigende Einsatzbelastung. Besonders herausfordernd waren Großbrände, Gefahrstoffeinsätze und Verkehrsunfälle, die eine schnelle und präzise Reaktion der Einsatzkräfte erforderten. Gleichzeitig wurden gezielt Fahrzeugtechnik, digitale Einsatzkoordination und Spezialausbildung weiterentwickelt, um der zunehmenden Komplexität der Einsätze gerecht zu werden. Einsatzaufkommen und besondere Herausforderungen „Die Feuerwehr spielt eine zentrale Rolle für die Sicherheit in unserer Stadt. Stetig steigende Einsatzzahlen erfordern eine konsequente Weiterentwicklung der Strukturen. Unsere Rostocker Feuerwehr ist täglich gefordert, schnell und effizient auf unterschiedlichste Notfälle zu reagieren“, so der zuständige Senator Dr. Chris von Wrycz Rekowski. Zu den markanten Einsätzen des vergangenen Jahres gehörte der Brand auf dem Öltanker „Annika“ in der Ostsee, der ein koordiniertes Vorgehen mehrerer Einheiten erforderte. Auch der Großbrand bei der Stadtentsorgung Rostock, bei dem eine Lagerhalle mit mehreren Fahrzeugen und Geräten in Flammen stand, stellte eine besondere Herausforderung dar. Über 50 Einsatzkräfte arbeiteten daran, eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Ebenso fordernd war eine Explosion in einer Werkstatt, die zu erheblichen Schäden führte. Die Feuerwehr konnte den Brand unter Atemschutz eindämmen und eine weitere Gefährdung verhindern. Mehrere Gefahrstoffeinsätze, darunter der Austritt von Natriumchlorat aus einem Kesselwagen im Seehafen, machten den Einsatz spezialisierter Kräfte erforderlich. Neben diesen Großschadenslagen rückte die Feuerwehr Rostock zu zahlreichen technischen Rettungen nach Verkehrsunfällen aus. Mehrfach waren Personen in ihren Fahrzeugen eingeklemmt und mussten unter schwierigen Bedingungen befreit werden. Investitionen für eine leistungsfähige Feuerwehr Um auf die steigenden Anforderungen im Brandschutz und Rettungsdienst vorbereitet zu sein, wurden 2024 gezielt Investitionen getätigt. Ein neuer Einsatzleitwagen (ELW 2) wurde in Dienst gestellt, um die Koordination bei Großschadenslagen zu verbessern. Das Fahrzeug ermöglicht eine optimierte Einsatzführung und Kommunikation direkt vor Ort. Besondere Schwerpunkte lagen auch auf dem Rettungsdienst. Mit der Anschaffung mehrerer neuer Krankentransportwagen und Notarzteinsatzfahrzeuge wurde die Versorgung von Notfallpatienten weiter optimiert. Auch die Freiwilligen Feuerwehren in Rostock erhielten neue Einsatzfahrzeuge. Ein Löschfahrzeug und ein Tanklöschfahrzeug wurden übergeben, um die Einsatzbereitschaft in den Stadtteilen weiter zu stärken. Diese Fahrzeuge sind mit modernster Technik ausgestattet und ermöglichen eine noch effektivere Brandbekämpfung sowie technische Hilfeleistung. Ausblick 2025: Weiterentwicklung und Modernisierung Die Feuerwehr Rostock wird auch 2025 gezielt in ihre Weiterentwicklung investieren. Die kontinuierliche Ausbildung und Spezialisierung der Einsatzkräfte bleibt ein zentraler Bestandteil der Strategie. Ziel ist es, den steigenden Anforderungen durch eine noch bessere Vorbereitung auf komplexe Schadenslagen zu begegnen. Darüber hinaus wird die Modernisierung der Feuerwachen vorangetrieben. Neben baulichen Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen werden auch digitale Systeme zur Einsatzkoordination weiter ausgebaut. Eine leistungsfähige Infrastruktur ist entscheidend, um auch in Zukunft effizient und schnell auf Notfälle reagieren zu können. Ein weiterer Fokus liegt auf der Weiterentwicklung der Einsatzkonzepte. Die zunehmende Häufigkeit von Extremwetterereignissen, neue Gefahrenlagen und sich verändernde städtische Strukturen erfordern eine fortlaufende Anpassung der Einsatzstrategien. Der kommissarische Leiter des Amtes für Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz BOAR Michael Allwardt betonte, dass die Feuerwehr Rostock nur durch eine vorausschauende Planung und kontinuierliche Weiterentwicklung auf kommende Herausforderungen vorbereitet ist. „Die Feuerwehr ist ein zentraler Bestandteil der Daseinsvorsorge in unserer Stadt. Die steigenden Einsatzzahlen zeigen, dass unser Engagement und unsere Strukturen kontinuierlich angepasst werden müssen. Investitionen in Fahrzeuge, Technik und Ausbildung sind essenziell, um auch in Zukunft verlässlich für die Bevölkerung da zu sein.“ Dank an alle Einsatzkräfte und Ehrenamtlichen Senator Dr. Chris von Wrycz Rekowski und Michael Allwardt dankten den haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften für ihr Engagement. „Die Feuerwehr ist nur so leistungsfähig, weil sich täglich Menschen mit hoher Fachkompetenz und großem persönlichen Einsatz für die Sicherheit der Bevölkerung einsetzen“, so der Senator. Michael Allwardt hob die wichtige Rolle der Freiwilligen Feuerwehren hervor, die mit ihrem ehrenamtlichen Engagement einen unverzichtbaren Beitrag zum Bevölkerungsschutz leisten. Jahresbericht Quelle: Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Pressestelle
14. März 2025 | Weiterlesen
ÖPNV-Streik: Notfahrpläne bei RSAG und Rebus
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi Nord) hat von Montag, dem 17. März, bis zum Mittwoch, dem 19. März 2025, zu einem weiteren dreitägigen landesweiten Warnstreik im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Mecklenburg-Vorpommern aufgerufen. Anders als bei den vorherigen Warnstreiks wird die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) an den drei Streiktagen einen Notfallfahrplan einrichten, „um eine Grundversorgung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln im Rostocker Stadtgebiet sicherzustellen“, wie es vom Unternehmen heißt. Es handelt sich um ein sehr stark eingeschränktes Angebot mit begrenzter Kapazität, das insbesondere Fahrgästen dienen soll, die keine andere Möglichkeit der Mobilität haben. Für einen Straßenbahnverkehr steht aufgrund des Streiks nicht genügend Fahrpersonal mit entsprechender Fahrberechtigung zur Verfügung, daher wird es zwei Buslinien geben. Die Buslinie 49 fährt zwischen etwa 6 und 20 Uhr im 30-Minuten-Takt von Lütten Klein Zentrum über den Seehafen, das Dierkower Kreuz und den Stadthafen bis zum Kröpeliner Tor. Ein Schienenersatzverkehr (SEV) für die Straßenbahnlinien 5 pendelt ebenfalls im 30-Minuten-Takt zwischen der Mecklenburger Allee in Lichtenhagen und dem Markt Reutershagen. Damit sollen insbesondere Evershagen und Reutershagen angebunden werden, die vom SEV für die S-Bahn nicht angefahren werden. Die RSAG weist darauf hin, dass nicht jede Fahrt abgesichert werden kann. Folgende Haltestellen werden durch die Buslinie 49 bedient: Lütten Klein Zentrum S Lütten Klein Schmarl Zentrum Seehafen Fähre Am Seehafen Krummendorf Nord Bahnbetriebswerk Hafenbahnweg Urho-Kekkonen-Straße Albert-Schweitzer-Straße Jawaharlal-Nehru-Straße Martin-Luther-King-Allee Kurt-Schumacher-Ring Lorenzstraße Dierkower Kreuz Dierkower Damm Petridamm Stadthafen Lange Straße Kröpeliner Tor Folgende Haltestellen werden durch den SEV für die Straßenbahnlinie 5 bedient: Mecklenburger Allee Elmenhorster Weg Eutiner Straße Möllner Straße Rigaer Straße Lütten Klein Zentrum St. Petersburger Straße Helsinkier Straße Thomas-Morus-Straße Ehm-Welk-Straße Bertolt-Brecht-Straße Evershagen Süd Immendiek Reutershagen Reutershagen Markt Rebus bietet im Rahmen des Ersatzfahrplanes vom 17. bis 19. März regelmäßig Fahrten auf den Linien 102, 113, 119, 121, 201, 200/230, 202, 203, 250, 252 und 270 an. Auch die Rufbusregionen Tessin/Gnoien, Teterow, Krakow am See, Güstrow Land, Laage/Schwaan und Bützow Land werden weiterhin bedient. Die Busse der Linie 119 zwischen Warnemünde und Bad Doberan verkehren an den drei Streiktagen wie an Samstagen. Details des Ersatzfahrplans gibt es auf der Website von Rebus. Verdi fordert 430 Euro pro Monat mehr Die Gewerkschaft Verdi fordert für die Beschäftigten eine Erhöhung der Löhne um 430 Euro monatlich sowie eine jährliche Sonderzahlung in Höhe von 500 Euro für Verdi-Mitglieder bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeberseite hat folgendes Angebot vorgelegt: ab 01.01.2025 2,5%, mindestens 100 Euro ab 01.12.2025 2,5%, mindestens 80 Euro ab 01.12.2026 2,5%, mindestens 80 Euro ab 01.12.2027 2,5%, mindestens 80 Euro Die Laufzeit sollte 36 Monate (01.01.2025 bis 31.12.2027) betragen, lt. Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) wäre auch ein Abschluss für 30 Monate möglich gewesen. Verdi hat sowohl das Angebot als auch eine Schlichtung abgelehnt. Parallel zu den Warnstreiks soll unter den Gewerkschaftsmitgliedern eine Urabstimmung über unbefristete Streikmaßnahmen erfolgen.
14. März 2025 | Weiterlesen
Straßenbaustellen 2025 in und um Rostock
In diesem Jahr sind in Rostock und der Umgebung viele neue Straßenbauprojekte geplant. Wann und wo gebaut wird und mit welchen Einschränkungen Verkehrsteilnehmer rechnen müssen, zeigt der neue Baukalender für 2025, den Kommunen, Land und Bund heute gemeinsam vorgestellt haben. Innerstädtische Bauvorhaben in Rostock 2025 Verbindungsweg und Neubrandenburger Straße Die Bauarbeiten in der Neubrandenburger Straße sowie im Verbindungsweg haben bereits begonnen. Je nach Witterung soll der Verbindungsweg Ende Mai oder Anfang Juni wieder für den Verkehr freigegeben werden, so Heiko Tiburtius, Leiter des Rostocker Tiefbauamts. Dies sei besonders wichtig, da im Sommer weitere Baustellen geplant sind, für die der Verbindungsweg als Umleitungsstrecke benötigt wird. L22/Am Strande: Vollsperrung im August „Richtig knackig“, so Tiburtius, wird es für Verkehrsteilnehmer vom 11. bis 18. August 2025 auf der L22/Am Strande. Mit rund 45.000 Fahrzeugen pro Tag ist sie die wichtigste Ost-West-Achse der Hansestadt und zugleich die meistbefahrene Straße in Mecklenburg-Vorpommern. Im August wird sie westlich der Vorpommernbrücke für eine Woche voraussichtlich vollständig gesperrt. Grund für die Sperrung ist eine Gleiserneuerung der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG). Dabei kommt eine neue schotterlose Technologie („Feste Fahrbahn“) zum Einsatz, erklärt Tiburtius: „Das geht nur am Stück.“ Die Bauarbeiten sollen nach der Hanse Sail starten, aber noch vor dem Ende der Sommerferien abgeschlossen sein. „Den Verbindungsweg müssen wir bis dahin auf jeden Fall wieder freibekommen“, betont Tiburtius. Wie die Umleitung auf der westlichen Seite genau aussehen soll, ist noch unklar: „Das komplette Umleitungs- und Verkehrskonzept wird derzeit erarbeitet.“ Zwar könne die Warnowstraße genutzt werden, allerdings soll sie nicht als Hauptumleitungsroute ausgewiesen werden. Zusätzlich ist auf der L22/Am Strande zwischen Schnickmannstraße und Grubenstraße eine Erneuerung der Fahrbahndecke geplant. Groß Schwaßer Weg / Kopernikusstraße In der Gartenstadt wird die Fahrbahndecke im Groß Schwaßer Weg und in der Kopernikusstraße bis zur Tschaikowskistraße erneuert. Diese Strecke wird von vielen Autofahrern als Alternative zur gesperrten Rennbahnallee genutzt. Die offizielle Umleitung verläuft jedoch über den Barnstorfer Ring und den Trotzenburger Weg. Werftstraße und Schmarler-Damm-Brücke Seit fast zwei Jahren laufen die Bauarbeiten in der Werftstraße, wo Nordwasser den Abwasserkanal saniert. Mitte 2025 sollen diese Arbeiten abgeschlossen sein. Anschließend wird noch eine Gasleitung verlegt, bevor die WIRO als Erschließungsträger den Straßenbau übernimmt. Das Ziel: „Bis spätestens 2027 soll die gesamte Verkehrsanlage grundhaft ausgebaut sein“, so Tiburtius. Ab Ende 2027 wird die Schmarler-Damm-Brücke unter Vollsperrung abgerissen und erneuert. Die Werftstraße soll dann als Alternativroute für das Gewerbe- und Industriegebiet im Fischereihafen sowie in Schmarl dienen. KTV – Ulmenstraße, Fritz-Reuter-Straße und Ottostraße In der Kröpeliner-Tor-Vorstadt (KTV) geht der grundhafte Ausbau der Fritz-Reuter-Straße weiter. In der Ottostraße werden zwischen Mai 2025 und April 2026 Abwasserkanäle und Trinkwasserleitungen erneuert. Die Verkehrsfreigabe der Ulmenstraße sowie des Ulmenmarkts ist für das zweite Quartal 2025 geplant, anschließend sollen nur noch kleinere Restarbeiten erfolgen. Weidendamm und Toitenwinkler Allee Bereits begonnen haben die vorbereitenden Arbeiten für die Umgestaltung und grundhafte Erneuerung des Weidendamms. In der Toitenwinkler Allee wird die Fahrbahndecke im gesamten Verlauf erneuert und die Bushaltestellen werden barrierefrei ausgebaut. Rostocker Straße in Warnemünde Der grundhafte Ausbau der Rostocker Straße in Warnemünde soll rund 1,5 Jahre dauern. Nordwasser wird hier die Trinkwasserleitungen erneuern, während die Stadtwerke eine neue Fernwärmeleitung verlegen. Zusätzlich entsteht auf der westlichen Straßenseite ein Radweg. Der Baustart ist für das Frühjahr 2025 vorgesehen. Rövershäger Chaussee Für die Jahre 2025 und 2026 sind umfangreiche Bauarbeiten in der Rövershäger Chaussee geplant. Dabei wird jeweils eine Straßenseite saniert, während der Verkehr auf der anderen Seite gegenläufig geführt wird. Eine Herausforderung sieht Amtsleiter Tiburtius am Autobahnkreuz Rostock-Ost, das sowohl in nördlicher als auch in südlicher Richtung als Entlastungsroute für die Rövershäger Chaussee dienen soll. Die Auf- und Abfahrten befinden sich nicht mehr im besten Zustand. Bislang wurden jedoch noch keine Erhaltungsmaßnahmen als notwendig erachtet. Michael Eichert, Vertreter der Autobahn GmbH des Bundes, versicherte aber, dass mögliche Arbeiten so koordiniert werden sollen, dass sich die Bauprojekte von Stadt und Bund nicht in die Quere kommen. Autobahnen A19, A20 und Zubringer Auf der B103/Westzubringer zur A20 wird voraussichtlich zwischen September und November 2025 die Fahrbahndecke auf dem letzten Teilstück erneuert. Für den Bereich zwischen den Anschlussstellen Kritzmow und Reutershagen/Zoo sind rund drei Millionen Euro veranschlagt. Auf der A20 wird die Fahrbahndecke zwischen dem Autobahnkreuz Rostock und der Anschlussstelle Sanitz auf einer Länge von 6,5 Kilometern erneuert. Die Arbeiten sollen nach den Sommerferien 2025 beginnen und vor den Sommerferien 2026 abgeschlossen werden, so Michael Eichert. Aufgrund der Fahrbahnbreite sind nur drei Fahrstreifen möglich, sodass in der Gegenrichtung nur ein Streifen zur Verfügung steht. Bauprojekte im Landkreis Rostock Kreisstraße 112 – Vollsperrung zwischen Klein Schwaß und Tannenweg Die Bauarbeiten für die Kreisstraße 112 zwischen Klein Schwaß und dem Tannenweg sollen Anfang April 2025 beginnen und – nach einem „sportlichen Zeitplan“ – bis Dezember abgeschlossen sein, erklärt Matthias Tomas vom Landkreis. Auf einer Länge von 1.100 Metern werden Trink- und Regenwasserleitungen sowie der gesamte Straßenunter- und -oberbau erneuert. Die Straße wird für die Bauzeit voll gesperrt, die Umleitung erfolgt über die L10 und L141. Heiko Tiburtius betont, dass die Arbeiten bis Mitte 2026 beendet sein müssen, da die Stadt Rostock ab Oktober 2026 mit dem Abriss der Rennbahnbrücke beginnt. Ortsumgehung Elmenhorst (L12) Die Ortsumgehung Elmenhorst (L12) soll im dritten Quartal 2025 für den Verkehr freigegeben werden. Ursprünglich war die Fertigstellung bereits für Mitte 2024 vorgesehen. B105 – Fahrbahnerneuerung zwischen Gelbensande und Altheide Zwischen April und Juni 2025 wird auf der B105 die Fahrbahndecke zwischen Gelbensande und Altheide saniert. Knotenpunkt Dummerstorf (L39) Am Knotenpunkt Dummerstorf (L39) ist ebenfalls eine Deckenerneuerung für Juni 2025 vorgesehen. Insgesamt sollen 2025 in Mecklenburg-Vorpommern 174,2 Millionen Euro in Straßenbaumaßnahmen investiert werden. Davon entfallen 116,7 Millionen Euro auf Bundes- und 57,5 Millionen Euro auf Landesstraßen.
11. März 2025 | Weiterlesen
Über 100 Schiffe zur Hanse Sail 2025 in Rostock erwartet
Schon jetzt bläst der Wind kräftig in die Segel der 34. Rostocker Hanse Sail. Denn die ersten Höhepunkte für das diesjährige Event können verkündet werden. An Land wird es auf der Hauptbühne zur Primetime südamerikanische Rhythmen und Berliner Trommelgewitter geben und unter den rund 100 Schiffen, die wieder an Rostocks Kaikanten erwartet werden, befindet sich ein französischer Dreimaster mit olympischer Geschichte. Denn das Feuer, das 2024 die Olympischen Spiele von Paris eröffnete, wurde von Piräus nach Marseille an Bord jener Bark transportiert, die vom 7. bis 10. August im Rahmen der Hanse Sail in Rostock festmachen wird: Die „Belem“. Seit knapp 130 Jahren bereist das französische Schiff die Weltmeere und wird nun das erste Mal die Hanse- und Universitätsstadt besuchen. „Wir freuen uns sehr, ein solch beeindruckendes Schiff mit einer derart bewegenden Geschichte erstmals in Rostock begrüßen zu dürfen“, sagt Bettina Fust, Leiterin des Hanse Sail Büros. Dabei wird das Schiff nicht nur an der Kaikante liegen, sondern am Hanse-Sail-Samstag sogar im Rahmen einer sechsstündigen Ausfahrt auf der Ostsee ihre 22 Segel setzen. „Das ist es, was die Hanse Sail auszeichnet. Wann hat man schon mal die Möglichkeit, Seeluft an Bord eines solchen Schiffes zu schnuppern?“, so Fust. Tickets für die Ausfahrt sind von nun an unter hansesail.com erhältlich. Feuerwerk und französisches Buffet Auch Empfänge oder Firmenevents sind auf der Bark buchbar. „Am Donnerstag wird es zum Start der Hanse Sail auch wieder ein großes Feuerwerk über der Ostsee geben. Dies lässt sich auch an Bord der Belem erleben.“ Am Sail-Sonntag lädt die Crew dann mit einem französischen Buffet zum „Brunch mit Aussicht“. Wer das Schiff sogar im Rahmen eines Törns begleiten möchte, kann einen solchen von Göteborg nach Rostock vor oder von Rostock nach Bremerhaven nach der Hanse Sail buchen. Die „Belem“ bietet allen Gästen, die nicht die Möglichkeit zum Mitsegeln oder zur Teilnahme am Brunch haben, außerdem die Chance, an und unter Deck in die Geheimnisse seiner maritimen Vergangenheit einzutauchen. Tickets dafür werden ebenfalls unter hansesail.com angeboten. Ein mobiler Leuchtturm zur Hanse Sail Neben der „Belem“ werden zur diesjährigen Hanse Sail wieder über 100 Schiffe erwartet. Eines davon ist die „Elbe 1“. Das Feuerschiff lag jahrzehntelang als mobiler Leuchtturm in der Elbmündung, wurde 1988 außer Dienst gestellt und war vor etlichen Jahren bereits einmal auf der Sail dabei. Derzeit wird es auf der Werft in Stralsund überholt. Auch die „Gesine von Papenburg“ und der Dreimaster „Anny von Hamburg“, gebaut 1914, haben bereits Sail-Erfahrung und laden 2025 wieder zu Ausfahrten ein. Das gilt ebenso für die 57 Meter lange „Atlantis“ aus den Niederlanden. Die Barkentine ist 120 Jahre alt und bietet eine elegante Ausstattung bei historisch-authentischem Ambiente. Auch Ausfahrten mit diesen Schiffen sind bereits unter hansesail.com buchbar. Südamerikanische Rhythmen und Berliner Trommelgewitter Auch musikalisch bietet die Hanse Sail dem Publikum in diesem Jahr wieder eine breite Palette an Genres. Der Höhepunkt steht am Freitag auf dem Programm: Auf der Hauptbühne am Stadthafen wird die Band „Marquess“ zu Gast sein. Der Pop mit südamerikanischen Rhythmen stürmt seit 2006 regelmäßig die Single- und Albumcharts. Mit „Vayamos Companeros“ hatte die Gruppe 2007 ihren größten Hit. Bevor die Hannoveraner ihr Temprament auf der Bühne am Stadthafen ausspielen, heizen „Stamping Feet“ aus Berlin mit ihren spektakulären Drum-Performances die Stimmung nochmal gehörig an. Das vollständige Kulturprogramm wird im Frühsommer auf hansesail.com veröffentlicht. Quelle: Büro Hanse Sail, Foto: Pierre Bourras
6. März 2025 | Weiterlesen
Tarif-Verhandlungen im ÖPNV gescheitert – Streiks und Urabstimmung
Hier gibt es Informationen zum Notfahrplan von RSAG und Rebus. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi Nord) hat die Tarif-Verhandlungen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Mecklenburg-Vorpommern für gescheitert erklärt. Wie bereits angekündigt, sind an fünf Tagen landesweite Warnstreiks geplant. Parallel dazu soll unter den Gewerkschaftsmitgliedern eine Urabstimmung über unbefristete Streikmaßnahmen erfolgen. Nachdem Verdi die Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr an sieben Tagen zu landesweiten Warnstreiks aufgerufen hatte, bot der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) für heute einen neuen Verhandlungstermin an. Dieser führte jedoch nicht zu einer Einigung, wie die Gewerkschaft gerade mitgeteilt hat. Sie erklärte das Scheitern der Verhandlungen. „Der plötzliche vom KAV geforderte Verhandlungstermin war eine Farce. Wer so verhandelt und Streiks quasi bestellt, bekommt Streiks“, so Sascha Bähring, Verhandlungsführer von Verdi Nord. Warnstreiks am 13., 14., 17., 18. und 19. März 2025 Wie bereits Ende Februar angekündigt soll jetzt am 13., 14., 17., 18. und 19. März in Mecklenburg-Vorpommern ganztägig gestreikt werden. Im Raum Rostock sind sowohl die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) als auch die Regionalbus Rostock GmbH (Rebus) vom Streik betroffen. An den fünf Tagen entfallen bei der RSAG wieder sämtliche Fahrten auf allen Bus- und Straßenbahnlinien sowie auf der Fähre zwischen Gehlsdorf und Kabutzenhof. Regionalzüge sind nicht vom Streik betroffen, ebenso die Fährlinie der Weißen Flotte zwischen Warnemünde und Hohe Düne. Gleichzeitiger Ausfall der S-Bahnen aufgrund von Bauarbeiten Für Fahrgäste in Rostock werden die Streiktage besonders schmerzhaft, da vom 7. bis zum 21. März auf der S-Bahn-Strecke zwischen Warnemünde und dem Hauptbahnhof gebaut wird und es nur einen Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen gibt. Der SEV ist vom Streik zwar voraussichtlich nicht direkt betroffen, es dürfte aber einerseits sehr großer Andrang herrschen, andererseits bedienen die Busse nicht alle Haltepunkte. Die Stationen Holbeinplatz, Bramow, Marienehe und Evershagen werden nicht angesteuert, sodass komplette Stadtteile an den fünf Streiktagen nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. Unbefristete Streiks möglich Nach der Urabstimmung könnten „unbefristete Streikmaßnahmen in unterschiedlichsten Varianten“ folgen, so Bähring. „Wir geben der Arbeitgeberseite nochmals die Möglichkeit, uns bis zum 19.03.25 um 18:00 Uhr ein akzeptables Angebot vorzulegen.“ Verdi fordert 430 Euro pro Monat mehr Die Gewerkschaft Verdi fordert für die Beschäftigten eine Erhöhung der Löhne um 430 Euro monatlich sowie eine jährliche Sonderzahlung in Höhe von 500 Euro für Verdi-Mitglieder bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Lt. Gewerkschaft sei beim heutigen Termin versucht worden, „die Gehälter der höheren Lohngruppen auf Kosten der Busfahrer zu erhöhen“. Die Arbeitgeberseite hat folgendes Angebot vorgelegt: ab 01.01.2025 2,5%, mindestens 100 Euro ab 01.12.2025 2,5%, mindestens 80 Euro ab 01.12.2026 2,5%, mindestens 80 Euro ab 01.12.2027 2,5%, mindestens 80 Euro Die Laufzeit sollte 36 Monate (01.01.2025 bis 31.12.2027) betragen, lt. KAV wäre auch ein Abschluss für 30 Monate möglich gewesen. „Es bleibt dabei, die Forderung von ver.di von 430 EUR ist schlichtweg nicht leistbar. Die Arbeitgeber halten weder hin noch wollen sie, dass sie bestreikt werden“, erklärt KAV-Geschäftsführerin Carola Freier. „Die Gewerkschaftsforderungen bleiben überzogen und ver.di suggeriert seinen Mitgliedern, die Arbeitgeber hätten die Taschen voll. Das ist nicht so, vielmehr sind die kommunalen Kassen leer.“ Aktualisierung, 11.03.2025: Rebus bietet an den fünf Streiktagen einen Notfahrplan an, die Details des Ersatzfahrplans werden auf der Website veröffentlicht. „Es ist bedauerlich, dass Verdi trotz eines sehr guten Angebots der Arbeitgeber weiter auf einen Dauerstreik setzt“, äußerte Thomas Nienkerk, Geschäftsführer der rebus Regionalbus Rostock GmbH, sein Unverständnis über die erneute Eskalation des Tarifkonflikts. „Dieser Streik trifft nicht nur die Verkehrsunternehmen, sondern vor allem die Fahrgäste – Pendler, Schüler, Patienten und alle, die auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind. Wir setzen uns trotz schwieriger Rahmenbedingungen für einen attraktiven und zuverlässigen Nahverkehr ein. Doch diese Bemühungen werden durch die fortgesetzten Streiks konterkariert.“ Aktualisierung, 12.03.2025: Nach Rebus bereitet jetzt auch die RSAG einen Notfahrplan für die Tage ab Montag, dem 17. März, vor. Die RSAG appelliert an die Streikenden, arbeitswillige Kollegen nicht unfair unter Druck zu setzen bzw. an der Arbeitsaufnahme zu hindern und bittet die Fahrgäste um Verständnis für die entstehenden Unannehmlichkeiten. „Die Vorstände der RSAG, Yvette Hartmann und Jan Bleis, verweisen darauf, dass seitens des Kommunalen Arbeitgeberverbandes bereits am 6. März ein nochmal verbessertes Angebot vorgelegt wurde, das den Forderungen der Gewerkschaft weit entgegenkommt und absolut an die Grenze des finanziell Machbaren geht. So sollen die Beschäftigten bereits in diesem Jahr in zwei Schritten 180 Euro mehr Gehalt pro Monat und insgesamt 340 Euro über eine Laufzeit von 36 Monaten erhalten. Das entspricht einer Gehaltssteigerung von über 10 Prozent für Fahrerinnen und Fahrer“, heißt es in einer Stellungnahme des Unternehmens. „Dass Verdi auf dieser Grundlage nicht einmal zu einer von den Arbeitgebern vorgeschlagenen Schlichtung bereit ist und stur an ihrer Maximalforderung festhält, ist nicht zu verstehen.“
6. März 2025 | Weiterlesen
Weidendamm in Toitenwinkel wird umgestaltet
Ab Montag, 10. März 2025, sollen unter Vollsperrung die Bauarbeiten am Weidendamm in Toitenwinkel beginnen. Von der Krummendorfer Straße bis zur Kreuzung Lindenallee/Toitenwinkler Allee wird die Straße grundhaft saniert. Dabei wird der derzeitige Kreuzungsbereich zu einem Kreisverkehr umgebaut und in der Mitte begrünt. Weiterhin wird der straßenbegleitende Gehweg barrierefrei gestaltet und ebenfalls erneuert. Die Bushaltestellen „Weidendamm“ und „Zum Schäferteich“ sollen im Rahmen der Maßnahme ebenfalls umgestaltet werden. In Höhe der Haltestelle „Zum Schäferteich“ wird zudem die Fahrbahn mit einem Schutzstreifen zum sicheren Überqueren beider Fahrspuren geteilt. Mit Baubeginn kommt es zu einer Vollsperrung des Weidendamms für Autofahrer und Fußgänger. Laut RSAG wird die Buslinie 45 aufgrund von Bauarbeiten in den Straßen Weidendamm und Toiten-winkler Allee umgeleitet. Die Busse starten und enden an der Haltestelle U.-Kekkonen-Straße. Die Busse werden in Richtung Weidendamm ab der Haltestelle A.-Schweitzer-Straße über die S.-Allende-Straße in die U.-Kekkonen-Straße umgeleitet. Die Haltestellen „Zum Schäferteich“ und „Wei-dendamm“ entfallen in beiden Richtungen ersatzlos. Die Nachtbusse der Linie F2 verkehren in beiden Richtungen regulär. Die Haltestelle „Zum Schäferteich“ entfällt. Die Einschränkungen gelten bis auf Weiteres. Die Arbeiten am Weidendamm dauern voraussichtlich bis September 2025 an. Die Sanierungskosten der Maßnahme belaufen sich auf ca. 2,8 Mio. Euro. Davon werden etwa 2,5 Mio. € durch die Städtebauförderung getragen, die zu einem Drittel von Bund, Land MV und der Kommune finanziert wird. Die weiteren Kosten werden durch die Stadt übernommen. Die Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau mbH (RGS) ist im Rahmen der Städtebauförderung unter anderem für das Fördergebiet Toitenwinkel tätig und steuert die Baumaßnahmen im Gebiet. Die Planungen der Sanierungsarbeiten wurden durch die Veaplan Rostock GbR übernommen. Die Bauarbeiten werden durch die Groth & Co. Bauunternehmung GmbH mit Sitz in Rostock ausgeführt. Mit Abschluss der Arbeiten am Weidendamm erfolgt im Auftrag des Tiefbauamtes eine Deckenerneuerung der Toitenwinkler Allee. Quelle, Foto & Lageplan: Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau mbH
6. März 2025 | Weiterlesen
S-Bahn zwischen Hauptbahnhof und Warnemünde fällt aus
Von Freitag, dem 7. März, 4:00 Uhr, bis zum 21. März 2025, 1:00 Uhr, kommt es zu einem vollständigen Ausfall der S-Bahnen S1, S2 und S3 zwischen dem Rostocker Hauptbahnhof und Warnemünde. Hintergrund sind Arbeiten zur Inbetriebnahme der Leit- und Sicherungstechnik für das neue elektronische Stellwerk (ESTW) Rostock-Bramow. Die Intercity-Fernzüge von bzw. nach Warnemünde sind ebenfalls betroffen, sie beginnen bzw. enden am Hauptbahnhof Rostock. Die Deutsche Bahn richtet einen Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen ein. Diese fahren jedoch nicht alle S-Bahn-Haltepunkte an. Fahrpläne und Taktzeiten des Schienenersatzverkehrs orientieren sich an den Zeiten der S-Bahnen, Fahrgäste müssen jedoch mehr Zeit einplanen. Während die S-Bahn vom Hauptbahnhof bis nach Warnemünde lediglich 21 Minuten benötigt, sind es bei den SEV-Bussen planmäßig 37 Minuten – vorausgesetzt die Busse stehen nicht im Stau, der durch die gesperrte Rennbahnallee vor allem im Hansaviertel droht. Um die Fahrzeit schaffen zu können, werden allerdings – wie bereits im November/Dezember des vergangenen Jahres – nicht alle S-Bahn-Haltepunkte bedient. Von der Parkstraße fahren die Busse durch die Hamburger Straße und über die Stadtautobahn direkt zur Haltestelle Lütten Klein. Die Stationen Holbeinplatz, Bramow, Marienehe und Evershagen werden nicht angesteuert. Fahrgäste müssen auf die Straßenbahnen oder Busse der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) ausweichen. Paralleler Streik bei der RSAG droht Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) hat für den 13., 14., 17., 18. und 19. März zu landesweiten Warnstreiks im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) von Mecklenburg-Vorpommern aufgerufen. In Rostock wären die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) sowie Rebus betroffen. Heute (6. März) gibt es eine weitere Verhandlungsrunde zwischen Gewerkschaft und Kommunalem Arbeitgeberverband (KAV). Sollte es zu keiner Einigung kommen, werden die Warnstreiks am 13. März fortgesetzt, hat Verdi angekündigt. Dann dürften nicht nur die SEV-Busse voll werden. Bramow, Marienehe und Evershagen wären an den Streiktagen komplett vom Nahverkehr abgeschnitten. Verdi hat die Tarifverhandlungen im ÖPNV in MV für gescheitert erklärt. Die ganztägigen Warnstreiks am 13., 14., 17., 18. und 19. März 2025 sollen wie geplant stattfinden, anschließend könnte ein unbefristeter Streik folgen. Information von DB Regio Nordost und Ersatzfahrplan des SEV
6. März 2025 | Weiterlesen
Eisbärenzwillinge Kaja und Skadi ziehen nach Tallinn
Nach über drei Jahren in Rostock heißt es bald Abschied nehmen: Die beliebten Eisbärenzwillinge Skadi und Kaja werden auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) in den Zoo Tallinn nach Estland umziehen. Die beiden Weibchen, die am 14. November 2021 im Zoo Rostock geboren wurden, sind mittlerweile 204 kg (Skadi) und 256 kg (Kaja) schwer und bereit für den nächsten Schritt. Bis spätestens Ende März werden sie ihr neues Zuhause beziehen. Bis dahin können die Besucherinnen und Besucher Skadi und Kaja noch im Zoo Rostock erleben und sich von ihnen verabschieden. Der Abschied wird sicher für das Zooteam und alle, die die beiden Eisbären seit ihrer Geburt begleitet haben, ein sehr emotionaler Moment. „Es ist immer schwer, sich von Tieren zu verabschieden, die einem so ans Herz gewachsen sind. Doch wir wissen, dass sie in Tallinn beste Bedingungen vorfinden und dort weiterhin als Botschafterinnen ihrer Art für den Schutz der Eisbären sensibilisieren“, betonte Zoodirektorin Antje Angeli. Auch in der Wildnis verlassen junge Eisbären ihre Mutter, sobald sie etwa zwei bis drei Jahre alt sind. Der Abschied von Skadi und Kaja spiegelt somit ihr natürliches Verhalten wider und ist ein wichtiger Schritt in ihrer Entwicklung. Kaja und Skadi waren der erste Nachwuchs von Eisbärin Sizzel (10) und Eisbärenmann Akiak (10) und im Polarium, das 2018 im Zoo Rostock eröffnet worden ist. Ein neues Zuhause im Tallinner Polarium Der Zoo Tallinn wurde 1939 gegründet und beherbergt seit den 1980er Jahren Eisbären. Die moderne Eisbärenanlage des Zoos wurde 2017 eröffnet und ist vergleichbar mit dem Polarium des Zoos Rostock und hat sogar den gleichen Namen. Die beiden dort lebenden jungen Eisbärinnen Inuk und Imaq stammen ursprünglich aus dem Zoo Aalborg in Dänemark. Sie wurden im Dezember 2019 geboren und sind die Nachkommen der Eisbären Malik und Nord. Im Jahr 2024 sind sie in den Zoo Tallinn in die neue Eisbärenanlage umgezogen. Der Zoo Tallinn befindet sich in einem langfristigen Modernisierungsprozess, bei dem alte Gehege durch moderne Anlagen ersetzt werden, um den Tieren artgerechte Lebensräume zu bieten. Im Jahr 1989 wurde der Zoo Tallin als erster in der ehemaligen Sowjetunion Mitglied der World Association of Zoos and Aquariums (WAZA). Engagement für den Schutz der Eisbären Seit 2017 ist der Zoo Rostock offizielles Arctic Ambassador Center von Polar Bears International (PBI), einer weltweit führenden Organisation zum Schutz der Eisbären und ihres Lebensraumes. Durch Forschung, Aufklärung und Schutzmaßnahmen setzt sich PBI für den Erhalt der bedrohten Tierart ein. „Eisbären sind eine der Tierarten, die am stärksten vom Klimawandel betroffen sind. Unsere Arbeit im Zoo Rostock ist daher weit mehr als nur Haltung – wir engagieren uns aktiv für den Schutz dieser faszinierenden Tiere und ihres Lebensraumes“, unterstrich die Zoodirektorin. Mit nur noch rund 26.000 wildlebenden Eisbären weltweit schrumpft ihre Population drastisch, da das Meereis schmilzt und ihre Jagdmöglichkeiten abnehmen. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft die Eisbären deshalb als gefährdet ein und geht davon aus, dass ihre Zahl bis 2050 noch einmal um mehr als 30 Prozent abnehmen wird. Der Zoo Rostock unterstützt konkrete Artenschutzprojekte von Polar Bears International aus dem Freiwilligen Artenschutzbeitrag und klärt seine Besucherinnen und Besucher über die Bedrohungslage sowie Förder- und Mitmachmöglichkeiten auf. Wie geht es in Rostock weiter? Nach dem Umzug von Kaja und Skadi ist geplant, die verbleibenen drei Weibchen – Sizzel, Lili (9) und Noria (9) – zusammenzubringen und auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms ein Männchen aufzunehmen, um künftig wieder eine Zuchtmöglichkeit zu schaffen. Damit wird die lange Tradition der erfolgreichen Eisbärenhaltung im Zoo Rostock fortgeführt. Seit 1956 wurden hier insgesamt 37 Eisbärenjungtiere aufgezogen. Hintergrund Eisbären im Rostocker Zoo Für den Zoo Rostock hat die Eisbärenhaltung eine lange und erfolgreiche Geschichte. Seit 1956 leben Eisbären im Zoo Rostock. Am 17. Dezember 1963 wurden die ersten beiden Eisbären als Zwillingspärchen geboren. In Rostock sind bislang insgesamt 37 Eisbärenjungtiere aufgezogen worden, darunter eine Handaufzucht. Aktuell leben fünf weibliche Eisbären im Zoo Rostock: Lili, Noria, Sizzel, Skadi und Kaja. Laut Internationalem Eisbärenzuchtbuch, das der Zoo Rostock seit 1980 führt, gab es Ende 2023 insgesamt 267 Eisbären (117 Männchen, 150 Weibchen,) in 114 Zoos weltweit. Quelle: Zoo Rostock
4. März 2025 | Weiterlesen
Rostocks Haushalt rutscht 2024 deutlich ins Minus
Die Stadtverwaltung hat jetzt der Bürgerschaft einen Bericht zur vorläufigen Finanzrechnung 2024 vorgelegt. Für das abgelaufene Jahr weist das Ergebnis im Finanzhaushalt der Stadt – nach Tilgung von Krediten in Höhe von 10 Mio. Euro – ein Defizit von 40,9 Mio. Euro aus. Im Haushaltsplan vorgesehen war ursprünglich ein Minus von 35,3 Mio. Euro. „Auch wenn das Ergebnis durch einige verspätete Zahlungseingänge nach unten verzerrt wurde, ist dies der schlechteste Jahresabschluss seit 2004. Die bundesweite Krise der Kommunalfinanzen ist damit endgültig auch in unserer Stadt angekommen“, so Finanzsenator Dr. Chris von Wrycz Rekowski. „Steigende Soziallasten, hohe Tarifabschlüsse, dazu die lahmende Wirtschaft: Diese negativen Einflussfaktoren können wir aus eigener Kraft nicht mehr länger ausgleichen. Unsere angesparten Überschüsse aus den letzten Jahren werden daher schon Mitte 2025 aufgebraucht sein, und wir werden vorerst wieder Kassenkredite benötigen, um unsere laufenden Ausgaben zu finanzieren.“ Die Ursachen für das negative Ergebnis sind vielfältig und liegen kaum im Einflussbereich der Kommune. Stark gestiegene Ausgaben im Sozial- und Jugendhilfebereich sowie Personal- und Sachkostensteigerungen stehen zuletzt geringeren Einzahlungen aus Steuern und Zuweisungen durch nach unten korrigierte Bevölkerungszahlen und Konjunkturprognosen gegenüber. Dazu sind im „Konzern Rostock“ die Gewinnausschüttungen aus den kommunalen Unternehmen rückläufig, während ihr Finanzbedarf zunimmt. „Natürlich tun wir im Rahmen unserer Möglichkeiten alles, um gegenzusteuern. Dabei schauen wir zuerst auf die Verwaltung selbst, auf Effizienz, Personal, Mietkosten, auf Verbräuche an Material und Energie. Diese Spielräume wollen und müssen wir nutzen, damit wir das Niveau unserer freiwilligen Leistungen auch mittelfristig halten können. Für eine echte Besserung der Lage brauchen wir aber eine grundsätzliche Neuordnung der Kommunalfinanzen, so wie aktuell auch vom Deutschen Städtetag gefordert“, unterstreicht Senator Dr. von Wrycz Rekowski. Neben diesen Schwierigkeiten bei den laufenden Ein- und Auszahlungen enthält der Finanzbericht auch einen positiven Aspekt: So ist es der Kernverwaltung im abgelaufenen Jahr 2024 gelungen, Investitionen im Wert von 112,8 Mio. Euro umzusetzen. Diese Zahl liegt weit über dem Durchschnitt der Vorjahre und stellt einen neuen Bestwert dar. In Kombination mit der beständigen Investitionstätigkeit des städtischen Immobiliendienstleisters KOE konnten somit erhebliche Fortschritte in der Sanierung und im Ausbau der städtischen Infrastruktur erzielt werden. Bericht zur vorläufigen Finanzrechnung 2024 Quelle: Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Pressestelle
28. Februar 2025 | Weiterlesen
Warnemünder Turmleuchten am 1. März 2025: Anreise, Verkehr und Highlights
Zwei Monate und eine Stunde später als geplant startet am 1. März um 19 Uhr Europas spätestes Neujahrsevent. Nach der sturmbedingten Absage an Neujahr wird das 25. Warnemünder Turmleuchten in diesem Jahr am meteorologischen Frühlingsanfang nachgeholt. 2025 steht es unter dem Motto „Magische Momente“ und verspricht ein spektakuläres Event mit Licht, Lasershow, Feuerwerk und Musik. Jedes Jahr zieht das Warnemünder Turmleuchten Zehntausende Besucher ins Rostocker Seebad. Programmübersicht zum Warnemünder Turmleuchten 2025 Die Veranstaltung beginnt am 1. März 2025 um 15 Uhr mit einem Vorprogramm aus Musik und Informationen. Da es länger hell als an Neujahr ist, startet die Hauptinszenierung eine Stunde später, um 19 Uhr, und dauert wie gewohnt 30 Minuten. Ein musikalisches Highlight ist der Auftritt von Ola van Sander mit seiner Band „Bad Penny“ und dem Teufelsgeiger Georgi „Joro“ Gogow von CITY, die eine neue Version des Klassikers „Am Fenster“ präsentieren werden. Anreise, Verkehr und Parken Mit dem Pkw Der Ortskern von Warnemünde wird am 1. März für den Verkehr gesperrt. Ab 10 Uhr wird die Seestraße, zwischen Heinrich-Heine-Straße und Alexandrinenstraße, sowie die Straße Am Leuchtturm gesperrt. Ab 14 Uhr gilt dies für den gesamten Ortskern östlich der Richard-Wagner-Straße und nördlich der Rostocker Straße. Sowohl in der Mühlenstraße als auch in der Heinrich-Heine-Straße gibt es Vollsperrungen aufgrund von Baustellen. Für Radfahrer, Anwohner, anreisende Übernachtungsgäste sowie Personen mit Behindertenparkausweis bleibt die Zufahrt frei. Die Sperren werden voraussichtlich gegen 21 Uhr wieder aufgehoben. Auf der Stadtautobahn wird die rechte Spur zwischen Lichtenhagen und Warnemünde für Busse reserviert. Die folgenden Parkmöglichkeiten stehen zur Verfügung: Parkhaus am Ortseingang, Parkplätze „Warnemünde Werft“ und „Mittelmole“ sowie die Park & Ride-Parkplätze an den S-Bahn-Stationen in Lütten Klein und Lichtenhagen bei Anreise über die B103 Parkplätze „Strand West“ (Rohrmannsche Koppel) und „Strand Mitte“ (Jugendherberge) für Anreisen aus Richtung Elmenhorst/Diedrichshagen Mit dem ÖPNV Die S-Bahnen verkehren zwischen Rostock-Hauptbahnhof und Warnemünde von 17:50 bis 18:30 Uhr sowie von 19:30 bis 20:50 Uhr im kürzeren Takt und teilweise mit doppelter Zuglänge. Die RSAG setzt auf den Linien 17 (Hohe Düne Fähre – Rostocker Heide) und 36 (Lichtenhagen – Warnemünde) zusätzliche Busse ein. Die Weiße Flotte pendelt mit beiden Fähren zwischen Warnemünde und Hohe Düne. Hinweise für Besucher Naturschutz: Die geschützten Dünen werden mit Bauzäunen abgesperrt. Zugänge zum Strand gibt es bei Aufgang 1 und westlich von Aufgang 8. Feuerwerksverbot: Das Mitbringen von eigenen Feuerwerkskörpern ist untersagt. Die Geschichte des Warnemünder Turmleuchtens Der spektakuläre Warnemünder Jahresauftakt entstand aus den Millenniumsfeierlichkeiten zur Jahrtausendwende. Die Veranstaltung, die zunächst „Leuchtturm in Flammen“ hieß, wurde 2015 in „Warnemünder Turmleuchten“ umbenannt und zieht inzwischen Jahr für Jahr Zehntausende Besucher an. Bereits 1997 startete das – mit etwa 1.000 Besuchern noch überschaubare – „Ümblädern in Warnemünn“, das fürs ‚Umblättern‘ des Kalenders ins neue Jahr stand. FAQ zum Warnemünder Turmleuchten 2025 Wann findet das Warnemünder Turmleuchten statt? Normalerweis an Neujahr, in diesem Jahr wird es am 1. März 2025 nachgeholt. Das Vorprogramm beginnt um 15 Uhr, die Hauptshow um 19 Uhr. Wo wird das Event veranstaltet? Die Veranstaltung findet direkt am Warnemünder Leuchtturm statt. Die Strandpromenade wird in drei Publikumsblöcke aufgeteilt, für die jeweils eine Personenobergrenze gilt. Ist das Event kostenlos? Ja, der Eintritt ist frei. Welche Verkehrsmittel werden empfohlen? Aufgrund der Straßensperrungen und des großen Besucherandrangs ist die Anreise mit dem ÖPNV die beste Option. Zusätzliche Busse und Bahnen werden eingesetzt.
27. Februar 2025 | Weiterlesen
Nacktpflicht am FKK-Strand in Warnemünde
Badegäste und Sonnenanbeter müssen an Rostocks Freikörperkultur-Stränden (FKK) künftig blankziehen. Das hat die Bürgerschaft in ihrer heutigen Sitzung beschlossen und die neue Satzung über die Ordnung im Badestrandgebiet der Hanse- und Universitätsstadt Rostock (Strandsatzung) auf den Weg gebracht. FKK-Strände ausschließlich für Nacktbader Bislang hieß es in der Strandsatzung: „An FKK-Stränden ist das Baden und Sonnenbaden ohne Bekleidung, Personen der Freikörperkultur vorbehalten“, was öfter zu Diskussionen zwischen nackten und bekleideten Strandbesuchern führte. Künftig ist der Aufenthalt dort „ausschließlich Freikörperkultur betreibenden Personen vorbehalten“. Der entsprechende Absatz in der Strandsatzung wurde eindeutig formuliert: „Bekleidet zu baden und bekleidet ein Sonnenbad zu nehmen, ist nicht gestattet.“ In Warnemünde reicht der FKK-Strand von Strandzugang 18 westlich bis Strandzugang 24, in Hohe Düne/Markgrafenheide von Strandzugang 4 östlich bis Strandzugang 23 sowie von Strandzugang 32 östlich bis Strandzugang 34. Der gemischte Bereich gilt in Warnemünde von Strandzugang 25 westlich bis Strandzugang 34. Hier ist sowohl das bekleidete als auch das unbekleidete Sonnenbaden gestattet. Auf Antrag des Ortsbeirats Seebad Warnemünde, Seebad Diedrichshagen gibt es künftig auch einen reinen Textilstrand: Im Bereich von Zugang 35 bis 40 ist ausschließlich das bekleidete Sonnenbaden gestattet. „Um einen Gleichbehandlungsgrundsatz zu gewährleisten“, begründete Axel Tolksdorff für den Ortsbeirat. Wer sich nicht an die Regeln hält, kann vom Strandvogt einen Platzverweis erteilt bekommen. Und nur um diese „rechtssichere Grundlage“ gehe es, bekräftigte Chris Günther (CDU). „Fakt ist: Es ist unangenehm am FKK-Bereich zu liegen, wenn dort bekleidete Menschen Handys in der Hand haben“, so Günther. Dass dies personell durchzusetzen ist, bezweifelte Manuela Semder (Freie Wähler) und sprach sich für mehr gemischte Bereiche aus. Ihr Änderungsantrag wurde jedoch abgelehnt. Fahrräder am Strand nicht mehr gestattet Auch das Abstellen von Fahrrädern am Strand ist künftig ausdrücklich nicht mehr gestattet. Änderungen gibt es in der Strandsatzung zudem für das Reiten am Strand sowie naturschutzfachliche Anpassungen. Drohnen über dem Strand Der Betrieb von unbemannten Fluggeräten (Drohnen) über dem Strand ist jetzt nicht mehr grundsätzlich untersagt, nur das Starten und Landen verbietet die neue Strandsatzung dort. Über dem Strand zu fliegen, bleibt innerhalb der Badezeiten ohne Sondergenehmigung trotzdem verboten. § 21 der Luftverkehrs-Ordnung (LuftVO) gestattet den Betrieb über Badestränden nur außerhalb der Badezeiten.
26. Februar 2025 | Weiterlesen
Sieben Tage Streik bei RSAG und Rebus im März 2025
Nachdem die Arbeitgeberseite einen neuen Verhandlungstermin am 6. März angeboten hat, hat Verdi den für den 4. März geplanten Warnstreik abgesagt. Am Montag, dem 3. März, wird wie geplant ganztägig gestreikt. Sollte es zu keiner Einigung kommen, werden die Warnstreiks am 13. März fortgesetzt. Verdi hat die Tarifverhandlungen im ÖPNV in MV für gescheitert erklärt. Die ganztägigen Warnstreiks am 13., 14., 17., 18. und 19. März 2025 sollen wie geplant stattfinden, anschließend könnte ein unbefristeter Streik folgen. Im Tarifstreit für die Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr des Landes Mecklenburg-Vorpommern hat es auch in der heutigen, dritten Verhandlungsrunde keine Einigung gegeben. Die Tarifkommission der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) hat das Angebot der Arbeitgeberseite abgelehnt und an sieben Tagen im März zu landesweiten Warnstreiks aufgerufen. Am 3., 4., 13., 14., 17., 18. und 19. März soll ganztägig gestreikt werden. „Danach werden es noch mehr, wenn die Arbeitgeberseite weiter mauert und versucht, das angebotene als 8,3 % Angebot zu verkaufen“, sagte Verdi-Nord-Verhandlungsführer Sascha Bähring heute nach den Tarifverhandlungen in Rostock. Im Raum Rostock sind sowohl die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) als auch die Regionalbus Rostock GmbH (Rebus) vom Streik betroffen. An den sieben Tagen entfallen bei der RSAG voraussichtlich wieder sämtliche Fahrten auf allen Bus- und Straßenbahnlinien sowie auf der Fähre zwischen Gehlsdorf und Kabutzenhof. S-Bahnen und Regionalzüge sind nicht vom Streik betroffen, ebenso die Fährlinie der Weißen Flotte zwischen Warnemünde und Hohe Düne. Allerdings fallen auch die Züge der Rostocker S-Bahn zwischen Warnemünde und Rostock Hbf vom 7. bis 20. März 2025 aus und werden durch Busse ersetzt, die nicht an allen Bahnhöfen halten. Der Schienenersatzverkehr dürfte an den Streiktagen voll werden. Darüber hinaus werden in Mecklenburg-Vorpommern die Verkehrsbetriebe Ludwigslust-Parchim (VLP), Nahbus (Nordwestmecklenburg GmbH), MVVG (Mecklenburg-Vorpommersche Verkehrsgesellschaft mbH), VBG (Verkehrsbetrieb Greifswald GmbH), VVG (Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald mbH), VVR (Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen mbH) sowie die NVS (Nahverkehr Schwerin GmbH) bestreikt. Verdi fordert 430 Euro pro Monat mehr Die Gewerkschaft Verdi fordert für die Beschäftigten weiterhin eine Erhöhung der Löhne um 430 Euro monatlich sowie eine jährliche Sonderzahlung in Höhe von 500 Euro für Verdi-Mitglieder bei einer Laufzeit von nur zwölf Monaten. Die Verkehrsbetriebe werden in den Tarifverhandlungen vom Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) vertreten. Verbandsgeschäftsführerin Carola Freier kritisiert die Forderungen als „überzogen“. 430 Euro monatlich würden für die kommunalen Nahverkehrsunternehmen jährlich 17,5 Mio. Euro mehr Personalkosten bedeuten. Dies sei wirtschaftlich nicht zu leisten. „Verhandeln bedeutet auch für die Gewerkschaft, Kompromisse einzugehen“, forderte Freier gestern vor den Verhandlungen. Die Arbeitgeberseite hat eine Tarifsteigerung von 8,3 Prozent und mindestens 320 Euro angeboten, jedoch bei einer Laufzeit von 36 Monaten. Rückwirkend zum 1. Januar 2025 soll es 2,3 Prozent mehr geben, zum 1. Dezember 2025, 2026 und 2027 jeweils weitere 2 Prozent. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 20. März 2025 geplant.
25. Februar 2025 | Weiterlesen
Bundestagswahl 2025: Wahlergebnis in Rostock
Bei der Bundestagswahl am 23. Februar 2025 hat Steffi Burmeister (AfD) die meisten Erststimmen im Wahlkreis 014 „Rostock – Landkreis Rostock II“ mit 26,8 Prozent der abgegebenen Stimmen knapp vor Dietmar Bartsch (Linke, 25,6 %) geholt. In der Hanse- und Universitätsstadt Rostock hatte Bartsch die Nase mit 28,5 % (Burmeister: 24,6 %) klar vorne, in den umliegenden Landkreisen gewann die AfD jedoch fast jede dritte Erststimme (32,9 %), Bartsch kam hier nur auf 17,8 %. Aufgrund der Wahlrechtsreform könnte Wahlkreissiegerin Burmeister trotzdem nicht per Direktmandat für Rostock in den Bundestag einziehen. Bei den Zweitstimmen lag die AfD mit 25,6 Prozent vor der Linken (17,3 %), der CDU (16,8 %), der SPD (14,3 %), dem BSW (9,9 %) und den Grünen (9,0 %). Die Wahlbeteiligung lag bei 81,0 Prozent (2021: 81,3 %, 2017: 73,7 %), der Anteil der Briefwähler bei 25,5 Prozent. Erststimmen Burmeister,Steffi (AfD) 26,8 % Dr. Bartsch, Dietmar (Die Linke) 25,6 % Ebert,Michael (CDU) 19,4 % Zschau,Katrin (SPD) 16,9 % Dr. Winter, Felix (GRÜNE) 5,3 % Richter, Kai-Uwe (FDP) 2,8 % Schmidt, Roger (Freie Wähler) 1,9 % Brehme, Jeremy Marcel (Bündnis Deutschland) 0,9 % Schilke,Giselher (MLPD) 0,3 % Zweitstimmen (Gewinne/Verluste gg. 2021 in Prozentpunkten) AfD 25,6 % (+12,9) Die Linke 17,3 % (+4,1) CDU 16,8 % (+2,6) SPD 14,3 % (-14,8) BSW 9,9 % (+9,9) Grüne 9,0 % (-3,9) FDP 3,4 % (-5,7) Tierschutzpartei 1,6 % (-0,9) Volt 1,0 % (+0,6) Freie Wähler 0,8 % (-0,3) Bündnis Deutschland 0,3 % (+0,3) MLPD 0,1 % (+0,0) Das amtliche Endergebnis der Wahl im Bundestagswahlkreis 14 stellt der Kreiswahlausschuss in öffentlicher Sitzung am 28. Februar 2025 fest. Detaillierte Auswertung und Grafiken gibt es unter https://wahlen.sv.rostock.de/btw2025/gesamtuebersicht_wahlkreis_14.html
24. Februar 2025 | Weiterlesen
Vollsperrung des Verbindungswegs ab 24. Februar 2025
Am Montag, dem 24. Februar 2025, starten im Verbindungsweg zwischen Rövershäger Chaussee und Tessiner Straße die Bauarbeiten für eine neue Fernwärmeleitung, wie die Stadtwerke Rostock informieren. Im Anschluss erneuert das Rostocker Tiefbauamt die Fahrbahndecke. Voraussichtlich bis Juni 2025 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die Straße wird während des gesamten Zeitraums für den Durchgangsverkehr voll gesperrt. Eigentlich war der Baustart bereits eine Woche früher geplant, aufgrund der frostigen Temperaturen musste dieser jedoch verschoben werden. Im ersten Bauabschnitt, der bis Ende März abgeschlossen werden soll, wird zwischen Repo-Markt und der Kleingartenanlage „Verbindungweg“ gebaut. Repo-Markt und Tankstelle bleiben von der Tessiner Straße aus erreichbar, die Kleingartenanlage von Norden, aus Richtung Rövershäger Chaussee. Aufgrund der engen Platzverhältnisse durch angrenzende Bäume und bestehende Leitungen erfolgt die Verlegung der neuen Fernwärmeleitung in der Straßenmitte, sodass der Straßenverkehr während der Bauarbeiten nicht aufrechterhalten werden kann. Für den Kraftfahrzeug-Durchgangsverkehr muss der Verbindungsweg voll gesperrt werden. Fußgänger und Radfahrer können die Strecke weiterhin nutzen. Als Umleitung kann – wie bereits im vergangenen Sommer bei der Instandsetzung der Straßenbrücke über die Carbäk – die Strecke über die Rövershäger Chaussee, Am Strande, Warnowstraße und den Mühlendamm genutzt werden. 2026 sind Arbeiten in der Rövershäger Chaussee geplant, dann soll der Verbindungsweg als Ausweichroute wieder zur Verfügung stehen. Neubrandenburger Straße stadteinwärts gesperrt Ebenfalls ab Montag wird die Neubrandenburger Straße südlich des Bahnübergangs auf einer Länge von 220 Metern grundhaft aus- und umgebaut, wie das Tiefbauamt mitteilt. Stadtauswärts bleibt die Straße passierbar, stadteinwärts wird der Verkehr über das Wohngebiet Kassebohm und die Tessiner Straße umgeleitet. Die Bauarbeiten sollen bis Ende November 2025 abgeschlossen werden. Hintergrund, Fernwärme-Netzerweiterung Hintergrund der Arbeiten ist das Projekt „Fernwärme-Netzerweiterung der Neubrandenburger Straße“, mit dem mehrere Wohngebiete in der Neubrandenburger Straße an das Fernwärmenetz der Stadtwerke angeschlossen werden sollen. Aktuell läuft der erste Bauabschnitt zwischen den Straßen Am Kreuzgraben und Petridamm. Derzeit sind nach Angaben der Stadtwerke Rostock rund zwei Drittel aller Haushalte in der Hanse- und Universitätsstadt an das Fernwärmenetz angeschlossen. Bis 2035 sollen es 80 Prozent sein. Rostock hat 2022 einen Wärmeplan für die Umstellung auf erneuerbare Energien verabschiedet. Der Ausbau des Fernwärmenetzes spielt dabei eine zentrale Rolle. Bautagebuch der Stadtwerke
22. Februar 2025 | Weiterlesen
Neue Straßenbahngeneration „Tina" in Rostock eingetroffen
Die erste Tina ist in Rostock angekommen: Der Name bzw. die Abkürzung steht für „Total Integrierter Niederflur-Antrieb“ und beschreibt das innovative und besonders fahrgastfreundliche Fahrgastkonzept des Schweizer Schienenfahrzeugherstellers Stadler. Die erste von insgesamt 29 Straßenbahnen dieses Typs ist nun in Rostock eingetroffen und wurde heute zum ersten Mal der lokalen Presse, Stadtvertretern, Mitarbeitenden und weiteren Gästen vorgestellt. „Unsere Fahrgäste können sich auf topmoderne barrierefreie Straßenbahnen mit umweltverträglichen Klimaanlagen, WLAN und einem großzügigen Innenraum freuen. Wir beginnen jetzt mit den weiteren Maßnahmen für die Inbetriebnahme im Rostocker Streckennetz, damit wir zum Jahresende die erste Bahn in den Linienverkehr schicken können“, freuen sich die RSAG-Vorstände Yvette Hartmann und Jan Bleis. „Mit den neuen Straßenbahnen macht die RSAG einen weiteren Schritt auf dem Weg in die Zukunft des Nahverkehrs. Die Landesregierung unterstützt diese Investition in ein modernes, nutzerfreundliches und nachhaltiges Verkehrssystem im Rahmen der Mobilitätsoffensive Mecklenburg-Vorpommern mit knapp zehn Millionen Euro. Ein attraktiver öffentlicher Nahverkehr ist ein zentraler Baustein der Mobilitätswende. Mit modernen Fahrzeugen, einer verbesserten Infrastruktur und flächendeckenden Angeboten im Land machen wir den ÖPNV noch attraktiver und fit für die Zukunft“, betont die Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Ines Jesse. Rostocks Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger unterstreicht: „Unsere Mobilität hat sich in Folge der Pandemie und – zumindest in den urbanen Räumen – auch durch das Deutschlandticket nachhaltig verändert. Das erleben wir täglich in unseren Straßenbahnen und Bussen. Mit den neuen Tina-Bahnen und den in Leipzig sanierten Straßenbahnen setzen wir den Weg fort, den Fahrzeugpark unserer Rostocker Straßenbahn AG zu modernisieren, und damit den Erwartungen der Menschen, die auf Bahnen und Busse angewiesen sind, zu entsprechen. Aber wir müssen auch feststellen, dass diese höhere Akzeptanz und die gestiegenen Energiepreise den ÖPNV nicht billiger gemacht haben. Hier sind die Landesregierungen und die künftige Bundesregierung in der Pflicht, denn wir Kommunen mit unseren Nahverkehrsbetrieben werden diese Lasten nicht allein und dauerhaft schultern können.“ „Die Einführung der ersten Tina-Straßenbahn in Rostock markiert einen bedeutenden Meilenstein für die Mobilität der Stadt. Dank der engen und erfolgreichen Zusammenarbeit mit der Rostocker Straßenbahn AG konnten wir dieses zukunftsweisende Fahrzeug realisieren. Wir freuen uns darauf, die nächsten Schritte gemeinsam zu gehen und Rostock mit modernen, nachhaltigen und barrierefreien Straßenbahnen zu bereichern“, sagt Martin Alge, Bereichsleiter der Auftragsabwicklung für Stadler in der Schweiz. Linieneinsatz zum Jahresende 2025 geplant Für die erste Tina beginnt nun die Inbetriebnahmephase, die in Deutschland für neue Fahrzeuge unerlässlich ist. Die neue Bahn wird dafür regelmäßig im Rostocker Liniennetz unterwegs sein und so auf die technische Abnahme vorbereitet. In dieser Zeit erfolgen umfangreiche Tests, Bremsprüfungen, Streckenfahrten etc. und danach die Schulung der Fahrerinnen und Fahrer. Voraussichtlich zum Jahresende 2025 soll die erste Bahn dieser Serie mit Fahrgästen durch Rostock rollen und die klimafreundliche Verkehrswende in Rostock weiter vorantreiben. Weitere Fahrzeuge folgen Die Produktion aller Fahrzeuge erfolgt in Polen. Bis Mitte 2025 werden zwei weitere Tina-Fahrzeuge auf dem RSAG-Betriebshof per Tieflader eintreffen. Alle übrigen Fahrzeuge folgen bis Mitte 2027. Die Neufahrzeuge ersetzen nach und nach einen Teil der im Betrieb befindlichen Bahnen vom Typ 6N1, die aus den Jahren 1994 bis 1996 stammen und nach rund 30 Jahren Dauereinsatz in Rente gehen. Insgesamt 29 Straßenbahnen hat die RSAG bei Stadler bestellt. Das Gesamtauftragsvolumen liegt bei rund 103 Millionen Euro. Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt die Anschaffung der neuen Straßenbahnen mit 9,45 Millionen Euro. Bequemer, leiser und umweltschonender mit den neuen Bahnen unterwegs Bei der Entwicklung der neuen Fahrzeuggeneration wurde besonderes Augenmerk auf den Fahrgastkomfort gelegt. So bieten die dreiteiligen voll klimatisierten Einrichtungsfahrzeuge auf rund 32 Metern Fahrzeuglänge und einer Breite von 2,65 Metern Platz für 216 Fahrgäste, 75 davon auf Sitzplätzen. Die vollständig stufenlos begehbaren barrierefreien Fahrzeuge verfügen über einen großzügigen Innenraum, der in vier geräumigen Mehrzweckbereichen die komfortable Mitnahme von Kinderwagen oder Fahrrädern möglich macht. Maximale Durchgangshöhen und Panoramafenster sorgen für ein offenes Raumgefühl und freien Ausblick. Fahrgäste können in den USB-Ladeanschlüssen ihre mobilen Endgeräte während der Fahrt laden. Moderne Doppel-TFT-Monitore sorgen für eine gut lesbare Fahrgastinformation. Um den Fahrgästen einen kostenfreien Internetzugang anzubieten, werden die Fahrzeuge mit einem Fahrgast-WLAN-System ausgerüstet. Wie alle Fahrzeuge der RSAG erhalten die neuen Bahnen ein System zur Videoüberwachung und einen modernen, bargeldlosen Fahrscheinautomaten. Vier speziell konstruierte Drehgestelle sorgen für eine hohe Laufruhe und schonen Rad und Schiene. Eine wesentliche Innovation stellen verschiedene Fahrerassistenzsysteme dar: Beispielsweise ein neuartiges Kollisionsschutzsystem, das die Sicherheit des Straßenbahnbetriebs weiter erhöhen wird. Die neuen Straßenbahnen können im gesamten Streckennetz der RSAG zum Einsatz kommen. Vorzugsweise ist der Einsatz auf den Hauptlinien 1 und 5 vorgesehen. Für alle Interessierten lohnt ein Blick in den RSAG-Straßenbahn-Blog: https://blog.rsag-online.de. Die Rostocker Straßenbahn AG betreibt insgesamt 6 Straßenbahnlinien in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock. Die Bahnen der RSAG legen dabei jährlich rund 3,1 Millionen Straßenbahnkilometer zurück. Über Stadler Stadler baut seit über 80 Jahren Züge. Der Anbieter von Mobilitätslösungen im Schienenfahrzeugbau, Service und Signaltechnik hat seinen Hauptsitz im ostschweizerischen Bussnang. An mehreren Produktions- und Engineering-Standorten sowie über 80 Servicestandorten arbeiten über 14 500 Mitarbeitende. Das Unternehmen ist sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung für zukunftsfähige Mobilität bewusst und steht daher für innovative, nachhaltige und langlebige Qualitätsprodukte. Die Produktpalette im Bereich der Vollbahnen und des Stadtverkehrs umfasst Highspeed-Züge, Intercity-Züge, Regio- und S-Bahnen, U-Bahnen, Tram-Trains und Trams. Überdies stellt Stadler Streckenlokomotiven, Rangierlokomotiven und Reisezugwagen her. Stadler ist der weltweit führende Hersteller von Zahnradbahnfahrzeugen. Quelle: Rostocker Straßenbahn AG, Fotos: Joachim Kloock
19. Februar 2025 | Weiterlesen
Zufahrt zum Notfallzentrum am Klinikum Südstadt eingeweiht
Das Integrierte Notfallzentrum (INZ) am Klinikum Südstadt Rostock setzt seit einem Jahr neue Maßstäbe in der Notfallversorgung in Rostock. Mit der Fertigstellung der neuen Zufahrtsrampe und dem Abschluss von Sanierungsmaßnahmen in Bereichen der alten Notaufnahme kann das erweiterte Integrierte Notfallzentrum komplett genutzt werden. Heute wurde die rund 135 Meter lange, beheizbare Zufahrtsrampe in Anwesenheit der Gesundheitsministerin des Landes, Stefanie Drese, Rostocks Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger, und dem Senator für Finanzen, Digitalisierung und Ordnung, Dr. Chris von Wrycz Rekowski, eingeweiht. Ein besonderer Blickfang ist das 80 Quadratmeter große Streetart-Graffiti des Rostocker Künstlers Sebastian Volgmann, das als Hommage an die verschiedenen Berufsgruppen in der Notfallversorgung gedacht ist. Es ist bei der Anfahrt sichtbar und unterstreicht die Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit in der Notfallmedizin. Bereits vor einem Jahr wurde der Neubau des Integrierten Notfallzentrums eröffnet. Damit ging auch der erste „gemeinsame Tresen“ mit der Kassenärztlichen Vereinigung MV in Betrieb. „Das INZ, das nun durch eine neue Zufahrtsrampe ergänzt wird, ist ein wahres Leuchtturmprojekt für die Region und Mecklenburg-Vorpommern insgesamt. Mit dem gemeinsamen Tresen wird hier eine hochmoderne Notfallversorgung gelebt, die durch diese neue Form der Patientensteuerung nicht nur die Notaufnahmen entlastet, sondern auch der zielgerichteten und schnellen Versorgung aller Patientinnen und Patienten zugutekommt. Das Vorzeigeprojekt INZ haben wir deshalb auch aus voller Überzeugung mit Landesmitteln unterstützt“, erklärte Gesundheitsministerin Stefanie Drese. „Mit dem Integrierten Notfallzentrum am Klinikum Südstadt Rostock setzen wir ein starkes Zeichen für eine zukunftsfähige Notfallversorgung. Die Erweiterung zeigt, dass Rostock auf moderne und effiziente Lösungen setzt, um den steigenden Anforderungen in der Akutmedizin gerecht zu werden“, hob Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger die Bedeutung für die Stadt hervor. Finanzsenator Dr. Chris von Wrycz Rekowski nutzte die Gelegenheit, um sich bei allen Beteiligten zu bedanken. „Die erfolgreiche Realisierung des Integrierten Notfallzentrums ist ein großer Gewinn für unsere Stadt und ein Beweis dafür, was durch engagierte Zusammenarbeit erreicht werden kann. Mein besonderer Dank gilt allen, die mit ihrem persönlichen Einsatz dieses wichtige Zukunftsprojekt möglich gemacht haben.“ Kürzere Wartezeiten und Gesamtbehandlungsdauer „Seit einem Jahr praktizieren wir gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung eine innovative Notfallversorgung für die Region Rostock“, sagte der Chefarzt des Integrierten Notfallzentrums, Dr. Jan-Arne Lauffs. „Im vergangenen Jahr haben wir im neuen Notfallzentrum insgesamt 24.747 Patienten versorgt. Unser Team freut sich nun darauf, mit der Inbetriebnahme der neuen und komfortablen Zufahrt alle Kapazitäten des INZ nutzen zu können.“ Die Erweiterung des INZ, zugleich Regionales Traumazentrum, brachte eine deutliche Vergrößerung und Modernisierung mit sich. Die Gesamtfläche wurde verdoppelt und umfasst rund 1.400 Quadratmeter. Gleichzeitig stieg die Anzahl der Behandlungsplätze von zuvor 20 auf 30, um eine noch effizientere Versorgung zu gewährleisten. Zwei hochmoderne interdisziplinäre Schockräume verfügen über eine direkte Anbindung an die Computertomographie (CT). Zudem stehen spezialisierte Einheiten für die Behandlung von Herzinfarkten (Chest-Pain-Unit) und Schlaganfällen (Stroke-Unit) zur Verfügung, um in akuten Notfällen eine bestmögliche Versorgung sicherzustellen. Ergänzt wird die Erweiterung durch eine neue Holding Area sowie eine zentrale Aufnahmestation, die eine optimierte Patientensteuerung ermöglicht und die Abläufe in der Notfallversorgung weiter verbessert. Über zwei auch von außen zugängliche Isolationseinheiten können infektiöse Patienten separat betreut werden. „Mit der Inbetriebnahme des INZ vor einem Jahr mit seinen baulichen und prozessualen Neuerungen wurde der Grundstein für eine deutlich schnellere und effizientere Notfallversorgung gelegt. Die Gesamtbehandlungsdauer konnte auch in enger Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung signifikant verkürzt werden“, zog der Chefarzt des Integrierten Notfallzentrums eine erste Bilanz. Witterungsunabhängige Zufahrt und Überdachung Mit der neuen, etwa 135 Meter langen und beheizbaren Zufahrtsrampe ist die Anfahrt für Rettungswagen jederzeit auch im Winter sicher möglich. Zudem sind sowohl die Patienten als auch die Rettungskräfte und Mitarbeiter bei der Übergabe durch die großzügige Überdachung vor widrigen Witterungseinflüssen geschützt. Die Gesamtfläche der Rampe mit Liegendvorfahrt beträgt ca. 650 Quadratmeter. Im Vorfeld waren umfangreiche Baumaßnahmen notwendig, um ausreichend Platz für die Zufahrtsrampe zu schaffen, so unter anderem der teilweise Abriss des Wirtschaftsgebäudes mit der alten Zentralküche und die Verfüllung des Tiefkellers. Der Aufwand war höher als erwartet. Dadurch kam es zu Verzögerungen im Bauzeitplan. „Status 8“ ist Aufenthaltsraum für Rettungssanitäter Die neuen Strukturen verbessern nicht nur die medizinische Versorgung, sondern auch die Arbeitsbedingungen für das medizinische Personal und die Rettungskräfte. „Die Umwandlung des Notfallzentrums in einen eigenen, chefärztlich geführten Bereich war eine entscheidende Maßnahme. Erstmals arbeiten alle Teams – von Ärzten bis Pflegekräften – in einer strukturierten Einheit zusammen, was sich positiv auf das Arbeitsklima und die Behandlungsqualität auswirkt“, betonte der Ärztlicher Direktor, Prof. Jan P. Roesner. Bei der Erweiterung des Notfallzentrums wurde auch ein neuer Aufenthaltsbereich „Status 8“ für Rettungsdienstmitarbeiter geschaffen, der neben Arbeitsplätzen für die Dokumentation auch sanitäre Einrichtungen, einen Getränkeautomaten und ausreichend Platz für eine Pause bietet. „Status 8“ steht im Rettungsdienst für „am Zielort (Klinik) eingetroffen“. Strukturen für eine effektivere Notfallversorgung Das am Klinikum Südstadt Rostock praktizierte Konzept der Integrierten Notfallzentren beschreibt das Zusammenführen der ambulanten und stationären Notfallversorgung nach Behandlungsdringlichkeit. Seit einem Jahr wird am Klinikum Südstadt Rostock in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung eine ambulante Notfallpraxis mit dem Bereitschaftsdienst der Kreisstelle Rostock der KVMV an einem gemeinsamen Tresen betrieben, so dass leichtere und schwerere Notfälle getrennt behandelt werden können. Damit hat das Klinikum Südstadt bereits die in Aussicht gestellten Reformvorhaben zur zukünftigen Notfallversorgung in Deutschland umgesetzt. „Die neuen Strukturen und die direkte Kooperation an einem Tresen haben sich als nachhaltig und sinnvoll bewährt“, stellte Verwaltungsdirektor Steffen Vollrath heraus. „Sie erlauben eine effizientere und patientenorientierte Versorgung.“ Die Erweiterung der Zentralen Notaufnahme war aufgrund der steigenden Patientenzahlen in der Region Rostock eines der wichtigsten Neubauprojekte am Klinikum Südstadt. Zugleich entstand mit dem Neubau im nordöstlichen Bereich des Haupthauses im Untergeschoss eine neue Zentralküche. Diese beiden Neubauvorhaben mit Gesamtkosten in Höhe von ca. 20,5 Millionen Euro wurden mit 19 Mio. Euro vom Gesundheitsministerium MV gefördert und aus Eigenmitteln des Klinikums finanziert. Das Klinikum Südstadt Rostock Das Klinikum Südstadt Rostock gehört zu den größten kommunalen Krankenhäusern in Norddeutschland. Im vergangenen Jahr wurden am Klinikum Südstadt mit 464 Betten und 49 Tagesklinikplätzen insgesamt 22.222 Patienten stationär und 1.014 teilstationär behandelt sowie 2.114 Kinder geboren. Dazu kamen 48.941 ambulante Patienten bei 73.959 ambulanten Kontakten sowie 12.546 ambulante und 12.201 stationäre Notfallpatienten. Rund 1.500 Mitarbeitende gehören gegenwärtig zum städtischen Klinikum, das vor 60 Jahren als erster DDR-Klinikneubau eröffnet worden ist. Quelle: Klinikum Südstadt Rostock, Foto: Joachim Kloock
18. Februar 2025 | Weiterlesen
RSAG startet Sicherheitsdienst in Bus und Bahn
Speziell geschulte Sicherheitsteams sind ab heute in den Abend- und Nachtstunden von Freitag bis Sonntag in Bussen und Bahnen der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) unterwegs. Sie sollen vor allem das Sicherheitsempfinden der Fahrgäste erhöhen. „Kundenbefragungen haben ergeben, dass unseren Fahrgästen das Sicherheitsgefühl sehr wichtig ist“, erklärt RSAG-Vorständin Yvette Hartmann. Der Vorstand betont, dass sich statistisch betrachtet die Sicherheit nicht verschlechtert habe, es nicht mehr Vorkommnisse gäbe. „Wir gehen da eher präventiv vor“, so Yvette Hartmann. Neben den bisherigen Maßnahmen, wie dem Einstieg beim Fahrer ab 20 Uhr und der Videoüberwachung im Fahrzeug, wurde jetzt zusätzlich eine Sicherheitspartnerschaft mit der Sicherheitsfirma BIP ins Leben gerufen. Diese umfasst Fahrausweiskontrollen und die präventive Überwachung ausgewählter Fahrten und Haltestellen mit einem Team aus zwei Sicherheitskräften, die von einem dritten Kollegen mit einem Einsatzfahrzeug unterstützt werden, um bei Bedarf schnell den Einsatzort wechseln zu können. Bei den Sicherheitsteams handelt es sich um erfahrenes Sicherheits- und Servicepersonal der BIP, die bereits seit fast zwei Jahren für die Fahrausweisprüfung in den Fahrzeugen der RSAG verantwortlich ist. Erkennbar sind sie an ihrer speziellen Dienstkleidung mit gelber Schutzweste. Es gehe weniger darum „eine klassische Security zu sein“, betont BIP-Geschäftsführer Christian Blümel, „sondern um Kommunikation, Service und Deeskalation“. „Wir möchten nicht martialisch wirken, aber wir möchten schon, dass die Fahrgäste sich sicher fühlen“, sagt Blümel. Allein durch ihre Präsenz und Kommunikation können die Sicherheitskräfte im Bedarfsfall deeskalierend wirken. Sie sind im Umgang mit schwierigen Situationen geschult und können im Auftrag der RSAG das Hausrecht durchsetzen, wenn sich beispielsweise alkoholisierte Fahrgäste nicht benehmen. Vorkommnisse, die in Richtung einer Straftat gehen, kommen sehr selten vor, heißt es seitens der RSAG, sind jedoch nach wie vor eine Sache der Polizei. Neue Nachtbuslinien werden gut angenommen Der neue Nachtbusverkehr, der Anfang des Jahres in Rostock in Betrieb genommen wurde, zeigt bereits im Januar vielversprechende Ergebnisse. Mit 29.000 Fahrgästen in den ersten Wochen, was eine Steigerung von elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet, scheinen die vier Fledermauslinien F1 bis F4 gut angenommen zu werden, informiert RSAG-Vorstand Jan Bleis bei der Präsentation eines mit Rostock-Motiven frisch beklebten Fledermausbusses, der noch einmal Werbung in eigener Sache machen soll. Besonders Stadtteile wie Gehlsdorf, die Südstadt und Lütten Klein, die zuvor nur schlecht an den Nachtverkehr angebunden waren, profitieren von dem verbesserten Angebot. Spitzenreiter bleibt die Nachtbuslinie F2, die vom S-Bahnhof Lütten Klein über Evershagen, Reutershagen, den Doberaner Platz, Hauptbahnhof, Dierkow und Toitenwinkel bis nach Gehlsdorf (Warnowblick) verkehrt. Sie wurde im Januar vom mehr als 16.000 Fahrgästen genutzt.
14. Februar 2025 | Weiterlesen
Tausende demonstrieren gegen Rechtsextremismus
Rund 3.000 Menschen sind nach Angaben der Polizei am Samstagnachmittag durch die Rostocker Innenstadt gezogen, um gegen Rechtsextremismus zu protestieren. Unter dem Motto „Alle gegen den Faschismus – Rostock steht zusammen!“ hatten die „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten“ (VVN-BdA) sowie das Bündnis „Rostock nazifrei“ zu der Kundgebung aufgerufen. Während auf dem Rathaus der Hansestadt die Regenbogenfahne wehte und für Toleranz war, zog der Demonstrationszug vom Neuen Mark aus durch die Innenstadt. Auf bunten Schildern forderten die Teilnehmer „Demokratie verteidigen“, „Menschenrechte statt rechte Menschen“, „Herz statt Hetze“ oder „Wählt Empathie“. Anlass für die Demonstration war der Fünf-Punkte-Plan der CDU/CSU- Bundestagsfraktion unter Führung von Kanzlerkandidat Friedrich Merz. Mit Unterstützung der AfD wurde der Entschließungsantrag zur Verschärfung der Migrationspolitik vom Bundestag angenommen. Das Vorgehen der CDU wurde auch in den Redebeiträgen auf der Kundgebung thematisiert. Ebenso wurde dazu aufgerufen, den Angriff auf eine 36-jährige Frau, die am Donnerstag in Rostock schwer verletzt wurde, nicht politisch zu instrumentalisieren. Gewalt gegen Frauen sei kein Migrationsproblem, hieß es. Polizei zieht positive Bilanz Nach Informationen der Polizei verlief die Veranstaltung weitgehend friedlich. Gegen Ende der Veranstaltung kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung auf dem Neuen Markt. Im Bereich des Hauptbahnhofs wurden Platzverweise gegen acht Personen ausgesprochen. Insgesamt sicherte die Polizeiinspektion Rostock die Versammlung mit rund 100 eigenen sowie unterstützenden Polizeikräften des Landesbereitschaftspolizeiamtes MV ab.
8. Februar 2025 | Weiterlesen
Warnstreik bei RSAG und Rebus am 10./11. Februar 2025
Am Freitag, dem 21. Februar 2025, ruft Verdi zu einem weiteren ganztägigen Warnstreik bei RSAG und Rebus auf. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) hat die Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr des Landes Mecklenburg-Vorpommern für Montag und Dienstag (10. und 11. Februar 2025) zu einem zweitägigen Warnstreik aufgerufen. Im Raum Rostock sind sowohl die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) als auch die Regionalbus Rostock GmbH (Rebus) vom Streik betroffen. ÖPNV-Streik in Rostock am 10. und 11. Februar 2025 Die Warnstreiks beginnen am Montag, dem 10. Februar 2025, mit dem jeweiligen Schichtbeginn und enden voraussichtlich am Dienstag, dem 11. Februar 2025, mit Schichtende, so Verdi. Sofern bis Montagabend ein schriftliches, verhandlungsfähiges Angebot vorliege, soll der Warnstreik kurzfristig ausgesetzt werden, heißt es von der Gewerkschaft. Aufgrund der Winterferien ist der Schülerverkehr im Land nicht vom Streik betroffen. Bei der RSAG entfallen zwischen Montag 03:00 Uhr und Dienstag 23:59 Uhr sämtliche Fahrten auf allen Bus- und Straßenbahnlinien sowie auf der Fähre zwischen Gehlsdorf und Kabutzenhof, wie RSAG-Sprecherin Beate Langner mitteilt. Die Kundenzentren am Hauptbahnhof und in der Langen Straße haben geöffnet. Das RSAG-Kundenzentrum in Lütten Klein bleibt an beiden Tagen geschlossen. Die Fährlinie der Weißen Flotte zwischen Warnemünde und Hohe Düne, die S-Bahnen sowie die Regionalzüge sind nicht vom Streik betroffen. Neben RSAG und Rebus werden in Mecklenburg-Vorpommern die Verkehrsbetriebe Ludwigslust-Parchim (VLP), Nahbus (Nordwestmecklenburg GmbH), MVVG (Mecklenburg-Vorpommersche Verkehrsgesellschaft mbH), VBG (Verkehrsbetrieb Greifswald GmbH), VVG (Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald mbH), VVR (Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen mbH) sowie die NVS (Nahverkehr Schwerin GmbH) bestreikt. Verdi fordert 430 Euro pro Monat mehr Die Gewerkschaft Verdi fordert für die Beschäftigten eine Erhöhung der Löhne um 430 Euro monatlich sowie eine jährliche Sonderzahlung in Höhe von 500 Euro für Verdi-Mitglieder, so Sascha Bähring, Verhandlungsführer von Verdi Nord. Das von der Gewerkschaft bis zum 6. Februar geforderte schriftliche Angebot sei von Arbeitgeberseite bislang nicht eingegangen. Die Verkehrsbetriebe werden in den Tarifverhandlungen vom Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) vertreten. Der KAV erklärte, in der zweiten Verhandlungsrunde am 11. Februar 2025 ein verhandlungsfähiges Angebot unterbreiten zu wollen. „Wir haben der Gewerkschaft heute mitgeteilt, weshalb die schriftlich nachgereichte Begründung zur Forderung von 430 Euro bei einer Laufzeit von 12 Monaten nicht nachvollziehbar und die Forderung selbst unangemessen ist“, erklärt Carola Freier, Verbandsgeschäftsführerin des KAV. „Die Forderung nach 430 Euro monatlich bedeuten für die kommunalen Nahverkehrsunternehmen jährlich 17,5 Mio. Euro mehr Personalkosten. Das ist wirtschaftlich nicht zu leisten.“
7. Februar 2025 | Weiterlesen
Schwanenteich wird mit Saugbagger entschlammt
Rostocks Schwanenteich wird jetzt entschlammt. Voraussichtlich in der kommenden Woche soll dafür die Baustelle eingerichtet werden, teilt das Amt für Umwelt- und Klimaschutz mit. Ein Saugbagger fährt dann über das Wasser und nimmt den auf dem Teichboden abgelagerten Schlamm auf. Der Effekt: In den Sommermonaten treten Wasserpflanzen deutlich geringer auf, das Wasser wird tiefer und bietet eine höhere Lebensqualität. Für die Baustelle und deren Zufahrt müssen einige Wege voraussichtlich bis Ende März 2025 gesperrt werden. Eine ökologische Baubegleitung stellt sicher, dass die naturschutzrechtlichen Belange eingehalten werden. Schlammbildung in stehenden Gewässern ist ein natürlicher Prozess, da Biomasse abstirbt und sich anreichert. Auch für den Schwanenteich gibt es keine Hinweise auf eine andere Ursache. Bis 2018 waren im Schwanenteich aus wasserwirtschaftlicher Sicht keine Maßnahmen zur Unterhaltung notwendig. Die zunehmende Trockenheit seit 2018 und die hohe Verdunstung bei Sommerhitze haben vermutlich zu einem starken Wachstum der Schlammschicht in Bodennähe des Teiches beigetragen. Eigentlich sollte seine Wassertiefe zwei bis drei Meter betragen. An der tiefsten Stelle im Teich wurden derzeit aber nur noch 1,50 Meter gemessen. Bis zu 1,40 Meter mächtig ist die Schlammschicht in einigen Bereichen des Teiches, so dass auch der Betrieb der Fontäne gefährdet werden kann. Ist der Schlamm entfernt, werden die ursprünglichen Wassertiefen wiederhergestellt. Damit die Maßnahme lange wirkt, gilt am Schwanenteich, wie auch für alle anderen Kleingewässer, dass keine Tiere im und am Teich gefüttert werden sollten. Denn dieses organische Material würde erneut dazu führen, dass sich das Gewässer wieder auffüllt und überdüngt wird. Auch für die Wasservögel und Fische ist es schädlich. Die Tiere finden in ihrem Lebensraum ausreichend natürliches Futter. Quelle: Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Pressestelle
17. Januar 2025 | Weiterlesen
Zweitbestes Umschlagergebnis in der Geschichte des Überseehafens
Im Überseehafen Rostock wurden im vergangenen Jahr erneut über 30 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. „Mit 30,1 Millionen Tonnen ist es das zweitbeste Umschlagergebnis in der 65jährigen Geschichte des Überseehafens“, so Dr. Gernot Tesch, Geschäftsführer des Hafenbetreibers Rostock Port. Nur im Jahr 2023 gab es mit 30,9 Millionen Tonnen Fracht ein höheres Gesamtergebnis. „Angesichts des wirtschaftlichen Umfeldes sind wir mit dem Jahresergebnis 2024 sehr zufrieden, bestätigt es doch die Leistungsfähigkeit der im größten Universalhafen an der deutschen Ostseeküste tätigen Unternehmen und Behörden.“ Nach Auskunft des Rostocker Hafen- und Seemannsamtes wurden im Jahr 2024 in den anderen Rostocker Häfen wie dem Fracht- und Fischereihafen sowie Chemiehafen weitere 1,5 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Somit gingen in der Hafenstadt Rostock im letzten Jahr insgesamt 31,6 Millionen Tonnen über die Kaikanten. „2024 konnten mit insgesamt 3,1 Millionen Passagieren auf den Fähren und Kreuzfahrtschiffen im Überseehafen und Warnemünde rund 140.000 Reisende mehr begrüßt werden als im Vorjahr“, resümiert Jens A. Scharner, Geschäftsführer der Rostock Port GmbH. „Mit 2,57 Millionen Passagieren auf den drei Fährverbindungen von Scandlines, Stena Line und TT-Line nach Dänemark und Schweden gab es ein Plus von 30.000 Fährreisenden im Vergleich zum Vorjahr. Im Kreuzfahrthafen Warnemünde gingen 532.000 Passagiere (2023: 419.000) bei 148 Schiffsanläufen (2023: 130) von 38 Kreuzfahrtschiffen (2023: 30) an und von Bord. An 114 von 365 Tagen des Jahres 2024 legten Kreuzfahrtschiffe von 23 nationalen und internationalen Reedereien im Warnemünder Hafen an.“ Im Jahr 2024 wurden knapp 18 Millionen Euro in die Infrastruktur des Überseehafens investiert. In diesem Jahr plant Rostock Port Investitionen von über 50 Millionen Euro in die Infrastruktur und für Beteiligungen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Hafens. Umschlagergebnisse im Überseehafen „Nach einem überaus starken Wachstum in den letzten zehn Jahren von rund 21 auf mittlerweile über 30 Millionen Tonnen kann sich auch der Überseehafen den Auswirkungen der schwachen Konjunkturlage nicht vollständig entziehen. Das Umschlagergebnis 2024 liegt zwar 800.000 Tonnen unter dem Rekordergebnis des Vorjahres, zeigt aber dennoch eindrucksvoll die Stärke des Universalhafens“, sagt Dr. Gernot Tesch. Insgesamt gab es im Überseehafen Rostock im vergangenen Jahr 7.580 Anläufe von Fähr- und RoRo-, Tank-, Fracht- und Kreuzfahrtschiffen (2023: 7.461). Davon entfielen 5.857 Anläufe auf Fähr- und RoRo-Schiffe (2023: 5.657). Der Schüttgutumschlag lag mit insgesamt 5,05 Millionen Tonnen elf Prozent unter dem Vorjahr. Einbußen gab es vor allem beim Umschlag von Kohle, Zement und Düngemitteln. Mit einem Jahresergebnis von 2,7 Millionen Tonnen bleibt Getreide die dominierende Schüttgutart im Überseehafen. Der Umschlag von Flüssiggütern erreichte mit 7,9 Millionen Tonnen das hohe Vorjahresergebnis. Insgesamt sechs Millionen Tonnen Rohöl wurden von Tankern über den Rostocker Ölhafen in die Pipeline nach Schwedt für die PCK-Raffinerie als Beitrag zur Versorgung Ostdeutschlands mit Tankstellenprodukten gepumpt. Mit 655.000 Tonnen lag der Umschlag von Stückgütern etwa 100.000 Tonnen unter dem Vorjahr. Während der Umschlag von Blechen und Rohren abnahm, stiegen die Umschlagzahlen bei Windkraftflügeln und Zink. Auch beim Umschlag von rollender Ladung, den Fähr- und RoRo-Gütern, konnte das hohe Vorjahresniveau von 16,5 Millionen Tonnen wieder erreicht werden. Die Zahl der auf den Fähr- und RoRo-Verbindungen von und nach Nordeuropa beförderten Lkw-/Trailer-Einheiten stieg leicht auf 517.000. Der Umschlag von Papier und Forstprodukten erhöhte sich um 16.000 auf 378.000 Tonnen. Der Fährreiseverkehr nahm im vergangenen Jahr weiter zu. Die Anzahl der zwischen Nordeuropa und Rostock beförderten Pkw und Wohnmobile erhöhte sich auf 666.000. Die Beförderung von Eisenbahnwaggons von und nach Trelleborg nahm vor allem baustellenbedingt ab: von 26.800 im Jahr 2023 auf 21.800 im vergangenen Jahr. Der Ansatz von Rostock Port, die Angebotspalette durch die Ansiedlung eines Hafenterminals für den Automobilumschlag auszuweiten, hat sich als stabilisierend für den Fähr- und RoRo-Verkehr erwiesen. Der Im- und Export von Neufahrzeugen nahm insbesondere durch die Ansiedlung des Automobillogistikers Autolink zu, von 32.000 auf mehr als 122.000 Fahrzeuge im letzten Jahr. Der Anteil rollender Fracht am Gesamtumschlag des Überseehafens Rostock betrug 55 Prozent. Die ausgewogene Verteilung zwischen horizontalem und vertikalem Umschlag ist ein Indikator für das ausgewogene Geschäftsmodell und damit die Leistungsfähigkeit des Universalhafens. Vorjahresergebnis im kombinierten Ladungsverkehr fast erreicht Einen leichten Umschlagrückgang gab es im kombinierten Ladungsverkehr (KV). Der Terminalbetreiber Rostock Trimodal (RTM) schlug mit etwa 112.000 Einheiten rund drei Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum um. Da noch Anfang des Jahres zweistellige prozentuale Rückgänge zu verzeichnen waren, ist das Gesamtergebnis positiv zu werten. „Nach vielen Wachstumsjahren ist der leichte Rückgang auf das schwierige wirtschaftliche Umfeld, Baumaßnahmen im nahen und entfernteren Hinterland, aber auch auf gestiegene Energie- und Trassenpreise sowie die verbesserte Fahrerverfügbarkeit auf der Straße zurückzuführen. Mittel- und langfristig sehen wir aber weiter einen wachsenden Bedarf an Intermodallösungen und werden die Kapazitäten im Hafen entsprechend weiter ausbauen. Es gibt erste Anzeichen, dass die Talsohle im Intermodalbereich durchschritten ist“, so Dr. Gernot Tesch. Derzeit verkehren wöchentlich 47 Kombiverkehrszüge von und nach Verona (21) in Italien, Bratislava (5) in der Slowakei, Oradea (2) in Rumänien, Dresden (5), Herne (6) und Halle (1) in Deutschland sowie Bettembourg (3) in Luxemburg. Über Bettembourg können u.a. Lyon in Frankreich sowie Barcelona in Spanien erreicht werden. Zudem startete jüngst LKW Walter eine Verbindung nach Karlsruhe (4). Projekte und Investitionen Neubau der Liegeplätze 33 und 34 Noch Ende des Jahres 2024 konnte der Bauauftrag zum Neubau der Liegeplätze 33 und 34 ausgelöst werden. Damit werden auf einer Länge von etwa 400 Metern die beiden letzten Liegeplätze aus den 1960iger Jahren auf der Ostseite von Pier II grundhaft erneuert. Mit einer Wassertiefe von 12,50 Meter und Flächenbelastbarkeit von fünf Tonnen pro Quadratmeter entsprechen die Ausbauparameter im Wesentlichen denen der neu gebauten Liegeplätze 31 und 32: Die Bauzeit wird rund zwei Jahre betragen, die Baukosten sind mit knapp 20 Millionen Euro veranschlagt. Das Vorhaben wird im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der wirtschaftsnahen Infrastruktur vom Land Mecklenburg-Vorpommern gefördert. Verkehrsertüchtigung südlich des Hafenbeckens A Im Rahmen des Fördervorhabens zur Verkehrsertüchtigung zweiter Abschnitt wurde noch im vergangenen Jahr südlich des Hafenbeckens A auf einer Fläche von rund zehn Hektar mit umfangreichen Abrissmaßnahmen alter Hallen-komplexe begonnen. Diese werden in drei Bauabschnitten bis voraussichtlich Ende 2026 realisiert und durch umfangreiche Artenschutzmaßnahmen flankiert. Nach der Beräumung stehen die an das Fähr- und RoRo-Terminal angrenzenden Flächen der weiteren Hafenentwicklung zur Verfügung. Das Gesamtvorhaben wird ebenfalls im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der wirtschaftsnahen Infrastruktur gefördert. Das Gesamtvolumen des Vorhabens beläuft sich auf etwa 15 Millionen Euro. Neubau Tiefenwasserliegeplatz 5 im Ölhafen Im Juni 2022 wurde der Auftrag zur Planung eines Tiefenwasserliegeplatzes im östlichen Bereich des Rostocker Ölhafens erteilt. „Auf Basis qualifizierter und beschleunigter Planungen soll eine Genehmigung zum Bau erreicht werden, um den Liegeplatz 5 für alle zukünftigen Energieimporte zu ertüchtigen und über Rostock ausreichende Mengen an erneuerbarer Energie zur Verfügung stellen zu können. Das Genehmigungsverfahren wird aktuell mit der Planfeststellungsbehörde abgestimmt und in Kürze offiziell eingeleitet, um mit der Baumaßnahme im Jahr 2026 beginnen zu können“, so Jens A. Scharner. Die geschätzte Bauzeit beläuft sich auf rund zwei Jahre. Das Hafenbecken im Ölhafen wird nach Fertigstellung des Liegeplatzes an die bereits auf 16,50 Meter vertiefte Wendeplatte zum Ölhafen mit gleicher Wassertiefe angebunden. Da die Baumaßnahme weitestgehend im Bestand des heutigen Hafenbeckens erfolgt, kann der Eingriff in die Natur auf ein Minimum beschränkt werden. Ertüchtigung der Fenderanlage von Liegeplatz 3 im Ölhafen Seit letztem Jahr ist der Liegeplatz 3 im Ölhafen für die Versorgung der Raffinerie PCK Schwedt außerplanmäßig und dauerhaft stark beansprucht. Ende letzten Jahres wurde mit einer Ertüchtigung der Fenderanlage im laufenden Schiffsbetrieb begonnen, um den intensiven Umschlagbetrieb weiter gewährleisten zu können. EU-Fördervorhaben „Rail-IT-MoS“ Im Rahmen des EU-Fördervorhabens „Rail-IT-MoS“, dessen Investitionsvolumen über die gesamte Projektlaufzeit von 2023 bis 2025 im Überseehafen Rostock rund sieben Millionen Euro beträgt, hat Rostock Port die Sanierung von Bahn- und Weichenanlagen auf dem Fähr- und RoRo-Terminal fortgesetzt. In 2024 wurde der zweite von insgesamt vier Bauabschnitten zur Sanierung der Bahn- und Weichenanlagen realisiert. Weiterhin wurde zur Optimierung des Fährpassagierverkehrs an Liegeplatz 64 eine neue Fahrstuhlanlage errichtet und im Juni 2024 in Betrieb genommen. Damit wird die Erreichbarkeit der Eisenbahnfähren der Reederei Stena Line zwischen Rostock und Trelleborg für ein barrierefreies Reisen erheblich verbessert. Eine weitere Teilmaßnahme zur Flächenerweiterung bzw. -optimierung westlich der Kaihalle 9a wurde im letzten Jahr begonnen: die Fertigstellung einer etwa 7.000 Quadratmeter großen Asphaltfläche innerhalb des RoRo-Terminals. Darüber hinaus fanden vorbereitende Planungen und Vergabeverfahren für die Verbreiterung der Rampe an Liegeplatz 62 und für zwei neue Flutlichtmasten statt. Zur Erweiterung und Verbesserung der Informations- und Kommunikationstechnologien im Überseehafen wurde die technische Modernisierung des Nord-Gates für den automatischen Check-In und -Out von LKW und Trailern beauftragt, an der Einführung einer Software-Schnittstelle mit der Fährreederei Stena Line gearbeitet sowie eine kombinierte Netzwerk-technik (Wireless Local Area Network – WLAN und Wireless Wide Area Network -WWAN) auf dem Fähr- und RoRo-Terminal installiert. Gleisverlängerung auf dem KV-Terminal Mit dem Abschluss der Planungen zur Erweiterung des bestehenden KV-Terminals auf 680 Meter Gleislänge gehen weitere Ausbaumaßnahmen im Hafen einher, um die zukünftigen Anforderungen im Bahn-/Landumschlag bewältigen zu können. „Rostock ist zuversichtlich, durch seine überdurch-schnittlich gute Ausstattung mit Eisenbahninfrastruktur, aber auch durch gezielte Kapazitätserweiterungsmaßnahmen in Verbindung mit den laufenden Investitionen von DB InfraGo (ehemals DB Netz) am Aufbau grüner Transportketten und zur Verkehrsverlagerung beitragen zu können“, so Dr. Gernot Tesch. Im Frühjahr 2025 ist der Baustart zur Verlängerung der Gleisanlage im KV-Terminal geplant. Die kranbare Gleislänge wird von aktuell 600 auf 680 Meter verlängert. Ein zentrales Bauprojekt ist neben der zu verlängernden Gleisanlage der Ausbau des Kranbahnbalkens mit Schieneneinrichtung für die Portalkräne. Die Baumaßnahme wird im laufenden Betrieb durchgeführt und wird im kommenden Jahr abgeschlossen. Energiehafen Rostock: Wasserstoffproduktionsprojekt und Import grüner Energieträger Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie von Rostock Port setzt sich das Unternehmen aktiv für Dekarbonisierungsprojekte im Bereich Wasserstoff und den Import grüner Derivate über den Hafen ein. Sie sind ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität am Standort. „Unsere strategischen Projekte umfassen die Beteiligung an einer Gesellschaft, der rostock EnergyPort cooperation GmbH, die Ertüchtigung der Infrastruktur für grüne Energieträger, den Neubau von Liegeplatz 5, sowie die Bereitstellung von Flächen für den Import und die Lagerung von regenerativ erzeugten Energieträgern“, sagt Jens A. Scharner. „Hier streben wir eine Vorreiterrolle als Energieknotenpunkt für die Verteilung von Wasserstoff an, um nachhaltig Kohlendioxidemissionen und Umweltbelastungen zu verringern.“ Passagierhafen Warnemünde erwartet sieben Erstanläufe Mit dem Anlauf von AIDAmar am 13. April beginnt die Warnemünder Kreuzfahrtsaison 2025. Für das kommende Jahr wurden 165 Anläufe von 36 Kreuzfahrtschiffen von 22 nationalen und internationalen Kreuzfahrtreedereien angemeldet. Beispielsweise wird die Rostocker Reederei AIDA Cruises mit AIDAdiva und AIDAmar 68 Reisewechselanläufe in ihrem Basishafen Warnemünde absolvieren. Im neuen Jahr laufen sieben Kreuzfahrtschiffe erstmals die Warnowmündung an: „Viking Vela“ am 12. Mai, „SeaDream2“ am 3. Juni, „Carnival Miracle“ am 12. Juni, „Vista“ am 3. Juli, „Viking Saturn“ am 8. Juli, „Ilma“ am 4. August und „Le Laperouse“ am 21. August. Von den 165 Anläufen wurden 110 als Passagierwechsel- und 55 als Transitanläufe angemeldet. Die Kreuzfahrtsaison 2025 endet voraussichtlich am 17. Dezember mit dem Anlauf von „Amadea“ der deutschen Reederei Phönix Reisen. „In der abgelaufenen Saison wurden im Kreuzfahrthafen Warnemünde 148 Schiffsanläufe von 38 Kreuzfahrtschiffen registriert. Die Passagierschiffe bezogen bei mehr als der Hälfte aller Anläufe und zwar bei 79 Anläufen umweltfreundlichen Landstrom von insgesamt rund 2,7 Millionen Kilowattstunden. An 114 von 365 Tagen des Jahres 2024 legten Kreuzfahrtschiffe im Warnemünder Hafen an“, resümiert Jens A. Scharner. Statistik Überseehafen Rostock 2023 (t) 2024 (t) Entwicklung Anteil Fähr- & RoRo-Güter 16.500.000 16.500.000 0% 55% Schüttgüter 5.700.000 5.050.000 -11% 17% Flüssiggüter 7.900.000 7.900.000 0% 26% Stückgüter 758.000 655.000 -14% 2% Total 30.858.000 30.105.000 -3% 100% Quelle: Rostock Port GmbH
17. Januar 2025 | Weiterlesen