
Die Veranstalter haben den Titel der Oper gesplittet, um so den Zauber und die Flöten gleichsam als Programmpfeiler zu nutzen: Für die Flöten sorgt beispielsweise der Berliner Flötist und Saxophonist Tilman Dehnhardt. Er spielt im Weidendom und präsentiert sich als Multitasking-Talent: Er gibt sich selbst den Rhythmus vor, während er singt und die Kontrabassquerflöte spielt. Dabei baut sich das Stück ganz langsam auf: es klappert, rauscht, brummt und plötzlich kommt eine zweite Melodie daher – und das alles, ohne dass man ihn atmen sieht!

Aber auch bei Lichtklangnacht selbst gibt es für die Besucher Mitmach-Möglichkeiten: „Am Freitag um 20 Uhr sind auf der IGA-Park-Bühne alle Hobbyflötisten herzlich eingeladen, an der spontanen Bildung eines riesengroßen Flötenorchesters teilzunehmen“, sagt Wolfgang Schmiedt und meint damit den Versuch, jüngere und nicht mehr ganz so junge Musiker zu vereinen, um unter der Leitung einer Musikpädagogin ein Lied proben zu lassen und vorzuspielen. Überhaupt sieht er so „die Möglichkeit, sich selbst einzubringen, statt die Kunst nur zu konsumieren.“
Für den Konsum sorgen mitunter die Künstler des Volkstheater Rostocks. Die Norddeutsche Philharmonie Rostock spielt Auszüge aus der namengebenden Oper und das Tanztheater Bronislav Roznos improvisiert auf der Wiese am Rhododendronhain ein Schwarzlichttheater.
Der gesamte IGA Park wird an 14 Standorten in das Spektakel involviert sein. Dazu werden ab kommendem Donnerstag vier Kilometer Kabel verlegt, die während des Lichterfestes unsichtbar bleiben und am Mittwoch vor dem Event mit den Spezialleuchten versehen werden. Neu an der diesjährigen LichtKlangNacht ist, dass es eine Lasershow geben wird. Es werden unzählige Lichtinstallationen aufgebaut, an der Wand des Traditionsschiffes können die Besucher einige Kurzfilme des FiSH-Festivals sehen und die schauspielerische Parodie auf die unmusikalische Sängerin Florence Foster Jenkins zeigt den weniger ernsthaften Umgang mit der Oper.
Der Einlass beginnt an beiden Abenden um 18:30 Uhr und die Veranstalter haben sich noch eine Besonderheit ausgedacht: Da das Programm so vielfältig ist, gibt es beim Verlassen des Geländes am Freitag die Möglichkeit, für 7 Euro ein personengebundenes Ticket für den Samstag zu kaufen. Die normalen Preise betragen an der Abendkasse 15 und im Vorverkauf 12 Euro (zzgl. VVK-Gebühr).