
Der Mord an Menschenaffendame Emma im ersten Kapitel des Buches ist nämlich nur der Anfang. Schnell wird klar, dass mehr hinter der Tat steckt, als nur ein geisterkranker Täter. So wird Zoodirektorin Evelyn Hammer erpresst (ganz klassisch in einem Brief mit ausgeschnittenen Buchstaben) und auch Journalist Gregor Simon, der versucht, bei der Lösung des Falles zu helfen, schwebt in Gefahr.
Natürlich darf auch in „Herrentier“ die Leidenschaft nicht zu kurz kommen. Nicht nur die Zoodirektorin hält nicht viel von Treue, auch Protagonist und Familienvater Gregor fühlt sich gefährlich nah zu Jeannette Albrecht, der hübschen Assistentin von Evelyn Hammer, hingezogen. Er hilft ihr sogar bei einem nächtlichen Einbruch in die Zooverwaltung und wird so immer mehr in den Kriminalfall hineingezogen.


Entstanden ist das Buch zum größten Teil im Stadtkind in der KTV. „Wir wollten im Darwineum Tote sehen, das war die erste grobe Idee“, erzählte Michael Joseph schmunzelnd. Daraufhin trafen sich die Männer, die schon für mehrere Sachbücher zusammengearbeitet haben, ein Jahr lang, Woche für Woche in der Kneipe und tauschten Ideen und fertige Kapitel aus. Dass das Ergebnis gut ankommt, merkte man auch an der positiven Resonanz des Publikums. Ein Herr war sogar so erstaunt, dass er fragte, ob Schümann und Joseph alle Witze selbst geschrieben hätten, worauf die Autoren schlagfertig antworteten: „Die Witze sind wirklich gut und trotzdem von uns.“
„Herrentier“ ist der sechste Ostseekrimi, der beim Hinstorff Verlag erschienen ist. Neben Geschichten aus Wismar, Stralsund und Greifswald gibt es auch bereits zwei Rostocker Versionen, die von Frank Goyke verfasst wurden.