
Vorgestellt wurde das Kommunikationsprojekt „Elle Sie me sagt dit mir“, bei dem 16 Frauen aus Dunkerque (Dünkirchen) in Frankreich und aus Rostock über moderne Kommunikationswege miteinander in Kontakt getreten sind. Beim Titel des Projektes sei gesagt, dass es sich natürlich nur um eine Mischung der beiden bedeutungsgleichen Sätze „Elle me dit“ und „Sie sagt mir“ handelt. Bei der Ausstellungseröffnung wurde der Zungenbrecher auf „Elle me dit“ verkürzt.
Das Projekt ist in Zusammenarbeit des Rostocker Frauenkulturvereins „Die Beginen“ und des „AJS – Le bon emploi de la Solidarité, Dunkerque“ entstanden und wurde von der Robert-Bosch-Stiftung gefördert.
Die künstlerische Leitung übernahm auf französischer Seite der Fotograf Ezra Nahmad, von dem auch das Konzept stammt. In Rostock stand die Fotografin Silke Paustian den Frauen mit Rat und Tat auf ihrem kreativen Weg zur Seite.

Zur Ausstellungseröffnung waren einige der Frauen aus Dunkerque wieder nach Rostock gekommen. Nun musste also alles, was gesagt wurde, auch für die jeweils andere Gruppe übersetzt werden. Man konnte schon ahnen, dass die Arbeit am Projekt nicht immer leicht gewesen sein dürfte. Der kulturelle Austausch über die Landes- und Sprachgrenzen hinweg ist aber auch eine der Kernideen von „Elle me dit“. Außerdem ging es natürlich auch darum, sich mit moderner Handy-, Kamera- und Computertechnik zu beschäftigen und neue Kommunikationswege auszuprobieren.

Da es bei dem Projekt auch um kulturellen Austausch und gegenseitiges Verstehen und Kennenlernen ging, durfte Bürgerschaftspräsidentin Karina Jens bei der Ausstellungseröffnung natürlich nicht fehlen. Sie freue sich, dass die Frauen mit „Elle Sie me sagt dit mir“ die Städtepartnerschaft gefestigt haben und Rostock sich den Franzosen als moderne, weltoffene Stadt präsentieren konnte.
Der Initiator des Kommunikationsprojektes Ezra Nahmad kam auch kurz zu Wort. Natürlich, so sagte er scherzhaft, habe „Elle me dit“ ihm Spaß gemacht, denn schließlich habe er mit so vielen Frauen zusammen arbeiten dürfen.
Die Frauen hätten aber auch viel Freude an der Arbeit gehabt, auch wenn das Projekt manchmal seine Höhen und Tiefen hatte. Es sei nicht immer einfach gewesen, die Technik zu verstehen und in den Griff zu bekommen. Das räumten auch die Frauen selbst ein. Doch immer, wenn es einen Tiefpunkt gab, hätte man sich gesagt „Vive le projet“ – „Es lebe das Projekt“ und sich weiter versucht. Man hoffe, dass sich die Idee eventuell auf andere Zielgruppen und Einrichtungen, wie Schulen oder Museen, übertragen lässt.
Die Multimediainstallation, die nun in der Rathaushalle zu sehen ist, ist der krönende Abschluss der gemeinsamen Arbeit. Auf der Website der Beginen kann man sich noch einmal genau über die Hintergründe und Ideen zum Kommunikationsprojekt informieren. Ansonsten ist die Präsentation für jeden im Rathaus im Rahmen der Öffnungszeiten zugänglich.