
In der 4. Lichtklangnacht wurden aber nicht nur die Augen aufs Angenehmste angeregt, sondern auch den Ohren boten sich viele wohlige Lauschanlässe. Mehr als 40 Akteure verwandelten den weitläufigen Park an der Warnow in „eine Welt der Illusionen und Narreteien“.
Und wer darf bei so einem Motto natürlich nicht fehlen? Richtig: Till Eulenspiegel, der wohl bekannteste Narr im ganzen Land. Ihm wurde die Nacht gewidmet und er selbst (in der Verkörperung des Artisten Arne Feuerschlund) ließ es sich nicht nehmen, die Besucher des IGA-Parks mit seinen Gaukeleien zu unterhalten.


„Das ist ja wie in einer Wunderkammer!“, rief Emily, die heute ausnahmsweise einmal länger aufbleiben durfte. Putzmunter durchstreifte sie mit ihrer Familie die verschlungenen Pfade des IGA-Parks, die bei Nacht viel geheimnisvoller anmuteten und der Fantasie freien Lauf ließen. „Einmal haben wir uns nicht weitergetraut, weil ein großer Schatten auf den Steg fiel. Wir haben gedacht, es wäre ein großes Ungeheuer, dabei war es nur ein Baum, der so komisch angeleuchtet war“, erzählte die Elfjährige aufgeregt.

Besonders reizvoll erschienen die Reflektionen auf den Wasserflächen. Ob im Kiesweiher, im Chinesischen Garten oder an der Warnow –überall entstanden verträumte Spiegelleien. Ergänzt wurden diese durch artistische Feuershows und Feuerinstallationen am Warnowufer, die immer wieder bei den Zuschauern Staunen hervorriefen.

Für den passenden Soundtrack der Lichtklangnacht sorgten verschiedene Musiker unterschiedlichster Couleur..
Eher ruhig und romantisch klang die Musik von Thomas Braun und Hannes Pistor, die sich mit Ruderboot, Geige und Gitarre auf den Kiesweiher begeben hatten. Kraftvoll und energiegeladen erschallten hingegen die Trommeln und Blechblasinstrumente von Beat’n’Blow. Eine neunköpfige Band aus Berlin, die die Lichtklangnacht nicht nur eröffnete, sondern gegen Mitternacht auf der IGA-Parkbühne auch ausklingen ließ.