
Aber schon jetzt können Besucher am Passagierkai in Warnemünde dem Künstler über die Schultern schauen. Rund um das Kreuzfahrtterminal entstehen noch bis Mitte Mai mehrere Sandskulpturen. Den ganzen Sommer bis zum 31. Oktober können sie dann kostenfrei besichtigt werden.


Auch in Karls Erlebnis-Dorf in Rövershagen befindet sich bereits eine fertige Sandskulptur mit „Piraten auf der Hansekogge“. Karls, um dessen Pier 7 und Zwiebelschuppen sich die Sandkunstwerke am Passagierkai gruppieren, hat insgesamt neun Bildhauer aus sechs Ländern in diesem Jahr eingeladen, sich an der Warnemünder Sandwelt zu beteiligen.
„Ein Großteil der Künstler kommt aus den Ländern, in denen früher die Hanse Handelsbeziehungen pflegte“, erklärt der künstlerische Leiter Othmar Schiffer-Belz, der selbst noch eine Rückseite mit Schiffssiegeln aus der Hansezeit gestalten will.

„Die Hanse war schon ein Global Player, bevor es Europa gab. Aber das ist schon lange her. Wir wollen versuchen, einen Bezug herzustellen und sie wieder erlebbar machen“, erläutert Schiffer-Belz die Themenwahl, die sich in Warnemünde immer irgendwie ums Meer und die Ostsee dreht.
Für die mittelalterlichen Ostseestädte und Hansekoggen, die Kaufleute und Seefahrer wurden etwa 400 Tonnen Sand und Wasser in Schalungen festgestampft. Kein Ostseestrandsand, der ist zu rund, nein Sand mit eckiger Kornstruktur für eine gute Bindung wurde aus Niederlehme in Brandenburg nach Warnemünde gebracht. „Angstschweiß und Spucke des Künstlers sind auch dabei“, verrät der künstlerische Leiter einem neugierigen Passanten das Geheimnis der Sandskulpturen, die durch ein Zelt vor Wettereinflüssen geschützt werden können.
Wer mehr über die 3. Warnemünder Sandwelt wissen möchte, fragt am Besten selbst. Ab dem 23. April bietet Othmar Schiffer-Belz täglich um 11 und 16 Uhr Führungen in der 3. Warnemünder Sandwelt an.