
Diesiges Wetter, viel Regen und während der Rostocker Lichtwoche sogar mal einen ganzen Tag Schnee. Was in diesem Herbst bisher aber fast gänzlich fehlt, ist Sturm! Klar, hier und da mal ein etwas laueres Lüftchen, aber ein Herbst ohne richtigen Sturm ist für uns Küstenjungs und -mädels schon eher ungewöhnlich.

Wem der Sturm aber wirklich fehlt, das sind die Surfer. Ganz besonders, wenn man einen großen Wettbewerb veranstaltet, die Supremesurf Big Days 2009 in Warnemünde. Geplant waren diese irgendwann zwischen dem 07.10. und dem 30.11.2009 – wenn der Wind am kräftigsten bläst. Problem – was macht man, wenn er gar nicht bläst?
Absagen kommt für echte Surfer natürlich so schnell nicht in Frage. Gerüchteweise war schon ein Aufruf an alle Föhnbesitzer der Hansestadt geplant, mit ihren Haartrocknern für Wind am Strand von Warnemünde zu sorgen. Gesponsert von einem Windkrafterzeuger - ökologisch korrekt, versteht sich.
Eine mindestens ebenso charmante wie blöde Idee, aber zum Glück hatten die Veranstalter selbst noch einen ganz heißen Einfall. Sie haben die Waiting Period einfach auf den kompletten Dezember ausgedehnt. Also, Heiligabend erst in die Kirche und dann raus aufs Meer – hat doch schon das gewisse Etwas.
Ganz so lange sollte uns Petrus hoffentlich nicht mehr im Stich lassen. Einige Tiefs sind in Sicht – jetzt heißt es Daumen drücken und abwarten – warten auf den großen Sturm.