Zoo Rostock sucht Namen für junges Pferdeantilopenmädchen

Nach vier Jahren Nachwuchspause wurde am 15. Februar 2013 eine Pferdeantilope im Rostocker Zoo geboren – für das weibliche Jungtier wird noch ein Name gesucht

1. April 2013
Tierpfleger Mario Schilling hat die kleine Pferdeantilope ein paar Tage nach der Geburt fotografiert und freut sich auf die erste Entdeckungstour auf der weitläufigen Anlage
Tierpfleger Mario Schilling hat die kleine Pferdeantilope ein paar Tage nach der Geburt fotografiert und freut sich auf die erste Entdeckungstour auf der weitläufigen Anlage

Nach vier Jahren Nachwuchspause gab es auf der historischen Huftieranlage im Rostocker Zoo Grund zur Freude. Am 15. Februar wurde eine Pferdeantilope geboren, die inzwischen 42 kg auf die Waage bringt. Das Geburtsgewicht betrug etwa 21 kg. Jetzt sucht der Zoo für das weibliche Jungtier einen afrikanisch klingenden Namen, der mit dem Buchstaben „K“ anfangen muss. Für den Einsender des Siegernamens hält der Zoo eine Überraschung bereit.

Seit 1980, also schon über 30 Jahre, können die vom Aussterben bedrohten Tiere im Rostocker Zoo beobachtet werden. Der Bock und seine drei Frauen teilen sich das Revier mit fünf Litschi-Moorantilopen. Erst im Oktober 2010 wurde die modernisierte historische Huftieranlage eingeweiht, die allen Antilopen viel Auslauf und Freiraum ermöglicht.

„Das kleine Antilopenmädchen entwickelt sich sehr gut“, informierte Kuratorin Antje Zimmermann. „Sie fängt sogar schon an, mit ihrer Mutter Kara, selbst 2005 im Rostocker Zoo geboren, zu fressen.“ Vater Simon kam 2008 im Zoo Liberec zur Welt und von dort in den Zoo der Hansestadt. Noch sucht das Kleine den Schutz im warmen Antilopenstall. „Wir warten alle sehnsüchtig auf den Frühling und die ersten Schritte auf der Außenanlage.“

Nachwuchs ist selten

Pferdeantilopen leben gesellig in kleinen Gruppen und bewohnen Baum- und Buschsavannen, sowie Waldlichtungen in Wassernähe im Flach- und Hügelland. Das Verbreitungsgebiet der Pferdeantilopen erstreckt sich über weite Teile Afrikas. In europäischen Tiergärten gibt es nur wenige Pferdeantilopen. Das europäische Zuchtbuch wird im Zoo Hannover geführt, das mit Stand Ende 2011 139 Pferdeantilopen in 24 Einrichtungen zählt. Jährlich werden in Europa nur 15 bis 20 Geburten von Jungtieren registriert. „Wir können also auf unseren Nachwuchs recht stolz sein“, so die Kuratorin.

Auch wenn es in afrikanischen Nächten durchaus empfindlich kalt werden kann, fühlen sich die afrikanischen Pferdeantilopen bei sommerlichen Temperaturen wohler. Sie halten sich zwar jeden Tag mehrere Stunden im Freien auf, ziehen sich aber gern in ihre feste Unterkunft zurück. Zoobesucher sind begeistert, wenn Pferdeantilopenbock Simon mit seinem speziell für Tiere gefertigten Ball spielt. Alle Pferdeantilopen lieben Tannenbäume und knabbern ausgiebig an ihnen rum. Auf dem Speiseplan stehen neben Möhren, Äpfel und Rüben ein wenig Obst und Gemüse sowie Heu und Kraftfutter. Aber besonders gern naschen sie Kastanien und Luzernehäcksel.

„Pferdeantilopen stehen in der Roten Liste gefährdeter Arten. Die Zucht in den europäischen Zoos dient der Aufrechterhaltung einer Population mit guter genetischer Vielfalt. Diese Reservepopulation könnte perspektivisch auch für Wiederansiedlungsprojekte in Afrika genutzt werden“, so Antje Zimmermann.

Namensvorschläge für den jüngsten Nachwuchs auf der historischen Huftieranlage nimmt der Zoo gern per E-Mail entgegen oder unter dem Stichwort „Pferdeantilope“ auch auf dem Postwege: Zoologischer Garten Rostock, Marketing, Rennbahnallee 21, 18059 Rostock

Wichtig: der Name muss mit „K“ anfangen, sollte afrikanisch und weiblich klingen. Dem Gewinner winkt eine tierische Überraschung!

Quelle: Zoo Rostock, Foto: Mario Schilling

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