„Diebe sollten sich warm anziehen, denn es wird eine regelrechte Jagd nach gestohlenen Fahrrädern geben“, kündigt Steffi Wulf an. Die 24-jährige Studentin setzt dabei auf den Informationsfluss des Social Webs. Gemeinsam mit Martin Jäger und Anton Marcuse startet sie ab Februar eine eigene Website. Auf der Plattform fahrrad-jaeger.de können dann gestohlene Fahrräder gemeldet, von jedem Nutzer anhand einer Smartphone-App identifiziert und so deutschlandweit aufgespürt werden.
„Fahrradjäger ist ein Anlaufpunkt für alle, die ihr Fahrrad verloren haben oder es im Vorfeld schützen wollen.“ Denn auch Tipps und Tricks für die Sicherheit sowie ein warnender Registrierungsaufkleber werden angeboten, erklärt Martin Jäger. Nachdem dem Studenten innerhalb von nur drei Jahren fünf Fahrräder gestohlen wurden, wollte er etwas gegen die dreisten Diebe tun und entwickelte das Konzept für die Fahrradjäger. Ein Konzept, das bereits im letzten Sommer mit dem zweiten Platz des Ideenwettbewerbs der Universität Rostock ausgezeichnet wurde.


„Am Anfang ist es doch mehr Arbeit, als die meisten gedacht haben. Gerade wenn man Kapital braucht, ist ein logischer Businessplan wichtig. Dafür ist jedoch relativ viel Recherche und Vorbereitung nötig“, beschreibt Virtus-Geschäftsführer Olaf Arnd die Herausforderungen auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Seine Einrichtung berät schon seit einigen Jahren junge Existenzgründer. Die meisten Gründungen gebe es im Dienstleistungsbereich, hat er beobachtet. Überwiegend alles, was mit Web zu tun hat, aber auch grafische Leistungen seien sehr gefragt.

Vor einigen Monaten haben sie den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. „Das birgt ein gewisses Risiko: Man muss steuerliche Rechte und Pflichten erfüllen und sich selbst um Kunden kümmern“, ist sich Sascha Hofmann bewusst. Doch die Anstellungsmöglichkeiten in Rostocker Agenturen seien gering. Anstatt jedoch für ein unbezahltes Praktikum nach Hamburg oder Berlin abzuwandern, sind die beiden ins kalte Wasser gesprungen. „Es wurde uns immer gesagt, in Rostock braucht man es nicht zu probieren. Es gibt hier keine Chancen. Doch es läuft nicht schlecht. Wir hätten uns das holpriger vorgestellt“, resümiert Nils Gerbode.
Ihr Ziel ist es nun, ihr Unternehmen auf sichere Beine zu stellen und auch Spaß bei der Arbeit zu haben. Mit der Teilnahme an der Gründermesse wollen sie ihren Namen bekannt machen und ihr Netzwerk erweitern.