
Ihre Grafiken, die in schwarz-weiß gehalten sind und einen starken Kontrast zu den farbenfrohen Gemälden Curios bilden, sind auf Kniehöhe der Ausstellungsbesucher angebracht. Dort sind verschiedene Drucke, teilweise auf handgeschöpftem Papier, zu sehen, die nebeneinander unter großen Glasplatten liegen. Ihre Stillleben und Landschaftsbilder schmücken dagegen, zusammen mit den Akten, die Wände der Galerie am Alten Markt.
Zur Vernissage sind zahlreiche Besucher erschienen, die von Wolfgang Friedrich, Vorsitzender des Kunstvereins zu Rostock, begrüßt werden. Im Anschluss daran erzählt Prof. Jürgen Klein aus Greifswald in seiner Einführung, wie er die Künstlerin 1991 in ihrem Haus auf Usedom kennen- und ihre Bilder schätzen lernte. Er sehe in ihren Gemälden „Momente der Schönheit und Stille, konzentriert in einem Augenblick.“
Die Ausstellung bietet einen Querschnitt durch Sabine Curios künstlerisches Leben von „Alpenveilchen“ (1977) bis „Sitzende mit schwarzem Hemd“ (2011). Die 1950 auf Usedom geborene Malerin studierte von 1969 bis 1974 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. In dieser Zeit lernte sie den berühmten norddeutschen Künstler Otto Niemeyer-Holstein kennen und ließ sich von seinen Werken inspirieren.
Teilweise ist der Einfluss heute noch zu erkennen, auch wenn sie künstlerisch ihren eigenen Weg gegangen ist und sich nicht von modernen Strömungen beeinflussen ließ. Wer die Parallelen zu Niemeyer-Holstein genau untersuchen will, kann sich ausgewählte Werke des Künstlers noch bis zum 14. August in der Kunsthalle Rostock ansehen.

Die Bilder Sabine Curios sind bis zum 9. Juli 2011 in der Galerie am Alten Markt zu betrachten. Geöffnet ist die Galerie dienstags bis freitags von 11 bis 18:30 Uhr und samstags 9:30 bis 15:30 Uhr. Von den 49 ausgestellten Gemälden und Grafiken sind 18 käuflich zu erwerben.