Hier anlegen! Rostock Business möchte Investoren locken
Wohnungen, Büros und Gewerbe – die Hansestadt präsentiert sich auf der Immobilienmesse „Expo Real“ neuen Investoren
27. September 2011, von Stefanie
„Hier anlegen!“ lautet das Motto, wenn sich Rostock Business Anfang Oktober auf Investorensuche in München begibt. „Die Entwicklung an den Kaikanten steht in diesem Jahr im Vordergrund“, erläutert Geschäftsführer Christian Weiß das Motto.
Zusammen mit 14 Partnern möchte die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Hansestadt auf der Expo Real für den Immobilienstandort Rostock werben und Investoren gewinnen – für Wohnungen, Büros, Gewerbe und Industrie.
Die Fachmesse gilt als wichtigster Treffpunkt für Gewerbeimmobilien und Investitionen in Europa. Bereits zum achten Mal präsentiert Rostock Business die Hansestadt in München. Ob das Möbelhaus Ikea, das am Schröderplatz entstehende Motel One, das Karavelle-Quatier auf der Holzhalbinsel oder das Baugebiet „Groter Pohl“ in der Südstadt – viele Projekte nahmen auf der Expo Real ihren Anfang.

Grundstücke am Wasser bilden in diesem Jahr einen Schwerpunkt der Messepräsentation. Neben dem Gelände der ehemaligen Neptun-Werft werden auch für die Flächen auf der Holzhalbinsel, im neuen Petriviertel sowie am ehemaligen Friedrich-Franz-Bahnhof Investoren gesucht. Insgesamt sollen hier, an der östlichen Peripherie der Hansestadt, über 1.000 neue Wohneinheiten entstehen.
Es entspricht dem allgemeinen „Trend der Rückkehr in die Städte, solche zentrumsnahen Wohngebiete zu entwickeln“, erläutert Ralph Müller, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung.
„Fakt ist, dass Rostock wächst“, sieht auch Ralf Zimlich, Geschäftsführer der kommunalen Wohnungsgesellschaft WIRO, eine steigende Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt. „Die Wohnungsnachfrage hängt jedoch stark davon ab, dass neue Arbeitsplätze geschaffen werden“, stellt Zimlich klar.

Und so möchte Rostock Business vor allem neue Firmen von den Qualitäten der Hansestadt überzeugen. Mit im Messe-Boot sitzt in diesem Jahr die Hafenentwicklungsgesellschaft Rostock.
„Wir wollen auf der Messe die Vorteile kommunizieren, die der Hafen bietet“, setzt Weiß auf transportintensive Branchen sowie auf den Maschinen- und Anlagenbau. Die Vorgabe ist klar: „Wir wollen Arbeitsplätze schaffen!“
Raum für neue Ansiedlungen soll es in Zukunft reichlich geben. Mit den Vorbehaltsgebieten für die Hafenentwicklung stehen perspektivisch insgesamt 630 Hektar zur Verfügung, erläutert Ralph Müller die Dimensionen. Natürlich mit breiter Bürgerbeteiligung, verspricht Rostocks oberster Stadtplaner, sind doch längst nicht alle von der geplanten Hafenerweiterung begeistert.