Liebe Macht Alles! - Spielzeit 2011/2012 im VTR

Volkstheater Rostock stellt neue Theaterproduktionen und Konzerte vor

18. Juni 2011, von
Peter Leonard, Intendant des Volkstheaters Rostock
Peter Leonard, Intendant des Volkstheaters Rostock

„Liebe Macht Alles“ – so lautet das Motto der kommenden Spielzeit des Volkstheaters Rostock. Die Hoffnung auf ein volles Haus, auf ein neues Haus, am Besten aber natürlich beides, ist damit verbunden, nicht nur für Intendant Peter Leonard.

Liebe, Macht, Alles – als drei Schlagwörter betrachtet, geben sie aber auch den inhaltlichen Rahmen des Volkstheaters in den nächsten zwölf Monaten vor. Vor allem in der Schauspielsparte, wo gleich 20 Premieren erarbeitet werden.

„Das Schauspiel wird sich in der nächsten Spielzeit besonders am gesellschaftlichen und politischen Diskurs beteiligen“, macht Schauspieldramaturgin Katharina de Vette neugierig. Um zügiger auf relevante Themen einzugehen, habe das Ensemble sogar ein neues Format entwickelt: eine Theaternovela . Hierfür arbeitet das Theater mit einem offenen Textbuch und will das Publikum über das Schicksal der Serienhelden entscheiden lassen.

Katharina de Vette, Schauspieldramaturgin am Volkstheater Rostock
Katharina de Vette, Schauspieldramaturgin am Volkstheater Rostock

Eröffnet wird die Spielzeit, passend zur Landtagswahl, mit Henrik Ibsens „Ein Volksfeind“.

Die Frage nach der Macht stellt Oliver Kluck in seinem Theaterstück, welches im November uraufgeführt wird. Der junge und vielfach ausgezeichnete Dramatiker hat es eigens auf Rostock zugeschnitten.

Während es in der ersten Hälfte der Spielzeit vor allem um die Macht geht, rückt in der zweiten die Liebe in den Mittelpunkt. Und da darf natürlich „Romeo und Julia“, die Liebestragödie schlechthin, nicht fehlen. Christine Hofer, die schon bei „Die fetten Jahre sind vorbei“ Regie führte, inszeniert den Klassiker für Theaterbesucher ab 14 Jahre.

Produktionen für Kinder und Jugendliche seien ein wichtiger Schwerpunkt im Volkstheater, sagt Katharina de Vette. Für das Weihnachtsfest wird „Peterchens Mondfahrt“ vorbereitet. Auch über den schon traditionellen Adventskalender dürfen sich die Jüngsten in der Adventszeit wieder freuen.

Ebenfalls bewährt haben sich die Klassenzimmerstücke, auch sie sollen in der neuen Spielzeit fortgesetzt werden.

Auf Kontinuität setzt das Schauspielensemble bei seinen Kooperationspartnern. So wird es in der kommenden Spielzeit wieder Produktionen mit dem Theater an der Parkaue, der Pop-Kw und der Hochschule für Musik und Theater geben.

Intendant des Theaters Parchim: Thomas Ott-Albrecht
Intendant des Theaters Parchim: Thomas Ott-Albrecht

Seit eineinhalb Jahren arbeitet das Rostocker Volkstheater schon mit dem Mecklenburgischen Landestheater Parchim zusammen. „Neben dem Repertoire, was wir hier schon vorhalten, erwarten die Rostocker vier Premieren aus Parchim“, kündigt Intendant Thomas Ott-Albrecht an.

Drei Uraufführungen wird es auch vom Tanztheater geben. Neben „1st Danceworks with Orchestra“, dessen Premiere wegen der Schließung des Großen Hauses nun im September im Theaterzelt nachgeholt wird, entwickelt Chefchoreograf Bronislav Roznos zwei weitere Tanzstücke, die dann 2012 zu sehen sein werden.

GMD Florian Krumpöck, Chefchoreograf Borislav Roznos, Schauspieldramaturgin Katharina de Vette, VTR Intendant Peter Leonard, Intendant Thomas Ott-Albrecht
GMD Florian Krumpöck, Chefchoreograf Borislav Roznos, Schauspieldramaturgin Katharina de Vette, VTR Intendant Peter Leonard, Intendant Thomas Ott-Albrecht

Auch die Premiere der Oper „Hänsel und Gretel“ musste vom Frühling in den Herbst verschoben werden. Außerdem dürfen sich Opernfreunde auf weitere Premieren des Musiktheaters freuen.

Premieren wird auch Florian Krumpöck. Als neuer Generalmusikdirektor wird der Dirigent und Pianist die Norddeutsche Philharmonie Rostock leiten und auch selbst am Klavier Platz nehmen.

Platz nehmen werden die Konzert- und Theaterbesucher ab September übrigens im neuen Theaterzelt. Zur zweiten Hälfte der Spielzeit soll dann das Große Haus wieder bespielbar sein. Zumindest provisorisch bis das Theater in ein neues Haus umziehen kann.

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